Kategorie: Aktuelles

  • Flucht und Heimat

    Flucht und Heimat

    Zum Menschenrechtstag 2015 weist die HOSI Linz auf die Zusammenhänge zwischen Flucht vor intoleranten und kriegerischen Regimen und der Beanspruchung von öffentlichem Raum durch Lesben und Schwule hin.

    „Es ist schon viel besser geworden, aber lange Zeit gab es hierzulande Fluchtbewegungen von Lesben und Schwulen aus den Dörfern und Kleinstädten in größere Städte und nach Wien, um das eigene Leben freier gestalten zu können. Nun kommen Flüchtlinge zu uns aus Staaten, wo es gefährlich ist, seine gleichgeschlechtliche Sexualität auch nur erkennen zu lassen. Darum ist Homosexualität auch ein entscheidender Asylgrund geworden. Unsere Aufgabe als HOSI ist es nun, diesen Fluchtgrund publik zu machen, damit lesbisch/schwule Flüchtlinge entsprechend sensibel und solidarisch aufgenommen werden“, weiß Stefan Thuma, Vereinssprecher der HOSI Linz.

    „Das angelaufene HOSI-Projekt ‚Queer refugees welcome‘ informiert die eigenen Mitglieder und InteressentInnen, die Organisationen der Flüchtlingsbetreuung und deren Personal sowie die Flüchtlinge selbst in sechs Sprachen über die Lage bei uns. Was ist gesetzlich erlaubt, was wird von der Gesellschaft überwiegend toleriert oder akzeptiert, welche Diskriminierung ist bei uns ein No-go und welche besteht noch, was sind die speziellen Bedürfnisse homosexueller Flüchtender, was bietet die HOSI Linz den lesbisch/schwulen Flüchtlingen an? Es sind dies Angebote von Beratung, Gemeinschaft und Hilfestellung bei der Integration in die Community und die Gesellschaft. Auch soll eine „Buddy Group“ aufgestellt werden, wo Freiwillige die Flüchtlinge ein wenig im Alltagleben begleiten. Wir sind zuversichtlich, dass die öffentliche Hand uns darin unterstützen wird“, führt Stefan Thuma aus.

    Eindeutig reaktionäre Gesellschaftspolitik

    „Mittlerweile ist lesbisch/schwules Leben schon gewohnter Alltag geworden, selbst in Dörfern und Kleinstädten. In den Großstädten sind die Lesben- und Schwulen-Ghettos bereits wieder auf dem Rückzug, weil die gleichgeschlechtlich Liebenden und Lebenden zunehmend Eingang in die allgemeine Gesellschaft finden. Und nun kommt ein FPÖ-Stadtrat auf die Idee, die Ampelpärchen als ein Zeichen für Offenheit, Akzeptanz und Integration zu entfernen und damit bewusst ein Zeichen gegen individuelle Freiheiten im Rahmen des Grundrechts auf Privatheit und auch Familie zu setzen“, kritisiert Thuma.

    „Das Verhalten von Stadtrat Hein ist eindeutig reaktionäre Gesellschaftspolitik. Wir sind für Vielfalt und gegen Einfalt. Deshalb veranstalten wir am Freitagnachmittag eine Demo, ausgehend um 15:30 Uhr von der Mozartkreuzung. Es geht um die Bewahrung gleichsam eines Stücks Heimat für Lesben und Schwule, um unsere Beanspruchung von öffentlichem Raum in der Gesellschaft, angefangen von den Ampelpärchen über die rechtliche Gleichstellung bis hin zur vollen gesellschaftlichen Integration. Wir freuen uns über die solidarischen Reaktionen bisher und laden zur Teilnahme an unserer Kundgebung ein“, zeigt sich Vereinssprecher Thuma namens der HOSI Linz entschlossen und zuversichtlich.

