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  • Abschied und Neustart

    Abschied und Neustart

    Wir verabschieden uns aus der Goethestraße – über 4 Jahre war das Kellerlokal in der Goethestraße 51 unser Zuhause und Mittelpunkt unseres Vereins. Jetzt wird es Zeit, zu neuen Ufern aufzubrechen! Wir sagen Dankeschön Goethestraße und feiern nochmals so richtig!

    Übersiedelung
    Wegen der Übersiedlung der HOSI Linz sind folgende Öffnungszeiten vorgesehen – wir bitten um Verständnis, wenn sich hier Änderungen ergeben:

    Goethestraße 51:
    Fr. 30.3.2018 ab 21:00 (wegen Übersiedlung geschlossen!!!)
    Sa. 31.3.2018 ab 21:00 Abschiedsparty
    Ab 1.4.2018 sind die bisherigen Räumlichkeiten in der Goethestraße geschlossen.

    Schillerstraße 49:
    Geplant: Sa. 7.4. Baustellenparty
    Mehr Details ab Ostern!

    Jede Hilfe ist willkommen: Wer mithelfen will, einfach auf der Facebookseite melden: https://www.facebook.com/hosilinz/

  • Internationaler Frauentag 2018

    Internationaler Frauentag 2018

    HOSI Linz unterstützt Frauentag und Frauenvolksbegehren

    Gleichberechtigung unbeschadet der sexuellen Orientierung und Identität ist eine Forderung, die ebenso offensichtlich und stark ist wie die nach Gleichberechtigung der Geschlechter. Beide Forderungen sind eigentlich Selbstverständlichkeiten, beruhen sie doch auf dem nicht zu rechtfertigenden Missbrauch menschlicher Geschlechtlichkeit, nämlich um Machtüberlegenheit zu entwickeln, das Machtgefälle egoistisch zu nutzen und die eigene Bevorteilung zu wahren. Es sind pure Gewohnheiten, bloße Vorurteile, längst überholte, aber immer noch verkrustete Normen in der Gesellschaft, die das Patriarchat – die Männerherrschaft – schützen und Frauen auf den zweiten Rang verweisen.

    Bei Lesben (und Schwulen) ist es speziell das gesellschaftliche Prinzip der Heteronormativität, das Diskriminierung ermöglicht. Es meint nicht nur den einmal mehr und einmal weniger starken Zwang, heterosexuell zu leben, sondern meint zugleich auch, das Patriarchat zu akzeptieren. Dabei verstößt die Heteronormativität – übersteigert ausgedrückt: die Zwangsheterosexualität – gegen das Grundrecht auf Privatheit und somit auch auf sexuelle Selbstbestimmung. Gerade in einer Zeit, wo reaktionäre Kräfte Grundrechtsinstitutionen angreifen werden und damit die Akzeptanz oberster Rechtsnormen und die Legitimität höchstgerichtlicher Erkenntnisse unterminieren, werden Aktionismus und Widerstand ganz besonders zur Pflicht. Wie sonst sollen sachliche Haltlosigkeiten effektiv und rasch haltlos gemacht werden?

    Geschlecht wird sogar biologisch konstruiert: einerseits skandalös, indem das Geschlecht von Kindern durch vorschnelle operative Eingriffe eindeutig gemacht wird, oft mit verheerenden Folgen, andererseits erfreulich, indem geschlechtsanpassende Operationen die Harmonie zwischen Psyche und Körper herstellen. Geschlecht wird aber sicherlich auch sozial konstruiert: Ein Mädchen hat mit dem zu spielen, das anzuziehen, sich so zu verhalten, hat eine Ehefrau zu werden und einen definierten Frauenberuf zu ergreifen – nichts Anderes soll infrage kommen.

    So schrieb der britische Sozial- und Wirtschaftswissenschafter Lord Robert Skidelsky jüngst, „Geschlecht wird zusehends als sozial konstruiert angesehen, und daher sollten Kinder ermutigt werden, ihr soziales Geschlecht selbst zu wählen“, denn „wirkliche Geschlechtergleichheit wird erst erreicht, wenn die Bildung von Vorlieben und Gewohnheiten nicht mehr Geschlechterklischees unterworfen sind“, und „es ist nur eine Frage der Zeit, dass das, was grundsätzlich akzeptiert ist, auch Praxis wird“ (https://www.socialeurope.eu/next-stage-womens-emancipation).

