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  • Christopher Street Day 2014

    Christopher Street Day 2014

    45 Jahre danach und ein bisschen leise!
    Stilles Gedenken in Linz und Oberösterreich!Die HOSI Linz warnt vor reaktionärem Gegenwind gegen Gay Pride!Linz (HOSI): Der diesjährige Christopher Street Day (CSD) wird in Linz und Oberösterreich wieder ziemlich still begangen. Die Regenbogen-Paraden oder sonstigen bunten und schrillen Veranstaltungen, historisch aus den Protesten gegen Heteronormativität und Homophobie entstanden, prägen schon längst das Jahresprogramm der schwul-lesbischen Community in anderen Städten.„Nüchterne Vorträge und Diskussionen leisten einen unvergleichlich geringeren Beitrag zu Aufklärung, Problembewusstsein und konstruktiver Auseinandersetzung in der breiten Öffentlichkeit. Leider ist es in Hinsicht auf öffentliche Sichtbarkeit in Linz still geworden. Gab es 2009 bis 2011 noch großartige Straßenfeste, geht seither der CSD in Linz spurlos vorüber. Die HOSI Linz ist zwar die Organisation der parteifreien Lesben- und Schwulenbewegung in Oberösterreich, aber sie kann sich Veranstaltungen mit Breitenwirkung und allgemeiner Aufmerksamkeit einfach nicht mehr finanziell leisten. Wir müssen froh sein, durch Mitgliedsbeiträge und Spenden die Miete für unser winziges, im Tiefparterre gelegenes und mühsam renoviertes Vereinslokal in der Goethestraße 51 sowie einen Minimalaufwand für Informationsarbeit aufzubringen“, stellt Vereinssprecher Rainer Bartel fest.

    Insgesamt verschlechternde Situation für Lesben und Schwule

    „Dabei gibt es selbst heutzutage noch viel zu tun für die faktische Umsetzung der persönlichen Grund- und Freiheitsrechte für gleichgeschlechtlich liebende Menschen. Gerade in den letzten Jahren sehen wir tatsächlich weltweit eine sich insgesamt verschlechternde Situation für Lesben und Schwule. Das ist die Folge einer gezielten und gesteuerten Reaktion ultrakonservativer Kreise gegen den sozialen Fortschritt für gleichgeschlechtliche Lebensweisen“, führt Bartel aus.

    „Immerhin geht die ‚Organization for Refuge, Asylum and Migration (ORAM)‘ davon aus, dass weltweit über 175 Millionen Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung oder Identität in Bedrohung leben müssen, sei es durch staatliche Repression oder den Bauch der Gesellschaft. Hierzulande sind Lesben und Schwule nicht ernsthaft bedroht. Leider zeigen sich aber erste Anzeichen, dass der Reaktionismus auch auf unser Land überschwappen könnte. Conchita Wurst ist ein starkes Zeichen und ein großer Ansporn für unsere Bewegung, aber sie kann den Fortschritt nicht im Alleingang erzielen. Am CSD, dem Christopher Street Day, hätten wir gern die Möglichkeit, allgemein gehört und gesehen zu werden und unseren Gay Pride öffentlich zu machen“, folgert Bartel.

    Vor 45 Jahren, in den frühen Morgenstunden des 28. Juni 1969, kam es zum ersten Widerstand von Lesben und Schwulen gegen die Willkür und Gewalt der New Yorker Polizei. Dieses „gallische Dorf“ war das Greenwich Village in Süd-Manhattan, New York City. Vom subkulturellen Szenelokal ‚Stonewall Inn‘ gingen zweitägige Straßenkrawalle aus, in denen es zu Verletzungen ausschließlich auf Seiten der Protestierenden kam.

    Gay Pride ist die Essenz für Selbstermächtigung und Emanzipation

    „Es ist immerhin eine charmante und bezeichnende, wenn auch nicht gerade begeisternde Parallele, dass das subkulturelle Stonewall Inn dem derzeitigen Souterrain-Domizil der HOSI Linz recht ähnelt“, merkt Bartel an.