    Aktionen

    HOSI Linz, Grüne Andersrum OÖ, SoHo OÖ, SJ Linz und Grüne Linz  setzen gemeinsam ein Zeichen gegen die homophobe Politik der Linzer FPÖ und für Weltoffenheit und ein respektvolles Miteinander in Linz. Wir treffen uns am Freitag, den 11.12.2015 um 15:30 Uhr an der Mozartkreuzung in Linz.
    Gemeinsam gehen wir über die Landstraße zum Neuen Rathaus.

    Wir fordern die Wieder-Montage der gleich- und verschiedengeschlechtlichen Ampelpärchen an der Linzer Mozartkreuzung durch FP-Stadtrat Hein!

    Für Samstag, 12.12.2015 um 11:30 Uhr lädt die HOSI Linz zu einer Kranzniederlegung am Gedenkstein für die homosexuellen Opfer des NS-Regimes ins Denkmal ehemaliges KZ Mauthausen ein. Wie jedes Jahr ist die HOSI Linz zum Menschenrechtstag und zur Befreiungsfeier in Mauthausen präsent.

     

    Für die HOSI Linz
    gez. Stefan Thuma, Vereinssprecher

    Linz, den 09.12.2015

  • HOSI Linz mahnt und warnt: Wählen gehen, aber weder die FPÖ noch Die Christen wählen!

    HOSI Linz mahnt und warnt: Wählen gehen, aber weder die FPÖ noch Die Christen wählen!

    Anlässlich der Wahlen ruft die HOSI Linz zum Wählen auf. Aus lesbisch/schwuler Sicht sind aber bestimmte Parteien nicht wählbar.

    „Wir setzen uns immer wieder inhaltlich mit den Beiträgen der politischen Parteien hierzulande auseinander. Das gehört zu unserem Selbstverständnis als gesellschaftspolitische Organisation. Wir sind jedoch keine parteipolitische Organisation; das sind vielmehr die lesbisch/schwulen Vorfeldorganisationen einiger Parteien: SoHo, Grüne Andersrum und Red:Out. Wir kooperieren mit allen Parteien, wo das aussichtsreich erscheint“, erklärt Stefan Thuma, Vereinssprecher der HOSI Linz.

    „Bei einigen Parteien sehen wir keinen Sinn in Dialogbemühungen, weil dort die Diskriminierung und Ausgrenzung von Lesben und Schwulen derart internalisiert und zementiert ist, dass wir uns beim besten Willen keinen Fortschritt durch Gespräche vorstellen können. Die FPÖ hetzt gegen gleichgeschlechtlich liebende Menschen, und die Christen sind mit ihrer kategorischen Ablehnung von gelebter Homosexualität nicht viel besser. Gerade unter den Flüchtlingen befinden sich auch Menschen, ob ChristInnen oder MuslimInnen, die wegen ihrer Homosexualität die größten Schwierigkeiten mit ihrer Herkunftsgesellschaft hatten und nicht zuletzt auch deshalb die Flucht wagten“, weiß Thuma.

    „Wir appellieren an die lesbisch/schwule Community, jedenfalls wählen zu gehen, weil das allgemeine, freie, gleiche und geheime Wahlrecht eine historisch hart erkämpfte Errungenschaft ist, die heutzutage in manchen Ländern immer noch nicht oder leider nicht mehr selbstverständlich ist. Doch wir fordern dazu auf, der FPÖ und der Partei Die Christen keine lesbische oder schwule Stimme zu geben!“, betont der HOSI-Vereinssprecher eindringlich.

    „In der HOSI Linz gab es in den vergangenen Wochen in der Serie „Im Gespräch“ Diskussionsabende mit politischen VertreterInnen der Sozialdemokratie, der ÖVP, der Neos, der KPÖ und der Grünen auf Landes- und Stadtebene. Mit den VertreterInnen dieser Parteien, ja sogar mit der ÖVP Linz, ergaben sich Übereinstimmungen mit der HOSI-Sichtweise und gute Anknüpfungspunkte für künftige Zusammenarbeit“, erklärt Thuma.

