Autor: HOSI Linz

  • Ende des Kasperltheaters

    Ende des Kasperltheaters

    VfGH-Erkenntnis ist ohne Abstriche umzusetzen

    Die HOSI Linz fordert die Bundesregierung auf, die Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs zur Ehe-Öffnung vom Dezember 2017 ohne neue Diskriminierungen umzusetzen.

    Die FPÖ will, wie heute bekannt wurde, die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau mit dem klaren Willen, Kinder zu zeugen, festschreiben. Die eingetragene Partnerschaft soll jedenfalls für alle gelten, hieß es nach der dreitägigen Klubklausur in Frauenkirchen im Burgenland.

    Der VfGH hatte im Dezember 2017 die gesetzliche Regelung aufgehoben, die homosexuellen Paaren den Zugang zur Ehe verwehrt – und zwar per 31. Dezember 2018. Ab 1. Jänner 2019 können also auch gleichgeschlechtliche Paare heiraten und umgekehrt heterosexuelle Paare eine Eingetragene Partnerschaft eingehen, sollte der Gesetzgeber nicht anderes beschließen.

    „Der Umgang der Regierung mit der Erkenntnis des VfGH zur Ehe gleicht einem Kasperltheater“, erklärt der Vereinssprecher der HOSI Linz, Richard Steinmetz. „Diese Farce muss ein sofortiges Ende haben – dafür haben wir überhaupt kein Verständnis. Das Urteil des Verfassungsgerichts-hofs war eindeutig: Die Unterscheidung zwischen Ehe und Eingetragener Partnerschaft verletzt das Diskriminierungsverbot. Wenn die FPÖ jetzt versucht, gegen die Entscheidung des Höchstgerichts Gesetze zu beschließen, die einen „sachlich privilegierten“ Zustand für die Ehe schaffen, ist das eine Verhöhnung des Rechtsstaats. Nach Jahren des Blockierens müssten auch ÖVP und FPÖ einen glasklaren Entscheid des Verfassungsgerichts endlich zur Kenntnis nehmen“, so Steinmetz.

    Seites der HOSI Linz würden gegebenenfalls alle Bemühungen, ein solches neuerlich diskriminierendes Gesetz vor dem VfGH zu bekämpfen, unterstützt werden.

    gez. Mag. Richard Steinmetz
    Vereinssprecher der HOSI Linz

    Linz, 12.09.2018

  • Homophobe Gewalt: Dieses „neue“ Österreich ist eine Gefahr

    Homophobe Gewalt: Dieses „neue“ Österreich ist eine Gefahr

    Über den brutalen Überfall auf einen Mann in Wien, den die Täter für schwul hielten, zeigt sich die HOSI Linz entsetzt und erinnert daran, dass so etwas auch in Linz jederzeit der Fall sein könnte.

    Wie der Tageszeitung „Heute“ vom 30.08. entnommen werden kann, gab es in der Lerchenfelder Straße in Wien einen gewalttätigen Übergriff auf einen Mann, den die Täter für schwul hielten. Erst stehenbleibende Fahrzeuglenker*innen konnten den Angriff stoppen, bei dem das Opfer blaue Flecken und einen Schock erlitten hat.

    „Das erinnert leider nur zu deutlich an den brutalen Übergriff auf Alexander St. vergangenen Dezember in Linz“, erklärt Richard Steinmetz, Vereinssprecher der HOSI Linz. Damals war Alexander St. in der Linzer Altstadt schwer verprügelt worden, da sich einer der Täter angeblich belästigt gefühlt haben soll.

    „Auch die in den Medien zitierte Aussage der Wiener Täter, ‘Sollen wir dir zeigen, wie wir mit euch verfahren in unserem neuen Österreich’ ist mehr als erschreckend, offenbart sie doch eine neue Qualität der scheinbaren Legitimität solch homophober Übergriffe. Die Täter fühlen sich durch die zunehmende Polarisierung in der Gesellschaft, die auch durch die fortwährenden Wortmeldungen rechter Politiker*innen aller Ebenen weiter angeheizt wird, in ihrer Haltung bestätigt“, so Steinmetz weiter.