    Die Stonewall Riots bewirkten immerhin ein wesentlich gesteigertes Selbstbewusstsein der Lesben und Schwulen und eine erstmals nachhaltige Erstarkung der Lesben- und Schwulenbewegung. Allmählich breiteten sich Selbstbewusstsein und Sichtbarkeit von homosexueller Orientierung über weite Teile der Welt aus. Die heute schon traditionellen Regenbogenparaden, die Gay Pride Parades, sind Folge der „Siegesfeiern“ der damaligen LesBiGay Community, Ausdruck von persönlicher Freiheit der Lebensführung und Protest gegen konservative Bevormundung bis reaktionäre Repression.

    „Gay Pride ist die Essenz für Selbstermächtigung und Emanzipation von Lesben und Schwulen in einer weltweiten Allianz. Diese Solidarität ist auch nötig, sehen wir uns in der Welt um, aber auch in Europa und Österreich“, resümiert der Vereinssprecher.

    Für die HOSI Linz

    gez. Dr. Rainer Bartel, Vereinssprecher

    Linz, den 26.06.2014

  • AllesKlar – Jugendgruppe YOUnited drehte einen Kurzfilm

    AllesKlar – Jugendgruppe YOUnited drehte einen Kurzfilm

    Queere Jugendgruppe YOUnited drehte einen Kurzfilm über Klischees in der Community für Schwule, Lesben, Bisexuelle und Trans*-Personen

    Dortmund/Linz – 06. Juni 2014. “Und wieder ein Abend in dieser gottverdammten Bar”. Mit diesen Worten beginnt der Kurzfilm “#AllesKlar?”, den die queere Jugendgruppe YOUnited aus Linz am vergangenen Wochenende produziert hat. In ihm geht um die Klischees, die nicht nur Heterosexuelle über Schwule, Lesben, Bisexuelle und Trans*-Personen in den Köpfen tragen, sondern die auch in der Community immer wieder aufeinander projiziert werden.

    “Wir wollen einen Denkanstoß geben, gegen das Schubladendenken. ‘Kanne es eigentlich sein, dass es vielleicht anders ist?’ treibt uns als Frage an”, erklärt Anna (18) die Idee des Films. In ihm spinnt ein schwuler Barkeeper zu jedem Gast eine ganz eigene, vorurteilsbehaftete Geschichte – vom lesbischen Pärchen bis zum einsamen, schwulen Versager.

    Gedreht hat die Gruppe zwischen 18 und 21 Jahren ihren Film in der HOSI Linz. Zwei Tage lang haben sie gewerkelt – von der Ideenentwicklung über den Dreh bis zum Rohschnitt. Herausgekommen sind knackige 3:40. Sie sind ab sofort auf YouTube zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=xjCoh4zK6No

    Dass der Kurzfilmworkshop stattgefunden hat, ist Nino Steiner zu verdanken. Er leitet die Jugendgruppe und hat den Workshop nach Linz geholt. “Ich habe einen Kurzfilm von queerblick auf Facebook gesehen und dort kommentiert. Einige Postings später war ich mit Falk von queerblick in Kontakt”.

    queerblick e.V. heißt der Verein, der den Kurzfilmworkshop für die sieben Jugendlichen aus Oberösterreich kostenlos angeboten hat. Medientrainer Falk Steinborn und sein Team reisen für diese Workshops bereits seit längerem zu Jugendgruppe in ganz Deutschland. Der Workshop in Linz ist allerdings der erst in Österreich.

    “Weitere dürfen gern folgen”, sagt Falk und freut sich über Zuschriften von anderen Jugendgruppen unter [email protected]. Den nächsten queerblick-Kurzfilmworkshop in Österreich gibt’s übrigens beim queeren Summermeeting am Atternsee im August.

    Fotos: http://bit.ly/queerblick-Fotos.  Quelle www.queerblick.tv angeben.

    Infos zu den Workshops: http://queerblick.tv/?page_id=27

    Infos zu YOUnited

     

  • IDAHO 2014 – International Day Against Homophobia

    IDAHO 2014 – International Day Against Homophobia

    Wir sind nicht aufzuhalten!

