Kategorie: Presseaussendungen

  • Geschafft! Ein neues Zentrum!

    Geschafft! Ein neues Zentrum!

    HOSI Linz eröffnet neue Räumlichkeiten

    Die Schillerstraße 49 ist ab sofort das neue Domizil der HOSI Linz – geeignet für Beratung und Selbsthilfegruppen, Kommunikation und Integration, Bildung und Kultur.

    Nach langer Suche und gewaltigen Anstrengungen der ehrenamtlichen AktivstInnen und vieler SpenderInnen verfügt die HOSI Linz endlich wieder über ein geeignetes Vereinszentrum. Als eine der Komponenten im gemeinnützigen Gesamtangebot der HOSI Linz gibt es nun auch ein kommerzielles Vereinslokal, das „forty nine“; benannt nach der neuen Adresse in der Schillerstraße 49. Diesen Samstag ist es so weit: die Eröffnungsparty kann ab 21 Uhr im „forty nine“ stattfinden!

    In den neuen Räumlichkeiten kann der Vereinszweck nun endlich wieder gut erfüllt werden: Information, Beratung und Gemeinschaft zu bieten – in allen Fragen rund um die sexuelle Orientierung und Identität.

    Das Gesamtkonzept der HOSI Linz – sie versteht sich als Kristallisationspunkt der politisch unabhängigen lesbisch/schwulen Bewegung in Oberösterreich – ist sehr breit gefasst. Dazu bedarf es auch einer für die zahlreichen Aktivitäten passenden räumlichen Infrastruktur.

    Das Schlagwort „Information“ steht für eine umfassende Aufklärung, die sich an die breite Öffentlichkeit richtet. Die Themenführerschaft im einschlägigen Bereich erfolgt nicht nur im Wege sozialer Medien, sondern sieht auch fachliche Vorträge und Workshops sowie gesellschaftspolitische Diskussionen vor. Denn der persönliche Austausch zählt und baut Vorurteile und Barrieren wirksamer ab. Dafür sind Fremdanmietungen in jeder Hinsicht zu aufwändig.

    Durch Sichtbarkeit kann Integration in die Gesamtbevölkerung gelingen, und darum ist gute Sichtbarkeit wie in der Schillerstraße 49 so wichtig.

    Das Stichwort „Beratung“ meint nicht nur das persönliche Vieraugengespräch, sondern auch eine je nach Problemlage kürzere oder längere Begleitung der KlientInnen, die sich in HOSI-Gruppen wie der Jugendgruppe YOUnited oder der Frauengruppe Lesbresso und in gemeinsamen Festivitäten fortsetzen kann. Soziale Integration in die Community ist hier das Ziel. Dazu braucht es Räumlichkeiten, die die dortigen Aktivitäten nicht abwerten, sondern eine kleine Heimat schaffen. Etwa Beratungsgespräche in schmuddeligen Barräumen oder kafkaesken Bürolöchern und Hinterzimmern kommen nicht gut an und sind natürlich auch weniger wirksam.

    Die Qualität von „Gemeinschaft“, dem dritten HOSI-Schlagwort, hängt stark von den gegebenen Möglichkeiten ab. Es geht gerade in gesellschaftlichen Randbereichen ganz zentral um Identitätsfindung und -festigung, Selbstsicherheit und ein integratives Lebensumfeld. Das kann mit Festveranstaltungen genauso erreicht werden wie mit Kulturveranstaltungen und Infotainment – aber eben nicht in einem feuchten Kellerloch.

    Freilich war unser Kellerloch in der Goethestraße (2014-2018) besser als keine Räumlichkeit (2013-2014), mit Beratungsgesprächen auf der Straße oder in Kaffeehäusern. Die Bibliothek, das Archiv, diverse Gerätschaften der HOSI Linz mussten in beiden Fällen (2013-2018) auf Keller verteilt werden und ungenutzt bleiben.

    Das neue Zentrum in der Schillerstraße ist drei Mal so groß wie das Kellerlokal in der Goethestraße, ist ebenerdig, hell und freundlich und auch einigermaßen behindertengerecht. Freilich kann es sich aber nicht mit dem längst verflossenen HOSI-Haus in der Fabrikstraße (2009-2012) messen, das die Stadt mit Unterstützung des Landes der HOSI hatte erbauen lassen – bevor die Förderungen fast versiegten, die Betriebskosten sich vervielfachten und das Vorzeigeprojekt aufgegeben werden musste.