    „Umso wichtiger ist es, dass solche Übergriffe ausnahmslos zur Anzeige gebracht werden, damit den Täter*innen Einhalt geboten werden kann. Wir gehen davon aus, dass die Polizei sich diesen Fällen mit der gebotenen Sorgfalt und dem nötigen Fingerspitzengefühl widmet, damit Opfer homophober Übergriffe nicht zusätzlich traumatisiert werden“, so Steinmetz abschließend.

    Wer Opfer eines homophoben Übergriffs ist, kann sich auch an die Beratung der HOSI Linz wenden und sich hier Unterstützung holen.

    Telefonische Beratung und per Mail:
    Montag und Donnerstag (außer Feiertagen):
    20:00 bis 22:00 Uhr
    +43/(0)732/60 98 98-4
    [email protected]

    persönliche Beratung gegen Terminvereinbarung:
    Schillerstraße 49, 4020 Linz

    Mehr Informationen:
    http://www.test.hosilinz.at/beratung/

    gez. Mag. Richard Steinmetz
    Vereinssprecher der HOSI Linz

    Linz, 30.08.2018

  • Jetzt voten – Ort des Respekts

    Jetzt voten – Ort des Respekts

    Das „Projekt Schillerstraße – das neue Zentrum der HOSI Linz“ wurde beim Wettbewerb „Ort des Respekts“ nominiert und ist in der Shortlist. Bis zum 23.08.2018 können User*innen für das Projekt voten.

    Mach‘ mit und unterstütz‘ uns: Direkt auf die Projektseite gehen: https://www.respekt.net/projekte-unterstuetzen/details/projekt/1684/

    In der rechten Navigation: Button „Für dieses Projekt voten“ klicken. Am besten über FB Account anmelden (Bei Anmeldung mit Benutzer*innen Namen und Mail, muss die Anmeldung bestätigt werden. Hinweis: die Plattform ist hier leider nicht gut programmiert – es ist nicht erkennbar, wann du angemeldet bis!) Anmelden via Facebook: den „FB Register“-Button klicken. Deinen FB-Namen und Passwort eingeben. Die Projekte werden nach Votings gereiht, die HOSI scheint als „Projekt Schillerstraße – das neue Zentrum der…“ auf. Unter dem Projekt Button „Für dieses Projekt voten“ klicken. Danke.

    Infos zum Wettbewerb „Orte des Respekts“

    Aus 244 Projekte wurden 88 Projekte auf die Shortlist der „Orte des Respekts“ ausgewählt. Das „Projekt Schillerstraße – das neue Zentrum der HOSI Linz“ ist auch in der Shortlist enthalten. Der Wettbewerb “Orte des Respekts” zeichnet Menschen und Initiativen aus, die durch Eigeninitiative und Engagement die Zivilgesellschaft nachhaltig gestalten und stärken und das Zusammenleben in Österreich unterstützen. Die Initiativen werden auf der Crowdfunding-Plattform Respekt.net öffentlich sichtbar gemacht. Von 09.08.-23.08. findet das Communityvoting statt. Hier können User*innen für das Lieblingsprojekt abstimmen und die Initiative im weiteren Verlauf des Wettbewerbs unterstützen. Die Anzahl der Votings wird bei der finalen Jurysitzung am 03.09. miteinbezogen. Infos: Respekt.net oder ortedesrespekts.at

  • #checkit

    #checkit

    Videos zum Projekt #checkit

    „Mir ist es wichtig, meine Gesundheit und die meiner Dates nicht aufs Spiel zu setzen. Deshalb gehe ich regelmäßig zum Test und kenne meinen Status. Kennst du deinen HIV-Status?“ Peter Wimmer, Softwareentwickler

    “Ich sehe es als Verantwortung meinen Partnern und Partnerinnen gegenüber, meinen Status zu kennen.” Philip Cal, Student
    #checkit, #kennstdudeinenhivstatus, #test, #hiv, #aidshilfeoberoesterreich, #hosilinz

    Beitrag auf DorftTV.at mit Erik Pfefferkorn und Gerhard Niederleuthner zum Projekt #checkit:

    „Ich möchte mir sicher sein, dass alles in Ordnung ist. Meine Gesundheit ist mir wichtig. Daher mach’ ich regelmäßig einen Test. Kennst du deinen HIV-Status?“
    Fatih Yıldız

    Tipp: Schild ‪#‎checkit‬ runterladen: https://www.facebook.com/kennstdudeinenhivstatus/
    und poste dein Video, dein Foto oder Message unter ‪#‎checkit auf Facebook, Twitter oder Instagram posten.

