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  • HOSI Linz kritisiert den Kuschelkurs von SPÖ und ÖVP auf dem Rücken der Lesben und Schwulen

    HOSI Linz kritisiert den Kuschelkurs von SPÖ und ÖVP auf dem Rücken der Lesben und Schwulen

    HOSI Linz enttäuscht, aber leider nicht überrascht

    Linz (HOSI): Die längst fälligen Rechte von Lesben und Schwulen finden im Regierungsübereinkommen nicht auch nur einziges Mal Erwähnung. Ein gesellschaftspolitisches Reformprogramm schaut jedenfalls anders aus.

    Die HOSI Linz und die Community der Lesben- und Schwulen ist vom Regierungsprogramm von SPÖ und ÖVP schwer enttäuscht. „Der ‚liebe Michael‘ hat wohl dem ‚lieben Werner‘ bedeutet, dass eine Gleichstellung von homo- mit heterosexuellen Paaren nicht drin ist und dass sich die SPÖ ‚mehr bewegen‘ muss. Und das hat der ‚liebe Werner‘ wohl auch gleich getan und hat sich von seinen Wahlkampfforderungen und dem Parteiprogrammen sofort verabschiedet, denn: Das so ‚erfolgreiche Land Österreich‘ brauche ja ‚nicht neu erfunden werden‘. Das ist ein politischer Gestaltungswille, wie ihn sich die HOSI Linz und die von ihr Vertretenen nicht vorstellen“, ärgert sich der Vereinssprecher der HOSI Linz, Rainer Bartel.

    So wird wohl auch die bisherige Gesellschaftspolitik nahtlos weitergehen, dass die Republik Österreich Mal für Mal durch höchstgerichtliche Erkenntnisse erst dazu gezwungen werden muss, die Menschenrechte für Lesben und Schwule in Österreich auch tatsächlich umzusetzen, gibt man sich in der HOSI Linz verärgert.

    Immerhin: „In einem zentraleuropäischen Land, wo im 21. Jahrhundert das Wissenschaftsministerium gegen ein Familienministerium getauscht wird, braucht man sich nicht über die konservative Auslegung des Familienbegriffs zu wundern“, resümiert Bartel. „Wir sind enttäuscht, aber nicht überrascht. Wir haben uns jedenfalls weder einen neuen Stil des Regierens, noch mutige gesellschaftspolitische Zielsetzungen von dieser Regierung erwartet.“ Bartel kündigt auch an, dass für die HOSI Linz das erst recht der Anlass und die Motivation sei, sich künftig noch intensiver gegen Diskriminierung aufgrund der sexuellen Ausrichtung und Identität einzusetzen. „Wenn die Regierung fünf Jahre durchhalten will, wird das vorliegende ‚Regierungsprogrämmchen‘ jedenfalls nicht reichen. Vorerst kommt es ja noch ohne Erwähnung der Gleichstellung homosexueller WählerInnen und BürgerInnen aus. Die Frage ist nur, wie lange noch“, so Bartel abschließend.

    Für die HOSI Linz

    gez. Dr. Rainer Bartel, Vereinssprecher

    Linz, den 13.12.2013

  • Menschenrechte hier und dort mit Füßen getreten!

    Menschenrechte hier und dort mit Füßen getreten!

    HOSI Linz fordert mehr „Statesmanship“ statt Sonntagsreden – eine etwas andere Presseaussendung

    Linz (HOSI): Am Internationalen Tag der Menschenrechte bedauert die lesbisch-schwule Community die offenen „Baustellen“ bei uns, betrauert die Hassverbrechen und Hinrichtungen anderswo. Das dortige Leid schwappt mittlerweile in die Beratung der HOSI Linz hinein.

    In sieben Staaten wird Homosexualität mit dem Tod bestraft – und das nicht nur auf dem Papier: Henken, Steinigen, Köpfen. In weit mehr Staaten ist Homosexualität oft ein Todesurteil, obwohl davon nichts im Strafgesetz steht. Davon weiß die HOSI-Beratung aus den Erfahrungen ihrer Klienten.