    Der gegen Ende letzten Jahres neu gewählte Vorstand stand von Anfang an voll hinter dem Projekt Schillerstraße und dankt daher ganz herzlich allen AktivistInnen für die gigantische Arbeit, die in die Schillerstraße 49 gesteckt worden ist, und den zahlreichen UnterstützerInnen, die eine geeignete Infrastruktur für die HOSI mit ihren Spenden erst ermöglicht haben. Leider war es trotz Bemühungen seit dem vergangenen Sommer bislang nicht möglich, von Stadt Linz und Land Oberösterreich auch nur einen einzigen Euro für dieses Leuchtturmprojekt der Lesben- und Schwulenbewegung in Oberösterreich zu erhalten. Das „forty nine“ soll nun aus seinen Gewinnen die gemeinnützigen Leistungen der HOSI mitfinanzieren. Jede weitere Unterstützung ist wichtig und richtig.

    Das neue HOSI-Zentrum in der Schillerstraße 49 mit seinem Lokal „forty nine“ wird das Motto der HOSI Linz effektiv umsetzen helfen: Lebe dein Leben!

    gez. Mag. Richard Steinmetz
    Vereinssprecher der HOSI Linz

    Linz, 20.04.2018

  • Internationaler Frauentag 2018

    Internationaler Frauentag 2018

    HOSI Linz unterstützt Frauentag und Frauenvolksbegehren

    Gleichberechtigung unbeschadet der sexuellen Orientierung und Identität ist eine Forderung, die ebenso offensichtlich und stark ist wie die nach Gleichberechtigung der Geschlechter. Beide Forderungen sind eigentlich Selbstverständlichkeiten, beruhen sie doch auf dem nicht zu rechtfertigenden Missbrauch menschlicher Geschlechtlichkeit, nämlich um Machtüberlegenheit zu entwickeln, das Machtgefälle egoistisch zu nutzen und die eigene Bevorteilung zu wahren. Es sind pure Gewohnheiten, bloße Vorurteile, längst überholte, aber immer noch verkrustete Normen in der Gesellschaft, die das Patriarchat – die Männerherrschaft – schützen und Frauen auf den zweiten Rang verweisen.

    Bei Lesben (und Schwulen) ist es speziell das gesellschaftliche Prinzip der Heteronormativität, das Diskriminierung ermöglicht. Es meint nicht nur den einmal mehr und einmal weniger starken Zwang, heterosexuell zu leben, sondern meint zugleich auch, das Patriarchat zu akzeptieren. Dabei verstößt die Heteronormativität – übersteigert ausgedrückt: die Zwangsheterosexualität – gegen das Grundrecht auf Privatheit und somit auch auf sexuelle Selbstbestimmung. Gerade in einer Zeit, wo reaktionäre Kräfte Grundrechtsinstitutionen angreifen werden und damit die Akzeptanz oberster Rechtsnormen und die Legitimität höchstgerichtlicher Erkenntnisse unterminieren, werden Aktionismus und Widerstand ganz besonders zur Pflicht. Wie sonst sollen sachliche Haltlosigkeiten effektiv und rasch haltlos gemacht werden?

    Geschlecht wird sogar biologisch konstruiert: einerseits skandalös, indem das Geschlecht von Kindern durch vorschnelle operative Eingriffe eindeutig gemacht wird, oft mit verheerenden Folgen, andererseits erfreulich, indem geschlechtsanpassende Operationen die Harmonie zwischen Psyche und Körper herstellen. Geschlecht wird aber sicherlich auch sozial konstruiert: Ein Mädchen hat mit dem zu spielen, das anzuziehen, sich so zu verhalten, hat eine Ehefrau zu werden und einen definierten Frauenberuf zu ergreifen – nichts Anderes soll infrage kommen.

    So schrieb der britische Sozial- und Wirtschaftswissenschafter Lord Robert Skidelsky jüngst, „Geschlecht wird zusehends als sozial konstruiert angesehen, und daher sollten Kinder ermutigt werden, ihr soziales Geschlecht selbst zu wählen“, denn „wirkliche Geschlechtergleichheit wird erst erreicht, wenn die Bildung von Vorlieben und Gewohnheiten nicht mehr Geschlechterklischees unterworfen sind“, und „es ist nur eine Frage der Zeit, dass das, was grundsätzlich akzeptiert ist, auch Praxis wird“ (https://www.socialeurope.eu/next-stage-womens-emancipation).