    Die HOSI Linz ist zum heurigen Tag gegen Homophobie zuversichtlich über eine baldige Gleichberechtigung zwischen Homo- und Heterosexuellen.Linz (HOSI): „Der Internationale Tag gegen Homophobie ist dieses Jahr etwas Besonderes in Österreich. Zuerst haben neue Regierungsmitglieder aus der ÖVP signalisiert, für Forderungen der Lesben und Schwulen Sympathie zu hegen. Regierungsmitglieder aus der SPÖ bekräftigten erneut, für die Gleichstellung der Lesben und Schwulen mit den Heterosexuellen nach wie vor bereit zu sein. Der Bann scheint gebrochen. Mit dem Elan von Conchita Wurst – Motto: ‚We are unstoppable!‘ – wird nun die Lesben- und Schwulenbewegung auf der Erfolgswelle der ‚Queen of Austria‘ weiterreiten“, formuliert Rainer Bartel, Vereinssprecher der HOSI Linz.      „Wir von der HOSI Linz als die Lesben- und Schwulenbewegung in Oberösterreich vertreten die gesellschaftlichen Interessen unserer gleichgeschlechtlich liebenden Menschen freilich auf allen föderalen Ebenen“, erklärt Bartel und fügt hinzu, dass anlässlich des IDAHO die HOSI Linz öffentlich, nachdrücklich und selbstbewusst nochmals ihre Forderungen bekräftige:

    1. Im Strafrecht ist ein ebenso wirksamer Schutz für Lesben und Schwule vor Verhetzung einzurichten, wie er für andere Bevölkerungsgruppen bereits besteht.
    2. Das Strafgesetz soll eine besondere Bestrafung von Hassverbrechen vorsehen, wie sie auch gegen Lesben und Schwule vorkommen, um eine generell präventive Wirkung zu erzielen.
    3. Ein Diskriminierungsverbot bzw. ein Nichtdiskriminierungsgebot hinsichtlich des freien Zugangs von Lesben und Schwulen zur Waren und Dienstleistungen soll eingeführt werden, damit diese Bevölkerungsgruppe im Bereich der Wirtschaft und Märkte nicht länger als Menschen zweiter Klasse behandelt werden kann.
    4. Verbesserungen der Eingetragenen Partnerschaft (EP) sind aus Gerechtigkeitsgründen zu verwirklichen, da Unterschiede zur staatlichen Ehe sachlich nicht zu rechtfertigen sind. Die dafür erforderlichen Verbesserungen sollen die symbolischen Diskriminierungen verbieten (insbesondere das Standesamt statt der Bezirksverwaltungsbehörde zuständig machen), die faktische Gleichbehandlung der Witwen und Witwer aus einer EP garantieren sowie die Benachteiligungen betreffend die Kinder in EP aufheben und dadurch speziell die Adoption von Kindern als gleichgeschlechtliches Paar in einer EP ermöglichen („Fremdkindadoption“) ebenso wie die Mitversicherung des Kindes des Partners oder der Partnerin einführen, den Pflegeurlaub und die Hospizkarenz ohne diskriminierende Einschränkungen vorsehen und die Übernahme einer gemeinsamen Pflegeelternschaft nicht mehr ausschließen.
    5. Die EP soll auch für heterosexuelle Paare offen sein, ebenso wie die zivile Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet sein soll.
    6. Ergänzend verlangen wir, aktive Maßnahmen seitens der zuständigen staatlichen Stellen zur verbesserten gesellschaftlichen Integration sicherzustellen. Diese wären insbesondere eine geeignete Subventionierung der Informations- und Bildungsarbeit der Homosexuellenorganisationen in ganz Österreich, eine offizielle Broschüre der Republik Österreich zum Umgang zwischen heterosexuellen und homosexuellen Menschen, spezielle Unterrichtsbehelfe für LehrerInnen zum Unterricht in Pflichtschulden und im sekundären Bildungsbereich sowie Maßnahmen zur besonderen einschlägigen Sensibilisierung in Polizei und Bundesheer in Zusammenarbeit mit Homosexuellenorganisationen in ganz Österreich.