    Ein junger Mann irgendwo in Österreich: hat wochenlang auf der Straße gelebt, aus Angst, wieder nach Albanien zurückgeschoben zu werden. Er wurde geoutet, seine Familie sperrt ihn in den Keller und wollte ihn verhungern lassen, seine Brüder verprügelten ihn täglich, sagten ihm, er werde den Keller nie mehr verlassen und sollte lieber bald sterben. Seine Mutter ließ ihn nach drei Wochen entkommen. Heute ist er doch in der Flüchtlingsbetreuung, hat schon um Asyl angesucht, sagt, er wolle lieber sterben als zurückkehren und in seiner ehemaligen Heimat umgebracht zu werden. Was wird ihm das jüngste Erkenntnis des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, dass homophobe Verfolgung ein Asylgrund ist, konkret helfen?

    Ein junger Mann aus dem Iran hat bereits Asyl bekommen. Er ist dennoch schwer traumatisiert, schämt sich immer noch für seine sexuelle Orientierung. Er hat im Iran wegen seines effeminierten Aussehens gerade noch das Leben eines sozial Aussätzigen führen „dürfen“: ohne Bildung, nur gelegentliche Heimarbeitsjobs, Verlassen der Wohnung war unmöglich geworden – eine Art lebenslanger Haft. Er wird noch einen Weg gehen müssen, bis er – selbst hierzulande – ein erträgliches Leben führen kann, aber er arbeitet mit professioneller hart an sich.

    Ein Mann mittleren Alters irgendwo in Österreich: aus den Irak geflohen, um dort den parapolizeilichen Todesschwadronen zu entkommen. Sein Asylverfahren steht eher schlecht für ihn. Man glaubt ihm nicht, dass er schwul ist (zumindest wird er bei uns nicht medizinisch-psychologisch auf Homosexualität getestet). Er wird vielleicht nach Kanada weiterfliehen müssen, denn dort glaubt man ihm eher.

    Ein junger Mann irgendwo in Österreich: hat um Asyl angesucht, vermisst seine Familie sehr, weint, weil seine Schwestern, auf dem Schulweg ertappt, von den Taliban krankenhausreif geschlagen wurden, wie er am Telefon von seiner Mutter erfuhr. Am liebsten würde er sofort in seine Heimat Afghanistan zurück. Er kann aber nicht. Er wurde von der afghanischen Polizei beim Sex mit einem Mann ertappt. Viel Geschrei. Schüsse. Sein Partner tot. Abgeschlachtet. Egal. War eh nur ein Schwuler, noch dazu einer, der passiven Geschlechtsverkehr hatte. Also musste er sofort sterben. Unser junger Mann muss fliehen, kann fliehen – versteht die Welt nicht. Was verlangt er denn schon von der Gesellschaft? Leben und leben lassen. Doch gerade darüber kann er sich in seiner Heimat nicht mehr sicher sein. Er ist dort bereits aktenkundig. Nur, sein Asylantrag ist abgelehnt.

    Die Ungewissheit über sein Schicksal wiegt schwer, aber die Angst vor der Rückschiebung ist noch drückender. Er lernt fleißig deutsch. „Hier egal?“, fragt er immer wieder nach der Position der Gesellschaft gegenüber Homosexualität. „Hier egal“, sagt ihm sein Berater. Egal? Im Prinzip ja – aber konkret dann doch nicht ganz.

    Die ÖVP ist eine christlich soziale Partei, eine Volkspartei. Ist es trotz dieser drei Attribute oder wegen dieser, dass sie für ihre lesbischen und schwulen MitbürgerInnen immer nur das Notwendigste tut, um dem äußeren Druck zur Antidiskriminierung gerade halt Genüge zu tun – und das erst so spät wie möglich. Etwa nach einer Etappe der Klagsoffensive, die das Rechtskomitee Lambda oder Rechtsanwalt Helmut Graupner wieder einmal mühsam gewonnen haben. Man zeigt, der Staat in Gestalt einer staatstragenden Partei ist an der Aufrechterhaltung der Diskriminierung interessiert.