    Genau diese Emanzipation aus haltlosen, machtfestigenden, ungerechtfertigten Zwängen ist der fundamentale Zweck des Frauenvolksbegehrens ebenso wie des Aktivismus der HOSI Linz und ihrer Schwesterorganisationen. Speziell die Ehe für alle ist freilich hart umkämpft, denn für Konservative, Reaktionäre und RechtspopulistInnen wird mit der Öffnung der Ehe das bedeutendste der noch verbliebenen Bollwerke der Heteronormativität und somit des Patriarchats fallen.

    Harvey Milk, der erste offen schwule Bezirksstadtrat San Franciscos, konnte in den 1970ern seinen politischen Erfolg dadurch erringen, dass er diskriminierte Minderheiten aller Art solidarisch vereinte. Er machte ihnen klar, dass ihre jeweiligen Diskriminierungen systematisch zusammenhingen und es sich daher lohne, gemeinsam gegen das gesellschaftliche Ordnungsprinzip Diskriminierung einzutreten.

    Starke Werkzeuge für gesellschaftliche Zwänge sind Scham und Schande. Der bislang größte Erfolg der Frauenbewegung wie auch der Lesben- und Schwulenbewegung ist es, das offen selbstbewusste und selbstbestimmte Frausein, Lesbischsein oder Schwulsein immer mehr zu verbreiten, gesellschaftsfähig zu machen und Normalität werden zu lassen, es aus dem Mief von Scham und Schande, Abnormität und Verstecken herauszuholen. In diesem Sinn ist die Sichtbarkeit des frei gewählten Lebensstils von größter Bedeutung.

    Die Argumente sind auf unserer Seite, und bei der Umsetzung werden wir verständlicherweise immer ungeduldiger und fordernder. Es geht doch immerhin um Menschenrechte und Lebenszufriedenheit, konkret um nicht weniger als um zentrale Werte wie Freiheit, Solidarität und Chancengerechtigkeit, mit dem Ziel gesellschaftlichen Fortschritts.

    Freilich ist gesellschaftlicher Fortschritt vielfältig und divers interpretierbar. Doch dazu dienen die Grundrechte als Wegweiser, die konkreten Ziele als Argumente. Die Aufrechterhaltung der überkommenen Ordnung, Durchsetzung kirchlicher Gebote und Verbote sowie die Blut- und Bodenmentalität im Heimatbegriff sind konservative und rechtspopulistische, revisionistische und reaktionäre Elemente, aber nicht wirklich zu argumentierende Inhalte. Dagegen sind Selbstverwirklichung, liberale Demokratie und solidarische Gemeinschaft die schlagenden Argumente. In einem solchen Wertesystem hat Diskriminierung von Frauen, Lesben, Schwulen und anderen sozialen Gruppen sicher keinen Platz. Die Faktenlage ist daher immer wieder aufzuzeigen: sowohl die Ideale und Grundrechte als auch die Diskriminierungen und ihre Widersprüche zu den Zielvorstellungen.

    Weiterhin feiert die HOSI Linz den Frauentag, fördert sie die Emanzipation, bietet ihre Solidarität an und lädt ganz besonders Frauen ein, sich noch verstärkt am gemeinsamen Projekt zu beteiligen.

    Gez. Mag. Richard Steinmetz
    Vereinssprecher der HOSI Linz

    08.03.2018

    Party zum Internationalen Frauentag:

    Party zum Internationalen Frauentag

  • Verfassungsgerichtshof öffnet Ehe für Homosexuelle ab 2019

    Verfassungsgerichtshof öffnet Ehe für Homosexuelle ab 2019

    Der Verfassungsgerichtshof hat soeben den Weg für die “Ehe für alle”  freigegeben. Mit seinem Erkenntnis vom 04. Dezember 2017 hat das Höchstgericht die gesetzlichen Regelungen aufgehoben, die lesbischen und schwulen Paaren bislang den Zugang zur Ehe verwehrt haben. “Das ist ein Riesenerfolg und ein tolles Signal an die Welt, das wir feiern können! Endlich können Menschen, die zueinander stehen und für einander Verantwortung übernehmen wollen, das auch ohne Diskriminierung durch ein abweichendes Rechtsinstitut machen”, freut sich Vereinssprecher Richard Steinmetz.