    Genau diese Emanzipation aus haltlosen, machtfestigenden, ungerechtfertigten Zwängen ist der fundamentale Zweck des Frauenvolksbegehrens ebenso wie des Aktivismus der HOSI Linz und ihrer Schwesterorganisationen. Speziell die Ehe für alle ist freilich hart umkämpft, denn für Konservative, Reaktionäre und RechtspopulistInnen wird mit der Öffnung der Ehe das bedeutendste der noch verbliebenen Bollwerke der Heteronormativität und somit des Patriarchats fallen.

    Harvey Milk, der erste offen schwule Bezirksstadtrat San Franciscos, konnte in den 1970ern seinen politischen Erfolg dadurch erringen, dass er diskriminierte Minderheiten aller Art solidarisch vereinte. Er machte ihnen klar, dass ihre jeweiligen Diskriminierungen systematisch zusammenhingen und es sich daher lohne, gemeinsam gegen das gesellschaftliche Ordnungsprinzip Diskriminierung einzutreten.

    Starke Werkzeuge für gesellschaftliche Zwänge sind Scham und Schande. Der bislang größte Erfolg der Frauenbewegung wie auch der Lesben- und Schwulenbewegung ist es, das offen selbstbewusste und selbstbestimmte Frausein, Lesbischsein oder Schwulsein immer mehr zu verbreiten, gesellschaftsfähig zu machen und Normalität werden zu lassen, es aus dem Mief von Scham und Schande, Abnormität und Verstecken herauszuholen. In diesem Sinn ist die Sichtbarkeit des frei gewählten Lebensstils von größter Bedeutung.

    Die Argumente sind auf unserer Seite, und bei der Umsetzung werden wir verständlicherweise immer ungeduldiger und fordernder. Es geht doch immerhin um Menschenrechte und Lebenszufriedenheit, konkret um nicht weniger als um zentrale Werte wie Freiheit, Solidarität und Chancengerechtigkeit, mit dem Ziel gesellschaftlichen Fortschritts.

    Freilich ist gesellschaftlicher Fortschritt vielfältig und divers interpretierbar. Doch dazu dienen die Grundrechte als Wegweiser, die konkreten Ziele als Argumente. Die Aufrechterhaltung der überkommenen Ordnung, Durchsetzung kirchlicher Gebote und Verbote sowie die Blut- und Bodenmentalität im Heimatbegriff sind konservative und rechtspopulistische, revisionistische und reaktionäre Elemente, aber nicht wirklich zu argumentierende Inhalte. Dagegen sind Selbstverwirklichung, liberale Demokratie und solidarische Gemeinschaft die schlagenden Argumente. In einem solchen Wertesystem hat Diskriminierung von Frauen, Lesben, Schwulen und anderen sozialen Gruppen sicher keinen Platz. Die Faktenlage ist daher immer wieder aufzuzeigen: sowohl die Ideale und Grundrechte als auch die Diskriminierungen und ihre Widersprüche zu den Zielvorstellungen.

    Weiterhin feiert die HOSI Linz den Frauentag, fördert sie die Emanzipation, bietet ihre Solidarität an und lädt ganz besonders Frauen ein, sich noch verstärkt am gemeinsamen Projekt zu beteiligen.

    Gez. Mag. Richard Steinmetz
    Vereinssprecher der HOSI Linz

    08.03.2018

    Party zum Internationalen Frauentag:

    Party zum Internationalen Frauentag

  • Crowdfunding-Kampagne abgeschlossen

    Crowdfunding-Kampagne abgeschlossen

    Die Crowdfunding-Aktion für das neue HOSI Zentrum ist abgeschlossen. Wir bedanken uns bei den 68 UnterstützerInnen und bei allen anderen SpenderInnen. Wir haben insgesamt € 5.398.- aufgebracht, das sind 54 Prozent. Wir sind grad am Planen einer Baustellenparty und einer Pre-Opening-Party, und informieren rechtzeitig darüber. Spenden per Zahlschein oder Überweisung sind natürlich auch weiterhin möglich:  Konto Homosexuelle Initiative Linz (HOSI Linz) bei der VKB Bank Kto.-Nr. 10711174 IBAN: AT76 1860 0000 1071 1174

    Wir sagen Danke für die tollen Supports. Jeder weitere Euro hilft uns!

