Kategorie: Aktuelles

  • LINZPRIDE 2015 – gemeinsam sichtbar!

    LINZPRIDE 2015 – gemeinsam sichtbar!

    Ein Fest für alle!

    Linz PRIDE 2015 erfolgreich zu Ende gegangen

    Trotz zeitweisem Starkregen ist mit rund 1000 TeilnehmerInnen das vierte Straßenfest zum Christopher Street Day, dem Feiertag der internationalen Lesben- und Schwulenbewegung, am Maindeck des Ars Electronica Centers erfolgreich über die Bühne gegangen.

    Linz (HOSI). Zum vierten Mal nach 2009, 2010 und 2011 organisierte die HOSI Linz am 27.06.2015 aus Anlass des Christopher Street Day (CSD) ein Straßenfest und rund 1000 Menschen jeglicher sexuellen Orientierung ließen es sich trotz anfangs starkem Regen nicht nehmen, gemeinsam mit der HOSI Linz zu feiern. Jede Menge Musik, Getränke- und Grillstände sorgten für richtig gute Feierlaune und an zahlreichen Informationsständen konnten sich Interessierte über alles rund um das Thema Homosexualität informieren.

    VertreterInnen der Stadt- und Landespolitik gingen in ihren Ansprachen auf die Forderung nach  Gleichstellung aller Formen des Zusammenlebens ein. Vizebürgermeisterin Karin Hörzing (SPÖ) betonte die Notwendigkeit von Toleranz, für die auch symbolisch die gleichgeschlechtlichen Ampelpärchen stünden, die rechtzeitig zum CSD auf der Mozartkreuzung installiert werden konnten. Vizebürgermeister Bernhard Baier (ÖVP) wiederum zeigte sich optimistisch, was die Meinungsbildung innerhalb seiner Partei betrifft. Er gehe davon aus, dass der Meinungsbildungsprozess in der ÖVP schon bald abgeschlossen sei. Gemeinderätin Edith Schmied (GRÜNE) kündigte wiederum einen Gemeinderatsantrag an, mit dem der Bundesgesetzgeber aufgefordert werden solle, die Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen.

    Aber auch Stadträtin Eva Schobesberger und Bezirkssprecher Severin Mayr von den GRÜNEN waren gekommen, ebenso Judith Raab, Landessprecherin der NEOS, die ebenfalls forderte, dass jede und jeder seine Lebensmodelle frei wählen können solle.

    „Ich bin begeistert“, freut sich Vereinssprecher Stefan Thuma, „so viele Menschen sind unserem Aufruf gefolgt, heute gemeinsam ein Zeichen der Sichtbarkeit zu setzen. Ich hoffe, die Politikerinnen und Politiker haben dieses Zeichen auch wahrgenommen und tragen die Botschaft in ihre Parteien: Die Diskriminierung von Lesben und Schwulen muss auch in Österreich endlich ein Ende haben. Es darf keinen Platz für Homophobie geben, weder in der Gesellschaft noch im Gesetz!“

    Nach Ende des siebenstündigen Festes feierten hunderte Besucherinnen und Besucher in der Stadtwerkstatt bei einer After-PRIDE-Party noch bis zum Morgengrauen weiter. „Ich freue mich schon auf nächstes Jahr, auf den Linz PRIDE 2016!“, so Thuma abschließend.

    Für die HOSI Linz
    gez. Stefan Thuma, Vereinssprecher

    Pressefotos zur honorarfreien Verwendung:
    Fotocredit: Gerhard Niederleuthner/HOSI Linz

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    Programm

  • CSD 2015 – Gemeinsam sichtbar!

    CSD 2015 – Gemeinsam sichtbar!

    HOSI Linz feiert am 27.06. am Maindeck des AEC mit „Gemeinsam sichtbar“ das vierte Straßenfest zum Christopher Street Day.