    Der Gerichtshof begründet diesen Schritt mit dem Diskriminierungsverbot des Gleichheitsgrundsatzes. Die bestehende Regelung wird mit 31. Dezember 2018 aufgehoben, die Öffnung tritt daher mit 01. Jänner 2019 in Kraft. Gleichzeitig wird dann auch die eingetragene PartnerInnenschaft verschiedengeschlechtlichen Paaren offen stehen, sollte der Gesetzgeber bis dahin nicht anderes beschließen.

    “Es ist erfreulich, dass der Verfassungsgerichtshof in seiner Erkenntnis fest hält, dass unterschiedliche Rechtsinstitute für gleichgeschlechtliche und verschiedengeschlechtliche Paare eine unzulässige Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung darstellen. Rechtlich sind gleichgeschlechtliche und verschiedengeschlechtliche Paare – nicht zuletzt aufgrund langjährigen Drängens und intensiver Bemühungen aus verschiedensten Organisationen der Bewegung – ja mittlerweile weitgehend gleichgestellt“, so Steinmetz.

    Jetzt geht es um weitere Schritte – Ausweitung des Diskrimierungsschutzes, Trans-Rechte, und vieles mehr. “Es gibt noch viel zu tun. Aber heute ist erst einmal ein Tag, um zu feiern. Und um Danke zu sagen. Danke an alle AktivistInnen, UnterstützerInnen, FreundInnen – die Ausdauer und der konsequente Einsatz haben sich ausgezahlt”, zeigt sich Steinmetz erfreut.

    gez. Richard Steinmetz, Vereinssprecher der HOSI LINZ
    Linz, 05.12.2017

  • Stadt Linz würdigt Projekte im Gesundheitsbereich – #checkit – 2. Platz

    Stadt Linz würdigt Projekte im Gesundheitsbereich – #checkit – 2. Platz

    Verleihung der Gesundheitspreise am 14. November

    Die Stadt Linz würdigt mit dem Gesundheitspreis herausragende Leistungen in diesem Bereich. Darüber hinaus soll die Auszeichnung die Motivation aller im Gesundheitsbereich Tätigen fördern. Heuer wurde der Preis zum achtzehnten Mal vergeben. Für die Prämierung der ausgezeichneten Projekte stellte die Stadt Linz Preisgelder und Geschenke zur Verfügung. Im Rahmen einer feierlichen Festveranstaltung wurden diese von Bürgermeister Klaus Luger und Gesundheitsreferent Vizebürgermeister Detlef Wimmer am Dienstag, 14. November, im Renaissancesaal des Alten Rathauses überreicht.Für den diesjährigen Gesundheitspreis zeichnete die unabhängige Fachjury neun der insgesamt 22 eingereichten Projekte aus. Bürgermeister Klaus Luger und Vizebürgermeister Detlef Wimmer sind sich einig: „Die eingereichten Projekte beweisen erneut, dass im städtischen Gesundheitswesen ein innovatives Potenzial gegeben ist, für das dieser Gesundheitspreis gleichzeitig Impuls und Unterstützung darstellen soll“.

    Erste Preise erhielten der Arbeiter-Samariter-Bund Gruppe Linz für das gemeinsam mit den Barmherzigen Schwestern Linz, dem Lazarus-Ordens Hilfsdienst Oberösterreich, dem Roten Kreuz Linz und der Caritas für Menschen in Not durchgeführten Projekt „Help-Mobil“, einem niederschwelligen Unterstützungsangebot für wohnungslose Menschen, die Gebietskrankenkasse für ihre Kampagne „Unfallfrei von Anfang an!“, einem Informationsprojekt für Eltern und Kinder zur Unfallvermeidung zu Hause sowie das Ordensklinikum Linz/Elisabethinen für das Projekt „Bleiben Sie mobil“, das Menschen im Krankenhaus mobilisieren will.