    Was Wunder, wenn sich Lesben und Schwule am Arbeitsplatz immer noch nicht sicher sind, gleichsam nicht „frei bewegen“ können. Dabei ist die Arbeitswelt der Bereich, in dem die Antidiskriminierung noch am weitgehendsten eingeführt wurde – formell. Faktisch bleiben die gesellschaftspolitischen Hausaufgaben unerledigt. Anfrage an die HOSI-Beratung: Ich will mich gern verpartnern. Muss ich das meinem Arbeitgeber melden? Im Klartext: Ich will oder muss am Arbeitsplatz immer noch als Hetero auftreten. Kann ich das denn, wenn ich mein gesetzliches Recht auf Eingetragene Partnerschaft beanspruchen will?

    Nahezu bürgerkriegsähnliche Zustände, was die Gesellschaftspolitik im Hinblick auf sexuelle Orientierung betrifft, herrschen immer noch in Frankreich und seit Obama I in den USA. In Russland wird jeder basisdemokratische Widerstand gegen menschenverachtende homophobe Gesetz im Kein erstickt. Dazu wird das „gesunde“ Volksempfinden staatlich und kirchlich geschürt, um den Privatkreuzzügen die Bahn zu brechen: Schwule demütigen und quälen, verdreschen und regelrecht foltern, mitunter bis zum Tod. Aber auch in Afrika und jüngst Jamaika beobachten wir solche Repressionen.

    Eine Welle des Reaktionismus schwappt auf uns zu. Bis zu uns? Brauchen wir in heutigen Zeiten noch die HOSI oder andere einschlägige Organisationen? Wie lange kann die HOSI ihre Arbeit noch finanzieren – ohne laufende Grundsubvention durch die Stadt Linz?

    Für die HOSI Linz

    gez. Dr. Rainer Bartel, Vereinssprecher

    Linz, den 10.12.2013

  • HOSI Linz fordert SPÖ und ÖVP auf, endlich der gesellschaftspolitischen Moderne die Tür öffnen!

    HOSI Linz fordert SPÖ und ÖVP auf, endlich der gesellschaftspolitischen Moderne die Tür öffnen!

    Gleichstellung in den Koalitionsvertrag!

    Linz (HOSI): CDU/CSU und die SPD haben in Deutschland jetzt den über Wochen ausverhandelten Koalitionsvertrag für eine mögliche gemeinsame Regierung präsentiert. Die Mitglieder der SPD müssen diesem in einer Briefwahl noch zustimmen. Was Schwule, Lesben, Trans- und Intersexuelle angeht, haben die KoalitionsverhandlerInnen Folgendes in den Vertrag geschrieben:

    “Sexuelle Identität respektieren

    Lebenspartnerschaften, Regenbogenfamilien

    Wir wissen, dass in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften Werte gelebt werden, die grundlegend für unsere Gesellschaft sind. Wir werden darauf hinwirken, dass bestehende Diskriminierungen von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften und von Menschen auf Grund ihrer sexuellen Identität in allen gesellschaftlichen Bereichen beendet werden.

    Rechtliche Regelungen, die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften schlechter stellen, werden wir beseitigen. Bei Adoptionen werden wir das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Sukzessivadoption zügig umsetzen.

    Die Arbeit der ‘Bundesstiftung Magnus Hirschfeld’ werden wir weiter fördern.

    Wir verurteilen Homophobie und Transphobie und werden entschieden dagegen vorgehen. Wir werden den ‘Nationalen Aktionsplan der Bundesrepublik Deutschland zur Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und darauf bezogene Intoleranz’ um das Thema Homo- und Transphobie erweitern.

    Die durch die Änderung des Personenstandrechts für intersexuelle Menschen erzielten Verbesserungen werden wir evaluieren und gegebenenfalls ausbauen und die besondere Situation von trans- und intersexuellen Menschen in den Fokus nehmen.”

    Die HOSI Linz nimmt dies zum Anlass, die VerhandlerInnen von SPÖ und ÖVP in Wien aufzufordern, sich ebenfalls Gedanken zur weiteren rechtlichen Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Trans- und Intersexuellen zu machen. Es kann nicht sein, dass eine mutlose Politik immer erst Höchstgerichte braucht, um die längst überfällige rechtliche Gleichbehandlung scheibchenweise umzusetzen.