    „Rechtliche Diskriminierungen sind sämtlich und umgehend abzuschaffen, da ansonsten der Staat ein schlechtes Beispiel für seine Bürgerinnen und Bürger abgibt und der Homophobie Vorschub leistet, statt sie zum Verschwinden zu bringen. Aber der Fortschritt scheint kaum mehr aufzuhalten. Dieser Erfolg ist auch deshalb sehr wichtig, weil wir damit ein staatspolitisch gutes Vorbild für andere Länder, ihre Menschen und ihre Regierungen abgeben, wo durch extremistische Anschauungen die Lage der Lesben und Schwulen äußerst problematisch bis lebensgefährlich ist“, schließt Bartel.

    Für die HOSI Linz
    gez. Dr. Rainer Bartel, Vereinssprecher
    Linz, den 16.05.2014

  • Conchita Wurst rockt Europa! HOSI Linz gratuliert

    Conchita Wurst rockt Europa! HOSI Linz gratuliert

    Like a Phoenix

    Angefeindet und angepöbelt wurde Conchita Wurst in den letzten Monaten zur Genüge – sogar noch bis kurz vor ihrem ersten Auftritt in Kopenhagen. Dennoch hat sie das schier Undenkbare Wirklichkeit werden lassen. Erstmals seit 1966 gewinnt Österreich wieder den Eurovision Song Contest.Linz (HOSI): Conchita Wurst hat sich allen Widerständen zum Trotz durchgesetzt: „We are unity – we are unstoppable – you know who you are“, meinte sie in einer ersten Reaktion auf ihren Sieg. Und besser hätte man es vermutlich auch nicht formulieren können, denn der Sieg von Conchita Wurst bewirkt jedenfalls etwas in Österreich, ja in ganz Europa!„Österreich und Europa sind toleranter geworden gestern Abend“, meint Rainer Bartel, Vereinssprecher der HOSI Linz. „Conchita Wurst hat ganz Europa nicht nur mit ihrer Stimme und ihrem gelungen Auftritt überzeugt, sondern damit auch ein Zeichen für Toleranz und Akzeptanz gesetzt. Dass sie sogar aus Russland fünf Punkte erhalten hat, ist ein schönes Zeichen für ein Land, in dem Lesben und Schwule seit kurzem wieder verfolgt werden.“ In einem Interview nach der Show nahm Conchita Wurst daher auch konkret Bezug auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin und dessen homosexuellenfeindliche Gesetzgebung: „Ich weiß nicht, ob er zuguckt. Aber falls ja, sage ich ganz klar: Wir sind unaufhaltbar.“

    Dieses Signal der Hoffnung und Toleranz, das Conchita Wurst aus Kopenhagen nach ganz Europa gesendet hat, ist umso wichtiger am Vorabend der internationalen Befreiungsfeier in der Gedenkstätte Mauthausen, die erst vor wenigen Tagen neuerlich mit Nazi-Parolen beschmiert wurde. Der Sieg der regenbogenbunten Kunstfigur Conchita Wurst beim Eurovision Song Contest 2014 macht Hoffnung, dass sich die zunehmend verschlechternde Menschenrechtslage in vielen Staaten nicht die Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger hat, die manche Regierungen meinen. „Conchita Wurst hat mit ihrem Erfolg der Vielfalt und Toleranz eine starke Stimme in Europa gegeben. Langfristig werden sich die Sehnsucht nach einer toleranten Gesellschaft und der Wunsch nach selbstbestimmten Leben und individueller Freiheit nicht aufhalten lassen. Die als gesellschaftspolitischer Rückschritt erscheinenden Tendenzen, Nationalismus, Rassismus und Homophobie, Ausgrenzung und Stigmatisierung von Minderheiten, politisch wie religiös motivierter Fanatismus und Populismus, werden keine Zukunft haben. Die Menschen in Europa sind weiter – das zeigt der Sieg Conchita Wursts jedenfalls. Oder um es mit ihr zu sagen: ‚We are unstoppable‘, wir sind unaufhaltbar. Und dieses Signal freut uns umso mehr, wenn wir heute in Mauthausen der Opfer eines Systems gedenken, das genau jene Tendenzen zum Leitbild ihrer Politik gemacht hat“, so Bartel weiter.