    Linz (HOSI). „Wir sind stolz, heuer nach drei Jahren Pause zum 4. Mal ein Straßenfest zum Christopher Street Day (CSD) feiern zu können – öffentlich auf dem Main Deck des Ars Electronica Center und mit der Einladung an alle, gleich welcher sexuellen Orientierung, mit uns zu feiern. ‚Gemeinsam sichtbar‘ – unter dieses Motto haben wir den ‚Linz PRIDE‘ heuer gestellt“, freut sich Vereinssprecher Stefan Thuma.

    Termin: Sa., 27.06.2015/15:00 –22:00 Uhr (Afterparty: ab 22:00 Uhr, Stadtwerkstatt)

    AEC Maindeck – Areal zwischen Ars Electronica, Stadtwerkstatt und Freitreppe

    Moderator des Events ist Jürgen Pendl, Schauspieler, Moderator und Kabarettist aus Wien (http://juergen-pendl.eu/). Das Bühnenprogramm bestreiten:

    Dass sich Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kultur und Szene angesagt haben, wie etwa Bürgermeister Luger (SP) und Vizebürgermeister Baier (VP), zeigt, dass auch die Politik Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle nicht mehr länger ignorieren kann. Längst steht der nächste konsequente Schritt an, den, Umfragen zufolge, eine Bevölkerungsmehrheit bereits gutheißt: die völlige rechtliche Gleichstellung der Homosexuellen mit den Heterosexuellen. Doch selbst danach wird es politisch noch viel für eine tatsächliche Gleichstellung in der Gesellschaft zu tun geben. Vorurteile und Ablehnung gibt es immer noch zu viel.

    „Wenn einige von uns zum CSD schräg, eben ‚queer‘ auftreten, ist das freilich nicht Alltag, sondern ein Zeichen des etwas anders Seins, ein Spielen mit den sozialen Geschlechternormen, eine Kultur der Lebensfreude, aber auch eine Art Protest gegen das Konventionelle und ein Training gegen Intoleranz. Es hat aber auch historische Wurzeln in den Stonewall-Unruhen von 1969“, erklärt Stefan Thuma, der neue Vereinssprecher der HOSI Linz.

    „Raus aus dem Kasten und raus auf die Straßen!“

    „Out of the closet and into the streets!“ (“Raus aus dem Kasten und raus auf die Straße!”) war Motto und ‚Schlachtruf‘ der Lesben und Schwulen im New York vom 27. Juni 1969. In den großen „Stonewall-Krawallen“ setzten sich viele der verfemten und drangsalierten Homosexuellen, ausgehend von der Szene-Bar Stonewall Inn in der Christopher Street in Manhattan-Süd, damals zum ersten Mal gegen die übergriffige Polizei zur Wehr. Viele bezahlten ihre Zivilcourage mit schweren Schlagstockverletzungen.

    Es war die Geburtsstunde der US-amerikanischen und bald auch der internationalen Homosexuellenbewegung gegen Intoleranz und Diskriminierung. Es war auch ein Aufschrei gegen die Selbstdiskriminierung, gegen die vermeintliche Notwendigkeit, die eigene Homosexualität und die eigenen Empfindungen im „Kasten“ verstecken zu müssen – ein Druck, dem sich selbst heute noch zahlreiche Lesben und Schwule ausgesetzt fühlen.

    „Seither setzt die LGBT-Community zunehmend auf die Strategie des Sichtbarseins. Das Motto ‚Raus aus dem Kasten und raus auf die Straßen‘ ist selbst heutzutage noch dringend nötig. Mit diesem Straßenfest sind wir ‚gemeinsam sichtbar‘ und in der Gesellschaft präsent“, so Thuma abschließend.

    Für die HOSI Linz
    gez. Stefan Thuma, Vereinssprecher

    >> Mehr Infos zu LINZPRIDE 2015

  • Ehrenamtliche Mitarbeit- Bundesländertruck Regenbogenparade

    Ehrenamtliche Mitarbeit- Bundesländertruck Regenbogenparade

    Sei Dabei! – Bundesländertruck Regenbogenparade Wien

    Sei dabei, und unterstütze uns als Radstandsecurity beim Bundesländertruck der 20. Regenbogenparade am 20. Juni in Wien!