    „Die umgehende Gleichstellung aller Lebensformen ohne Wenn und Aber ist Gebot der Stunde und für uns eine Conditio sine qua non für eine künftige Bundesregierung. Wir erwarten uns, dass die beiden Koalitionspartner sich endlich darauf einigen können, die kleingeistigen und ideologischen Vorbehalte hinter sich lassen und der gesellschaftspolitischen Moderne die Tür öffnen!“, erklärt Rainer Bartel, Vereinssprecher der HOSI Linz, und verweist auf die immer noch gut 40 diskriminierenden Bestimmungen für eingetragene PartnerInnenschaften im Vergleich zu Eherecht

    Siehe auch: http://www.rklambda.at/dokumente/publikationen/2013RKL_EPG_AbweichungenvomEherecht_V7_August2013.pdf

    Für die HOSI Linz

    gez. Dr. Rainer Bartel, Vereinssprecher

    Linz, den 06.12.2013

  • PRISMA am Titelblatt der Bezirksrundschau

    PRISMA am Titelblatt der Bezirksrundschau

    Neuer HOSI Treff in Ried schafft es auf die Titelseite der Bezirksrundschau Perg!

    Am 28.10.2013 veröffentlichte die Bezirksrundschau in Perg eine Artikel zu unserem neuen Treff in Ried in der Riedmark. Zu unserer großen Freude, wurde der Artikel sehr präsent in der Zeitung veröffentlicht. Das Titelblatt sowie die ersten zwei Seiten der Bezirksrundschau wurden unserem Treff in Ried gewidmet. Hier der Link: http://www.meinbezirk.at/epaper/bezirksrundschau-perg-ausgabe-482013-e10387.html

    Ein sichtbares Zeichen an die Gesellschaft

    Mit diesem Artikel haben wir ein sichtarbes Zeichen an die EinwohnerInnen im Bezirk Perg gesetzt. Gerade in den ländlichen Regionen ist es noch besonders wichtig, die EinwohnerInnen über das Thema Homosexualität aufzuklären und sie zu sensibilisieren. Das der Bericht nicht übersehen wurde, haben wir aufgrund einiger Erfahrungsberichte unserer FreundInnen aus Ried in der Riedmark erfahren dürfen.

    Vorurteile sind leider immer noch sehr präsent

    Kommentare wie “Die haben doch alle AIDS” oder “Die sind doch alle nicht normal” waren einige Reaktionen. Hier wurde wieder sehr deutlich, dass sicher noch einiges an Aufklärungsarbeit notwendig sein wird, damit die Leute ihre Vorurteile und ihre unbegründete Angst vor Schwulen und Lesben abbauen können. Mit dem PRISMA Treff setzen wir damit den ersten Schritt in die richtige Richtung. Wir wollen wünschen uns eine stärkere Diskussion über die Vorurteile im Perg.

    PRISMA am Rieder Weihnachtsmarkt

    Der nächste PRISMA Treff findet am Samstag, den 14.12.2013 statt. Passend zur Vorweihnachtszeit besuchen wir zunächst den Rieder Weihnachtsmarkt. Wir treffen uns um 17:30 Uhr vor dem Friedhofseingang und gehen dann gemeinsam Punsch trinken. Damit ihr uns auch erkennt, werden wir wir uns eine Weihnachtsmütze aufsetzen Danach werden wir ab 19:30 Uhr wieder beim Gasthof Sethaler einkehren und dort einen netten Abend verbringen. Es erwarten euch wie immer viele liebe Leute, ganz viel Gemütlichkeit und jede Menge Spaß!

    Wir freuen uns schon wieder auf euer Kommen!

  • AIDS ist behandelbar, bleibt aber tödlich!

    AIDS ist behandelbar, bleibt aber tödlich!

    HOSI Linz ruft anlässlich des Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember zu mehr Engagement, Aufklärung und Finanzmittel im Kampf gegen HIV und AIDS auf.

    • Mehr Aufklärung bei Jugendlichen
    • Mehr Prävention bei Heterosexuellen
    • Mehr Geld für die Präventions- und Aufklärungsarbeit

    Linz (HOSI): Der seit 1988 stattfindende Welt-AIDS-Tag steht auch 2013 wiederum unter dem Zeichen jährlich steigender Zahlen der Neuinfektionen. Nachdem aus den meisten Industrienationen seit Jahren gleichbleibende oder rückläufige Zahlen betreffend die Neuinfektionen mit HIV gemeldet werden, sinken diese heuer voraussichtlich auch in Österreich erstmals seit Jahren wieder unter die Zahl 500. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2013 wurden 360 Neudiagnosen gestellt.

