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  • Coming Out Day 2018

    Coming Out Day 2018

    Wir leben unser Leben – Und wir verlangen Gleichberechtigung!

    Linz (HOSI): „Unsere Gesellschaft ist weiter als ihr Gesetzgeber. Der Coming Out Day soll nicht nur die noch versteckten Lesben und Schwulen ermutigen, ihr Leben zu leben. Das offene Leben soll den Staat endlich zu wirksamen Gleichstellungsmaßnahmen veranlassen. Diese politische Agenda ist längst abzuschließen, am besten in einem Aufwaschen“, urteilt der Vereinssprecher der HOSI Linz, Richard Steinmetz, und listet die Forderungen auf.

    • Im Strafrecht ist ein wirksamer Schutz für Lesben und Schwule vor Verhetzung einzurichten. Für Hassverbrechen soll eine besondere Bestrafung vorgesehen werden.
    • Ein generelles Diskriminierungsverbot beim Zugang zu Waren und Dienstleistungen soll eingeführt werden, z.B. sollen Lesben und Schwule bei der Wohnungsvermietung nicht mehr benachteiligt werden dürfen.
    • Die Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes zur Eingetragenen Partner*innenschaft bzw. zur Öffnung der Ehe ist ohne Wenn und Aber vollinhaltlich umzusetzen.

    „Ergänzend verlangen wir von den zuständigen staatlichen Stellen aktive Maßnahmen zur verbesserten gesellschaftlichen Integration“, so Steinmetz weiter. Dazu gehören insbesondere eine geeignete Subventionierung der Informations- und Bildungsarbeit der Homosexuellenorganisationen in ganz Österreich, spezielle Unterrichtsbehelfe für Lehrer*innen zum Unterricht in Pflichtschulen und im sekundären Bildungsbereich sowie Maßnahmen zur Sensibilisierung von Polizei und Bundesheer in Zusammenarbeit mit Homosexuellenorganisationen in ganz Österreich.

    Der 11. Oktober ist seit 30 Jahren der Coming Out Day. Begangen wird er international in der Überzeugung, dass Sichtbarkeit das beste Mittel gegen Vorurteile und Ängste, Abneigung und Ausgrenzung sei. Offenheit im Sinn eines Nichtversteckens der gleichgeschlechtlichen Orientierung ist schon immer die Devise der Lesben- und Schwulenbewegung.

    „Wer die Mitmenschen kennt, wird sie nicht mehr vorverurteilen. Dieses Mittel erweist sich  recht wirksam. Doch zur Vollendung der Antidiskriminierung muss sich auch der Staat bewegen. Es kann nicht sein, dass Lesben und Schwule den Schritt wagen, offen ihr Leben zu leben – und es ist anfangs oft eine Überwindung dazu nötig –, und der Staat signalisiert hingegen durch seine Gesetzgebung, dass er es für vertretbar oder nötig hält, seine Staatsbürger*innen mit gleichgeschlechtlicher Orientierung schlechter zu behandeln“, kritisiert der HOSI-Vereinssprecher und schließt: „Coming Out soll kein persönliches Wagnis mehr darstellen!“

     gez. Mag. Richard Steinmetz
    Vereinssprecher der HOSI Linz

    Linz, 11.10.2018

  • 10. Oktober – Internationaler Tag gegen die Todesstrafe

    10. Oktober – Internationaler Tag gegen die Todesstrafe

    Immer noch werden in einigen Ländern vor allem schwule Männer mit der Todesstrafe bedroht. Und leider werden schwule Asylwerber mit unglaubwürdigen Begründungen in solche Länder abgeschoben. Die HOSI Linz ist über diese menschenrechtswidrige Praxis besorgt.

    Wir schreiben das Jahr 2018. Noch immer wird in 13 Ländern Homosexualität mit dem Tod bestraft. In Afghanistan, Irak, Iran, Jemen, Katar, Mauretanien, Pakistan, Saudi-Arabien, Sudan sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten, aber auch in Teilen von Nigeria, Somalia und Syrien werden auch 2018 noch Lesben und Schwule für ihre Liebe, für ihre Gefühle umgebracht.