    Den zweiten Platz belegten der Bachelorstudiengang Hebamme der FH Gesundheitsberufe für das Projekt „Hand in Hand“, das zur strukturellen Integration von Asylwerberinnen, Asylantinnen und Migrantinnen während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett beitragen soll, die AIDSHILFE LINZ in Kooperation mit der HOSI Linz für die zielgruppenspezifische Kampagne „#checkit – Kennst du deinen HIV-Status?“, die spezifische Zielgruppen motivieren will, einen HIV-Test zu machen sowie die Volkshilfe Gesundheits- und Soziale Dienste GmbH (Kooperation von Mosaik und Regenbogen) für das generationenübergreifende Begegnungsprojekt „Kindern Demenz erklären“.

    Dritte Preise gingen an die AHS, HLW und BAfEP des Schulvereins der Kreuzschwestern Linz für das Ergonomieprojekt „Haltung bewahren“ in Schule und Arbeitsplatz, das Institut Suchtprävention, Pro Mente für das speziell für die Arbeitswelt entwickelte Programm „Handeln statt Wegschauen“ zur Suchtprävention und Früherkennung und an den Verein für prophylaktische Gesundheitsarbeit Proges (vormals PGA) für ihr „Stadtteilprojekt im Frankviertel“ zur Gesundheitsförderung unter dem besonderen Aspekt der Partizipation der Bewohnerinnen und Bewohner.

    Quelle: Presseaussendung der Stadt Linz
    https://www.linz.at/presse/2017/201711_88381.asp

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    Fotos: AIDSHILFE OBERÖSTERREICH

  • Danke, Ulrike!

    Danke, Ulrike!

    Ein trauriger Tag für die LGBTI-Community in Österreich

    Mit Ulrike Lunacek zieht sich eine engagierte und konsequente Verfechterin von Gleichstellungspolitik, Menschenrechten und Antidiskriminierung und für nicht wenige AktivistInnen eine Wegbegleiterin und langjährige Freundin aus der Politik zurück.

    Als Lesben- und Schwulenbewegung in Oberösterreich, die sich seit bald 40 Jahren für die Rechte und die Sichtbarkeit von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, transidenten und intergeschlechtlichen (LGBTI-)Menschen einsetzt, würdigen wir aufrichtig das Engagement von Ulrike Lunacek, die mit dem heutigen Tag alle ihre politischen Funktionen zurückgelegt hat und bedanken uns für ihren jahrzehntelangen Einsatz. Die Grüne Politikerin war stets eine wichtige Partnerin der LGBTI-Bewegung und eine konsequente Verfechterin von Gleichstellungspolitik, Menschenrechten und Diskriminierungsschutz.

    Als Bundesgeschäftsführerin der Grünen und als erste offen lesbische Nationalratsabgeordnete trug Ulrike Lunacek wesentlich zur Sichtbarkeit von homosexuellen Menschen in der Politik bei. Zahlreiche Gleichstellungsinitiativen der Grünen trugen in all den Jahren nicht zuletzt ihre Handschrift. Auch als Co-Präsidentin der LGBTI-Intergroup und als Vize-Präsidentin des Europäischen Parlaments setzte sie sich viele Jahre lang für die Interessen und den Schutz von LGBTI-Personen in Europa und in Österreich ein. Ulrike Lunacek ist Trägerin des von der HOSI Linz verliehenen Gay And Lesbian Awards (G.A.L.A.) und noch Ende Juni war sie gefeierte Besucherin am LinzPRIDE 2017!

    „Der Rücktritt von Ulrike Lunacek ist für uns ein schlimmes Zeichen“, so der Vereinssprecher der HOSI Linz, Stefan Thuma. „Durch ihr Engagement als offen lesbische Politikerin war sie für viele Lesben und Schwule ein Vorbild. Ulrike Lunacek hat die österreichische Politik in der Gleichstellungsfrage über Jahrzehnte maßgeblich geprägt. Der verpasste Wiedereinzug der Grünen in den Nationalrat und der Rückzug Ulrike Lunaceks aus der Politik wird es für unsere Anliegen im österreichischen Parlament in den kommenden Jahren nicht einfacher machen. Dennoch: Wir bedanken uns bei Ulrike Lunacek und wünschen ihr und ihrer Lebenspartnerin alles Gute für die weitere Zukunft.“

    Für die HOSI Linz

    gez. Stefan Thuma, Vereinssprecher
    Linz, den 17.10.2017

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