    Das neue Zentrum der HOSI Linz soll Anlaufstelle, Beratungs-, Bildungs- und Kultureinrichtung und Treffpunkt für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender sowie FreundInnen werden.

    Infos zum Projekt:
    http://www.test.hosilinz.at/support-hosi/

    Crowdfunding-Plattform: www.indiegogo.com/projects/hosilinz

    Baustellenfotos: HOSI Linz NEU in der Schillerstraße (ab Dez. 2017) [slickr-flickr tag=”schillerstrasse-baustelle” items=”500″ type=”gallery]

  • Und wie nennen wir‘s jetzt?

    Und wie nennen wir‘s jetzt?

    Beim letzten HOSI-Treff haben wir beschlossen, Namensvorschläge für das neue Zentrum bzw. für die Bar in der Schillerstraße zu sammeln. Wer eine Idee hat (bitte auch mit kurzer Erklärung), diese direkt via Facebook an https://www.facebook.com/gerhard.niederleuthner als Nachricht schicken oder per Mail an [email protected]. Wir sammeln die Vorschläge und verwenden sie als Orientierungshilfe für die Namensfindung.

     

  • Verfassungsgerichtshof öffnet Ehe für Homosexuelle ab 2019

    Verfassungsgerichtshof öffnet Ehe für Homosexuelle ab 2019

    Der Verfassungsgerichtshof hat soeben den Weg für die “Ehe für alle”  freigegeben. Mit seinem Erkenntnis vom 04. Dezember 2017 hat das Höchstgericht die gesetzlichen Regelungen aufgehoben, die lesbischen und schwulen Paaren bislang den Zugang zur Ehe verwehrt haben. “Das ist ein Riesenerfolg und ein tolles Signal an die Welt, das wir feiern können! Endlich können Menschen, die zueinander stehen und für einander Verantwortung übernehmen wollen, das auch ohne Diskriminierung durch ein abweichendes Rechtsinstitut machen”, freut sich Vereinssprecher Richard Steinmetz.

    Der Gerichtshof begründet diesen Schritt mit dem Diskriminierungsverbot des Gleichheitsgrundsatzes. Die bestehende Regelung wird mit 31. Dezember 2018 aufgehoben, die Öffnung tritt daher mit 01. Jänner 2019 in Kraft. Gleichzeitig wird dann auch die eingetragene PartnerInnenschaft verschiedengeschlechtlichen Paaren offen stehen, sollte der Gesetzgeber bis dahin nicht anderes beschließen.

    “Es ist erfreulich, dass der Verfassungsgerichtshof in seiner Erkenntnis fest hält, dass unterschiedliche Rechtsinstitute für gleichgeschlechtliche und verschiedengeschlechtliche Paare eine unzulässige Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung darstellen. Rechtlich sind gleichgeschlechtliche und verschiedengeschlechtliche Paare – nicht zuletzt aufgrund langjährigen Drängens und intensiver Bemühungen aus verschiedensten Organisationen der Bewegung – ja mittlerweile weitgehend gleichgestellt“, so Steinmetz.

    Jetzt geht es um weitere Schritte – Ausweitung des Diskrimierungsschutzes, Trans-Rechte, und vieles mehr. “Es gibt noch viel zu tun. Aber heute ist erst einmal ein Tag, um zu feiern. Und um Danke zu sagen. Danke an alle AktivistInnen, UnterstützerInnen, FreundInnen – die Ausdauer und der konsequente Einsatz haben sich ausgezahlt”, zeigt sich Steinmetz erfreut.

    gez. Richard Steinmetz, Vereinssprecher der HOSI LINZ
    Linz, 05.12.2017

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