    In Westeuropa ist die Zahl der AIDS-Fälle seit 2006 kontinuierlich zurückgegangen und lag 2012 bereits fast 50 Prozent unter dem Niveau von 2006. In Osteuropa nahm die Zahl der neu diagnostizierten Aids-Fälle dagegen um 113 Prozent zu. Weltweit sind mehr als 35 Millionen Menschen mit HIV infiziert, ein Großteil davon in afrikanischen Ländern südlich der Sahara. In Österreich wird die Zahl der Neuinfektionen in diesem Jahr laut Hochrechnung bis Ende des Jahres auf 480 steigen und damit erstmals seit Jahren unter der Grenze von 500 Neuinfektionen bleiben. In Österreich leben zurzeit schätzungsweise 12.000 bis 15.000 Menschen mit dem HI-Virus.

    Zahlen in Oberösterreich steigen weiter an

    Entgegen diesem Trend steigen die Zahlen in Oberösterreich weiter an. In Oberösterreich wird es bis zum Ende des Jahres 41 Neuinfektionen geben (2012: 37). „AIDS ist nach wie vor eine tödliche Krankheit – eine Heilung ist noch immer nicht möglich. Allerdings kann inzwischen durch Antiretrovirale Therapien das Virus über Jahre hinweg in Schach gehalten und so ein Ausbrechen der Krankheit verhindert werden. Mit entsprechenden Medikamenten-Cocktails können HIV-positiv getestete Menschen inzwischen ein halbwegs normales Leben führen“, erklärt HOSI-Vereinssprecher Rainer Bartel.

    „Die weitverbreitete Kondommüdigkeit bei jungen Männern führt zu einer deutlichen Zunahme der Infektionen. Kein Wunder, wenn dann 30 Prozent der Neuinfektionen Frauen betreffen. HIV hat die heterosexuelle Bevölkerung jetzt endgültig erreicht. Jedes unverantwortliche Handeln kann das eigene Leben, aber auch Existenzen anderer zerstören“, so Bartel weiter.

    Rechtzeitige HIV-Testungen sind die Basis für die Gesundheit

    Eine frühe Therapie ist nicht nur für die Gesundheit der Patienten sehr wichtig, sondern könne auch die Weitergabe der HIV-Infektion verhindern. Daher sei es immens wichtig, sich testen zu lassen um so den HI-Status zu kennen. Bartel verweist in diesem Zusammenhang auf die europaweiten HIV-Testwochen, die noch bis heute auch in Österreich stattfinden und in deren Rahmen beispielsweise durch die AIDSHilfe Oberösterreich spezielle Test-Aktionen angeboten werden.

    Mehr Finanzmittel für Prävention und Aufklärungsmaßnahmen

    Bartel fordert einmal mehr Land und Bund auf, den Kampf gegen HIV und AIDS wieder stärker zu unterstützen und insbesondere höhere Finanzmittel für Aufklärungsarbeit bereit zu stellen. „Kürzungen der staatlichen Mittel für Aufklärungskampagnen und andere Präventionsmaßnahmen, aber auch kürzungsbedingte Personalreduktion in den AIDS-Hilfen und anderen in Prävention und Betreuung engagierte Organisationen gehen in die völlig falsche Richtung. Aufklärung gerade bei den jungen Leuten muss intensiviert werden, um so das Verständnis und Bewusstsein im Umgang mit den Gefahren zu schaffen.“ Ein enormer Informationsbedarf bestehe auch immer noch in den Schulen, zumal Untersuchungen der WHO gerade bei Jugendlichen einen Anstieg der Todesfälle durch AIDS um 50% gegenüber 2005 zeigen. HIV und AIDS müssen daher verstärkt in den Lehrplänen verankert werden. Neben dem Austausch über Risikoverhalten und notwendigen Schutz sei es notwendiger denn je, auch den Blick auf die Betroffenen zu richten, die immer noch mit Ausgrenzung zu kämpfen haben.

    Für die HOSI Linz

    gez. Dr. Rainer Bartel, Vereinssprecher

    Linz, den 29.11.2013

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