    „Wir geben keine Wahlempfehlung für die eine oder andere Partei ab, aber wir warnen vor verschwendeten Stimmen aus der Interessenperspektive von Lesben und Schwulen in Oberösterreich“, schließt der Vereinssprecher der HOSI Linz als der parteifreien Lesben- und Schwulenbewegung in Oberösterreich.

    Für die HOSI Linz
    gez. Stefan Thuma, Vereinssprecher

    Linz, den 25.09.2015

  • Diskussionsabend mit PolitikerInnen

    Diskussionsabend mit PolitikerInnen

    VertreterInnen der politisch wahlwerbenden Parteien zur Gemeinderats- und Landtagswahl in OÖ im Gespräch.
    Moderation:

    • Dr. Rainer Bartel, Leiter Beratungsgruppe HOSI Linz und ehemaliger Vereinssprecher,
    • Thomas Pohl, Schauspieler
    •  Zusammenfassung: Michael Diesenreither (Radio FRO)
    SPÖ-Vertreter*innen im Gespräch@HOSI Linz
    Außerdem: Sandra Hochholzer spricht mit Bürgermeister Klaus Luger über die Themen Flüchtlinge und Migration und Philipp Stadler von “Bündnis Linz gegen Rechts” spricht mit mir am Telefon über die Hilfsaktion #trainofhopelinz am Linzer Hauptbahnhof.
    Auftaktveranstaltung der Diskussionsreihe der HOSI Linz mit Vertreter*innen der politisch wahlwerbenden Parteien – Teil 1: SPÖ.
    Anlässlich der kommenden Gemeinderats, Bürgermeister und Landtagswahlen am 27. September in Oberösterreich hat die HOSI Linz, die Homosexuelleniniative für Oberösterreich, die Vertreter*innen der wahlwerbenden Parteien zu Diskussionsabenden in das Vereinslokal der HOSI Linz in der Goethestraße 51 eingeladen. Die Diskussionsrunden mit SPÖ, ÖVP und NEOS haben bereits stattgefunden, heute gibt es eine Zusammenfassung der Auftaktveranstaltung mit der SPÖ zu hören. Der Einladung gefolgt sind Gerda Weichsler-Hauer, Zweite Landtagspräsidentin und GR Jakob Huber, Geschäftsführer der Linzer SPÖ als Vertretung für BM Klaus Luger. Der war eingeladen, hatte auch zugesagt, hat dann aber wieder kurzfristig abgesagt. Die Leitung der Gesprächsrunden übernimmt Rainer Bartel, Universitätsprofessor an der JKU Linz und Leiter der Beratungsgruppe der HOSI Linz.
    Die Gespräche mit Vertreter*innen von KPÖ und den Grünen finden jeweils Donnerstag, 10. September und 17. September statt. Die FPÖ wurde nicht eingeladen. Jede/r ist willkommen, an den Diskussionsrunden teilzunehmen, mitzudiskutieren und Fragen zu stellen.Interview mit Bürgermeister Klaus Luger
    Sandra Hochholzer hat mit Bürgermeister Klaus Luger ein Interview geführt. Zum Themenschwerpunkt Flüchtlinge und Migration gibt es heute im FROzine Ausschnitte zu hören.In den letzten Tagen haben sich angesichts der zuspitzenden Situation tausender Flüchtlinge, die von Ungarn aus mit dem Zug über Österreich nach Deutschland anreisen wollen, die Ereignisse überschlagen. Viele freiwillige Helfer*innen haben die in Österreich ankommenden Refugees mit Lebensmittel und anderen Hilfsgütern versorgt. Auch in Linz haben sich spontan Helfer*innen zusammengeschlossen. Philipp Stadler spricht mit mir am Telefon über die aktuellen Ereignisse, wie sich die Hilfsaktion in den vergangenen Tagen gestaltet hat und wie es damit weitergehen wird. Unsere Hörer*innen erfahren, wie sie sich ebenfalls an dieser Hilfsaktion beteiligen können.
    Gestaltung der Sendung: Michael Diesenreither