    Eines sei jedenfalls gewiss: „Es war eine unvorstellbar großartige Nacht. Ein fulminantes Lied, ein starker Auftritt und die unglaublich starke Persönlichkeit haben Österreich ein neues Selbstverständnis gegeben. Danke Conchita Wurst! Dieser Erfolg gehört dir. Wir gratulieren herzlich!“

    Für die HOSI Linz
    gez. Dr. Rainer Bartel, Vereinssprecher
    Linz, den 11.05.2014

     

  • Bischof Laun ist Elchtest für Toleranz und Nervenstärke

    Bischof Laun ist Elchtest für Toleranz und Nervenstärke

    Meinungsfreiheit, die zu weit geht

    Die HOSI Linz hatte gehofft, dass generelle Verächtlichmachungen, wie sie der Verhetzungsparagraf des Strafrechts verbietet, auch gegen Homosexuelle verboten würden. Dazu hat sich aber der Gesetzgeber, trotz Drängens der HOSI Linz und anderer Organisationen, hierzulande noch immer nicht durchringen können. Nun bekommen wir die Rechnung präsentiert: einen harten Test auf Toleranz und Nervenstärke.

    Linz (HOSI): „Vieles soll in der Meinungsfreiheit Platz finden, aber nicht alles! Haltlose Behauptungen entgegenzutreten, die eine ganze Bevölkerungsgruppe zumindest diskreditieren, ist unsere Aufgabe als HOSI. Andererseits fragen wir uns immer wieder, ob wir hirnrissigen Behauptungen überhaupt Beachtung und noch mehr Öffentlichkeit schenken sollen“, führt der Vereinssprecher der HOSI Linz, Rainer Bartel, aus.

    „Ein Anlass wie der aktuelle Laun-Sager, der Homosexuellen pauschal eine höhere Neigung zum Kinderschänden attestiert, zeigt uns aber auch ganz allgemein einige wichtige Unzulänglichkeiten auf. Das Fehlen eines strafrechtlichen Verhetzungsschutzes für Homosexuelle ist schmerzlich und durch nichts zu rechtfertigen, sondern gesellschaftspolitisch kontraproduktiv. Besonderes Gewicht kommt einem notorischen Diskreditierer wie Weihbischof Andreas Laun deshalb zu, weil sein kirchliches Amt und seine Position als Akademiker ihm in weiten Teilen der Bevölkerung eine moralische und akademische Glaubwürdigkeit zukommen lassen, die ihm tatsächlich nicht zukommt – nicht in der gegenständlichen Frage. Laun befindet sich im Widerspruch zur ernstzunehmenden, will heißen von der Kirche unabhängigen Wissenschaft“, erklärt Bartel.

    „Wir fordern aus Anlass der jüngsten Ausfälle Launs erneut eine Ausdehnung des strafgesetzlichen Verhetzungsschutzes auf die Gruppe der Lesben und Schwulen. Es ist ganz schön nervig, diesen Blödsinn immer wieder hören zu müssen, aber das Bedenklichste dabei ist, dass durch Stimmungsmache à la Laun Homosexuelle in ihrer Persönlichkeitsentfaltung geschädigt werden und auch ihre Umwelt wieder ein Stück homophober wird. Hier wird für uns klar die Grenze der legitimen Meinungsfreiheit überschritten. Also müssen und wollen wir laut aufschreien. Schließlich wollen wir keine US-Verhältnisse, wo die evangelikalen Kirchen die Gesellschaftspolitik des Staates erheblich mitsteuern“, so Bartel abschließend.

    Für die HOSI Linz

    gez. Dr. Rainer Bartel, Vereinssprecher

    Linz, den 07.05.2014

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