    Was du machen musst:

    • Du marschierst neben dem Truck mit, und achtest darauf, dass keine Leute in die Räder geraten
    • Dauer: ½ Parade

    Als Dankeschön erhältst du einen garantierten Platz vor/nach deinem Einsatz auf dem Truck, und einen 20€-Gutschein für die HOSI Linz.

    Infos & Anmeldung unter: [email protected]

  • Offener Brief an Vizekanzler Mitterlehner: Ausweitung des Diskriminierungsschutzes (Levelling­up)

    Offener Brief an Vizekanzler Mitterlehner: Ausweitung des Diskriminierungsschutzes (Levelling­up)

    Per E­Mail: [email protected]

    An den Vizekanzler und Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
    Dr. Reinhold MITTERLEHNER

    Sehr geehrter Herr Vizekanzler,

    Medienberichten mussten wir entnehmen, dass die geplante Ausweitung des Diskriminierungs­schutzes (Levelling­up), also das Verbot von Diskriminierung etwa aus Gründen der Religion, des Alters und der sexuellen Orientierung auch außerhalb der Arbeitswelt im Ministerrat abermals am Einspruch der ÖVP gescheitert ist. Wir sind sehr enttäuscht darüber und verstehen diese Blockade nicht, zumal die Regierungsvorlage ja bereits beschlussreif ausverhandelt war und vor allem, weil uns das Rechtskomitee Lambda noch im Februar dahingehend informiert hatte, dass Sie am 11. Februar 2015 in einem persönlichen Gespräch zugesichert hätten, dass nach den Wirtschaftskammerwahlen eine Regierungsvorlage zum Diskriminierungsschutz außerhalb des Arbeitsplatzes kommen wird. Mit der neuerlichen Rückstellung der Beschlussfassung über die Regierungsvorlage kann das Levelling­up des Diskriminierungsschutzes nicht mehr vor dem Sommer beschlossen werden. Nicht nur, dass dieses Levelling­up auch seitens der Europäischen Union längst gefordert wird, sondern der Bund würde damit auch nur nachvollziehen, was auf der Ebene der Bundesländer mit Ausnahme Niederösterreichs bereits Standard ist. Uns erscheint diese Vorgehensweise der ÖVP auch deswegen fragwürdig und enttäuschend, weil doch zur Zeit der Eurovision Songcontest unter dem Motto “Building Bridges” zu Gast in Wien ist, der gerade nach dem letztjährigen Sieg von Conchita Wurst zu einem europaweiten Zeichen von Toleranz und gegenseitigem Respekt, aber auch für ein weltoffenes und tolerantes Österreich geworden ist. Diesen Respekt gegenüber den homosexuellen MitbürgerInnen und das Bauen von Brücken zu diesen Menschen vermissen wir daher umso schmerzlicher. Es wäre vielleicht auch nicht so enttäuschend für uns, würde sich diese Vorgehensweise nicht in eine lange Reihe von Enttäuschungen und gebrochenen Versprechungen seitens der ÖVP einreihen. All die kleinen und größeren legistischen Nadelstiche, die wir rund um die das Eingetragene Partnerschaftsgesetz hinnehmen mussten (und die zu einem nicht unbeträchtlichen Teil vor den Höchstgerichten keine Gnade fanden) sind ebenso unvergessen, wie die großartige Ankündigung, bis zum Sommer letzten Jahres eine vollständige legistische Gleichstellung herbeizuführen, die heute, ein Jahr später, immer noch nicht über den Status einer bloßen Ankündigung hinausgekommen ist. Auch gerade hinsichtlich des in dieser Hinsicht mehr als enttäuschenden neuen Parteiprogramms der ÖVP dürfen wir Sie darauf hinweisen, dass jede Form von Ungleichbehandlung von Menschen ein Unrecht ist – innerhalb und außerhalb der Arbeitswelt! Es gibt keine wie auch immer geartete Rechtfertigung für die Diskriminierung von Lesben und Schwulen, Gläubigen oder AtheistInnen, jungen oder alten Menschen, InländerInnen oder AusländerInnen: Alle von Diskriminierung betroffenen Menschen brauchen den gleichen Schutz und verdienen den gleichen Respekt durch die Gesellschaft und insbesondere durch die Politik.