    „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“, heißt es in Artikel 1 der Menschenrechtserklärung. Das gilt in diesen Ländern nicht für homosexuelle Menschen. Sie sind Gewalt, Verfolgung und Repressalien ausgesetzt und müssen um ihr Leben fürchten. Umso erbärmlicher sind die sich häufenden Meldungen von mehr als fragwürdigen Entscheidungen unserer Asylbehörden, die vor allem schwule Asylwerber mit fadenscheinigen bis hin zu klar diskriminierenden Begründungen abweisen und sie damit zurück schicken wollen in ihre Herkunftsländer, wo ihre körperliche Sicherheit und vielfach sogar ihr Leben bedroht ist.

    „Wir fordern zum internationalen Tag gegen die Todesstrafe insbesondere die ÖVP auf, sich ihrer christlich-sozialen Wurzeln zu besinnen und diese Praxis zu stoppen, Menschen in den sicheren Tod zu schicken“, erklärt Richard Steinmetz, Vereinssprecher der HOSI Linz.

    gez. Mag. Richard Steinmetz
    Vereinssprecher der HOSI Linz
    Linz, 09.10.2018

  • Ende des Kasperltheaters

    Ende des Kasperltheaters

    VfGH-Erkenntnis ist ohne Abstriche umzusetzen

    Die HOSI Linz fordert die Bundesregierung auf, die Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs zur Ehe-Öffnung vom Dezember 2017 ohne neue Diskriminierungen umzusetzen.

    Die FPÖ will, wie heute bekannt wurde, die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau mit dem klaren Willen, Kinder zu zeugen, festschreiben. Die eingetragene Partnerschaft soll jedenfalls für alle gelten, hieß es nach der dreitägigen Klubklausur in Frauenkirchen im Burgenland.

    Der VfGH hatte im Dezember 2017 die gesetzliche Regelung aufgehoben, die homosexuellen Paaren den Zugang zur Ehe verwehrt – und zwar per 31. Dezember 2018. Ab 1. Jänner 2019 können also auch gleichgeschlechtliche Paare heiraten und umgekehrt heterosexuelle Paare eine Eingetragene Partnerschaft eingehen, sollte der Gesetzgeber nicht anderes beschließen.

    „Der Umgang der Regierung mit der Erkenntnis des VfGH zur Ehe gleicht einem Kasperltheater“, erklärt der Vereinssprecher der HOSI Linz, Richard Steinmetz. „Diese Farce muss ein sofortiges Ende haben – dafür haben wir überhaupt kein Verständnis. Das Urteil des Verfassungsgerichts-hofs war eindeutig: Die Unterscheidung zwischen Ehe und Eingetragener Partnerschaft verletzt das Diskriminierungsverbot. Wenn die FPÖ jetzt versucht, gegen die Entscheidung des Höchstgerichts Gesetze zu beschließen, die einen „sachlich privilegierten“ Zustand für die Ehe schaffen, ist das eine Verhöhnung des Rechtsstaats. Nach Jahren des Blockierens müssten auch ÖVP und FPÖ einen glasklaren Entscheid des Verfassungsgerichts endlich zur Kenntnis nehmen“, so Steinmetz.

    Seites der HOSI Linz würden gegebenenfalls alle Bemühungen, ein solches neuerlich diskriminierendes Gesetz vor dem VfGH zu bekämpfen, unterstützt werden.

    gez. Mag. Richard Steinmetz
    Vereinssprecher der HOSI Linz

    Linz, 12.09.2018

  • Homophobe Gewalt: Dieses „neue“ Österreich ist eine Gefahr

    Homophobe Gewalt: Dieses „neue“ Österreich ist eine Gefahr

    Über den brutalen Überfall auf einen Mann in Wien, den die Täter für schwul hielten, zeigt sich die HOSI Linz entsetzt und erinnert daran, dass so etwas auch in Linz jederzeit der Fall sein könnte.

    Wie der Tageszeitung „Heute“ vom 30.08. entnommen werden kann, gab es in der Lerchenfelder Straße in Wien einen gewalttätigen Übergriff auf einen Mann, den die Täter für schwul hielten. Erst stehenbleibende Fahrzeuglenker*innen konnten den Angriff stoppen, bei dem das Opfer blaue Flecken und einen Schock erlitten hat.