     

    Sendung zum Nachhören mit der SPÖ

     

  • Gleichgeschlechtliches Tanzen für EinsteigerInnen/AnfängerInnen

    Gleichgeschlechtliches Tanzen für EinsteigerInnen/AnfängerInnen

    • Langsamer Walzer, Cha-Cha-Cha, Wiender Walzer, Foxtrott, Rumba, Jive…
      Betreuung durch staatlichgeprüfte Trainer
      Mann tanzt mit Mann, Frau mit Frau
      Keine Vorkenntnisse erfofderlich
      Freunde am Tanzen teilen und Freunde finden

    Beginn: Donnerstag, 1.Oktober 2015
    Uhrzeit: 18:30 – 20:00 Uhr
    Weitere Termine: 8.10.*, 15.10., 22.10., 29.10., 8.11., 12.11.*, 19.11.
    Ort: Volkshaus Keferfeld-Oed Linz, Landwiedstrasse 65 (+im VH Kleinmünchen)
    Trainingsbeitrag: 70,- € pro Person, insgesamt für alle 8 Termine
    (Hosi-Mitglieder, schüler, Studenten, Zivildiener: 60,- €

    Anmeldung: (auch für Solopersonen) und Informationen unter:
    0664/3204789 oder [email protected]

    Österreichs größter Tanzclub für Männer – und Frauenpaare
    wwww.tsc-wechselschritt.at
    www.facebook.com/TSC.Wechselschritt

  • Enttäuschend! HOSI Linz bedauert Umfaller der SPÖ beim Blutspenden

    Enttäuschend! HOSI Linz bedauert Umfaller der SPÖ beim Blutspenden

    In der Nationalratssitzung am 09.07.2015 fand ein Antrag auf ein Ende der Diskriminierung schwuler Männer beim Blutspenden keine Mehrheit. Auch die SPÖ war nicht bereit, diese Diskriminierung zu beenden.

    Linz (HOSI). “Ich bin sehr enttäuscht, über die fehlende Bereitschaft diese erwiesene Diskriminierung zu beenden”, reagiert Stefan Thuma, Vereinssprecher der HOSI Linz, darauf, dass ein Antrag zur Änderungen beim Blutspendeverbot für Schwule von den Regierungsparteien abgelehnt wurde. “Obwohl es ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes gibt, nachdem es homosexuellen Männern in Zukunft nur unter bestimmten Bedingungen dauerhaft das Blutspenden verwehrt werden kann, zeigt die ÖVP keinerlei Handlungsbereitschaft für die Thematik”, kritisiert Thuma. Bedauerlich sei vor allem, dass sich die SPÖ einmal mehr von der ÖVP in politische Geiselhaft nehmen hat lassen.

    Ein Ausschluss schwuler Männer sei nur dann gerechtfertigt, so der Europäische Gerichtshof, wenn aktuell ein riskantes Sexualverhalten vorliegt und dementsprechende Testmethoden und eine genaue Befragung der potenziellen Spender dies bestätigen. “Es wäre jetzt ein Leichtes gewesen, die österreichischen Bestimmungen dem EUGH-Urteil anzupassen – weder wären damit Kosten verbunden, noch handelt es sich dabei um ein eklatantes politisches Problem. Man hätte lediglich eine nicht mehr zeitgemäße Diskriminierung beseitigt, denn tatsächliche Risiken müssen die Grundlage von einschränkenden Maßnahmen sein und nicht überkommene Vorurteile. Dass Diskriminierungsschutz bei der ÖVP auf taube Ohren stößt, wissen wir seit dem verhinderten Levelling-Up bei den Antidiskriminierungsbestimmungen. Dass jetzt auch die SPÖ deren Lied singt, ist unverständlich und einfach nur enttäuschend”, so Thuma.

    Für die HOSI Linz gez. Stefan Thuma, Vereinssprecher

    Linz, den 13.07.2015

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