    Sehr geehrter Herr Vizekanzler, wir ersuchen Sie, uns ihre Entscheidung hinsichtlich der neuerlichen Rückstellung der Beschlussfassung über ein Levelling­up des Diskriminierungs­schutzes und ihre grundsätzliche Haltung hinsichtlich der Diskriminierung von Lesben und Schwulen zu erklären. Weiter appellieren wir an Sie, diese Entscheidung dringend zu revidieren und auch die Versprechungen betreffend die vollständige rechtliche Gleichstellung umgehend legistisch zu konkretisieren.

    In der Hoffnung auf eine positive Antwort verbleiben wir mit freundlichen Grüßen Für die HOSI Linz

    Stefan Thuma. Vereinssprecher
    Elisabeth Landl, Organisationsreferentin

    Linz, den 20.05.2015

    Foto: ÖVP/Jakob Glaser

  • Unterstützung der “LGBTI-Gewalterfahrungen-Umfrage”

    Unterstützung der “LGBTI-Gewalterfahrungen-Umfrage”

    Gay-Cops-Austria und die IG Soziologie Forschung führen in Österreich ein Forschungsprojekt zum Thema Hasskriminalität gegen LGBTI’s durch.

    Es geht um Verbrechen bei denen LGBTI’s Opfer von Straftaten werden, weil die Täter sie als LGBTI’s identifizieren oder sie für LGBTI’s halten. Im Vergleich zu Hasskriminalität mit einem rassistischen Hintergrund, ist über diese Form von Verbrechen noch sehr wenig bekannt. Diese Straftaten haben die Tendenz, von den Opfern überdurchschnittlich oft nicht zur Anzeige gebracht zu werden.

    Vergleichbare Studien in Deutschland (MANEO-Umfrage) und der Europäischen-Union (EU-LGBT-Survey) lassen darauf schließen, dass weniger als 10% aller Raub- und Körperverletzungsdelikte an LGBTI-Personen zur Anzeige gebracht werden. Das Dunkelfeld an nicht angezeigten Straftaten bei LGBTI-Personen ist damit ca. doppelt bis dreifach so groß wie für nicht LGBTI-Personen. Ziel dieser Studie ist es deswegen entsprechende Zahlen vorzulegen um damit politische und juristische Entscheidungsprozesse anzustoßen.

    Neben der Erhebung verlässlicher Zahlen zur Dunkelfeldkriminalität sollen auch Maßnahmen evaluiert werden, welche dazu dienen, die Anzeigebereitschaft der Opfer zu erhöhen. Im Vergleich zu anderen Evaluierung derartiger Maßnahmen, können hier die Opfer direkt befragt werden. Damit ergibt sich eine treffgenauere Einschätzung der Sinnhaftigkeit diverser Programme. Eine derartige Evaluierung aus Opferperspektive ist für den deutschsprachigen Raum bisher noch nicht durchgeführt worden und würde damit Pionierarbeit im Bereich des Opferschutzes bedeuten.

    Hate-Crimes gegen LGBTI’s sind unter anderem deswegen so wenig erforscht, da der Zugang zu verlässlichen Daten so schwierig ist. Sie können uns dabei helfen diese Zahlen in Erfahrung zu bringen, indem sie einer möglichst großen Anzahl von LGBTI’s die Umfrage bekannt machen und zu einer Teilnahme motivieren. Das kann entweder direkt über den Link zu der Umfrage geschehen oder über die Facebook-Seite geschehen:

    Link zur Umfrage:

    http://tiny.cc/lgbt

    Link der Facebook-Seite:

    https://www.facebook.com/pages/LGBTI-Gewalterfahrungen-Umfrage/313202668803785

    Alle Daten sind dabei vollständig anonym und nicht der Öffentlichkeit zugänglich. Die Auswertung der Daten wird nur in zusammengefasster Form erfolgen, damit die Identität aller Personen mit Sicherheit gewahrt bleibt.

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