    „Das erinnert leider nur zu deutlich an den brutalen Übergriff auf Alexander St. vergangenen Dezember in Linz“, erklärt Richard Steinmetz, Vereinssprecher der HOSI Linz. Damals war Alexander St. in der Linzer Altstadt schwer verprügelt worden, da sich einer der Täter angeblich belästigt gefühlt haben soll.

    „Auch die in den Medien zitierte Aussage der Wiener Täter, ‘Sollen wir dir zeigen, wie wir mit euch verfahren in unserem neuen Österreich’ ist mehr als erschreckend, offenbart sie doch eine neue Qualität der scheinbaren Legitimität solch homophober Übergriffe. Die Täter fühlen sich durch die zunehmende Polarisierung in der Gesellschaft, die auch durch die fortwährenden Wortmeldungen rechter Politiker*innen aller Ebenen weiter angeheizt wird, in ihrer Haltung bestätigt“, so Steinmetz weiter.

    „Umso wichtiger ist es, dass solche Übergriffe ausnahmslos zur Anzeige gebracht werden, damit den Täter*innen Einhalt geboten werden kann. Wir gehen davon aus, dass die Polizei sich diesen Fällen mit der gebotenen Sorgfalt und dem nötigen Fingerspitzengefühl widmet, damit Opfer homophober Übergriffe nicht zusätzlich traumatisiert werden“, so Steinmetz abschließend.

    Wer Opfer eines homophoben Übergriffs ist, kann sich auch an die Beratung der HOSI Linz wenden und sich hier Unterstützung holen.

    Telefonische Beratung und per Mail:
    Montag und Donnerstag (außer Feiertagen):
    20:00 bis 22:00 Uhr
    +43/(0)732/60 98 98-4
    [email protected]

    persönliche Beratung gegen Terminvereinbarung:
    Schillerstraße 49, 4020 Linz

    Mehr Informationen:
    http://www.test.hosilinz.at/beratung/

    gez. Mag. Richard Steinmetz
    Vereinssprecher der HOSI Linz

    Linz, 30.08.2018

  • Jetzt voten – Ort des Respekts

    Jetzt voten – Ort des Respekts

    Das „Projekt Schillerstraße – das neue Zentrum der HOSI Linz“ wurde beim Wettbewerb „Ort des Respekts“ nominiert und ist in der Shortlist. Bis zum 23.08.2018 können User*innen für das Projekt voten.

    Mach‘ mit und unterstütz‘ uns: Direkt auf die Projektseite gehen: https://www.respekt.net/projekte-unterstuetzen/details/projekt/1684/

    In der rechten Navigation: Button „Für dieses Projekt voten“ klicken. Am besten über FB Account anmelden (Bei Anmeldung mit Benutzer*innen Namen und Mail, muss die Anmeldung bestätigt werden. Hinweis: die Plattform ist hier leider nicht gut programmiert – es ist nicht erkennbar, wann du angemeldet bis!) Anmelden via Facebook: den „FB Register“-Button klicken. Deinen FB-Namen und Passwort eingeben. Die Projekte werden nach Votings gereiht, die HOSI scheint als „Projekt Schillerstraße – das neue Zentrum der…“ auf. Unter dem Projekt Button „Für dieses Projekt voten“ klicken. Danke.

    Infos zum Wettbewerb „Orte des Respekts“

    Aus 244 Projekte wurden 88 Projekte auf die Shortlist der „Orte des Respekts“ ausgewählt. Das „Projekt Schillerstraße – das neue Zentrum der HOSI Linz“ ist auch in der Shortlist enthalten. Der Wettbewerb “Orte des Respekts” zeichnet Menschen und Initiativen aus, die durch Eigeninitiative und Engagement die Zivilgesellschaft nachhaltig gestalten und stärken und das Zusammenleben in Österreich unterstützen. Die Initiativen werden auf der Crowdfunding-Plattform Respekt.net öffentlich sichtbar gemacht. Von 09.08.-23.08. findet das Communityvoting statt. Hier können User*innen für das Lieblingsprojekt abstimmen und die Initiative im weiteren Verlauf des Wettbewerbs unterstützen. Die Anzahl der Votings wird bei der finalen Jurysitzung am 03.09. miteinbezogen. Infos: Respekt.net oder ortedesrespekts.at

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