    „In unserer Leder- und Fetisch-Community und der großen Vielfalt an sexuellen Praktiken ist es wichtig safe und bewusst zu agieren. Deshalb: kennst du deinen HIV-Status?“ Thorsten Buhl, Mr. Leather Europe 2015

    Tipp: Schild ‪#‎checkit‬ runterladen: https://www.facebook.com/kennstdudeinenhivstatus/
    und poste dein Video, dein Foto oder Message unter ‪#‎checkit auf Facebook, Twitter oder Instagram posten.

    „Das Leben ist eine Party, um deine Party optimal genießen zu können solltest du gesund sein. Deswegen – ganz wichtig – kennst du deinen HIV-Status?“ Miss Gogoki, Ehrenamtliche Mitarbeiterin, Aids Prävention

    Tipp: Schild ‪#‎checkit‬ runterladen: https://www.facebook.com/kennstdudeinenhivstatus/
    und poste dein Video, dein Foto oder Message unter ‪#‎checkit auf Facebook, Twitter oder Instagram posten.

    Mit dem Linzer Schauspieler Tom Pohl starten die AIDSHILFE OBERÖSTERREICH und die HOSI Linz eine Sozialmedia-Kampagne. Ziel ist, dass sich besonders schwule Männer auf HIV testen lassen. Früherkennung und früher Therapiebeginn sind erfahrungsgemäß entscheidend für eine verbesserte Lebensqualität und eine erhöhte Lebenserwartung. Die langangelegte Kampagne läuft über Facebook, Youtube, Twitter und Co. und lebt von Interaktion. Jeder kann mitmachen: Das Schild #checkit runterladen: facebook.com/kennstdudeinenhivstatus und dann ein Video oder ein Foto mit dem Hashtag „checkit“ posten. Tom Pohl im ersten Videospot: „Während meiner Ausbildung hab ich mich in einen Kollegen verliebt – und er sich in mich. Wir waren dann auch zusammen und haben gemeinsam den Test gemacht. Seitdem weiß ich meinen Status. Kennst du deinen HIV-Status?“

    Poste auch du dein Video, Foto oder Message unter #checkit

  • Über Geschmack lässt sich streiten – über Freiheitsrechte nicht

    Über Geschmack lässt sich streiten – über Freiheitsrechte nicht

    ÖSTERREICH / OÖ / LINZ / FPÖ / HOSI LINZ / STEINMETZ

    Der Linzer FPÖ-Gemeinderat Günther Kleinhanns empört sich heute in einer Medienaussendung über die Unterstützung des „linzpride 2018“ durch SPÖ, Grüne, Neos und KPÖ und empört sich über die “sexualisierenden Darstellung von als Tieren verkleideten Menschen im öffentlichen Raum”, bei der “der gute Geschmack” endet.

    “Über Geschmack lässt sich vortrefflich streiten, über Freiheitsrechte hingegen nicht”, entgegnet Mag. Richard Steinmetz, Vereinssprecher der HOSI Linz. Das Recht zu demonstrieren stünde jenseits der Zustimmung oder Ablehnung einzelner politischer Fraktionen. Die HOSI Linz freue sich, dass so viele Menschen beim diesjährigen „linzpride“ die Möglichkeit wahrgenommen haben, für die Gleichstellung von LGBTIQ-Personen auf die Straßen zu gehen. Es wäre der FPÖ ja auch freigestanden, sich an diesem Demonstrationszug zu beteiligen, wenn ihnen das Anliegen, dass jeder “seine Sexualität nach eigener Fasson ausleben können soll” – Zitat Kleinhanns – wichtig wäre.

    “Wir finden es toll, dass die Stadtpolitik beschlossen hat, dass Linz modern und international wie Berlin, London oder Madrid werden soll. Dazu gehört dann auch eine aktive, lebendige QueerCommunity, die von Politik und Medien unterstützt und gefördert und öffentlich wahrgenommen wird. Dazu gehören auch die Pride-Parade, Straßenfeste und queere Veranstaltungen jeglicher Art – und darauf sind wir stolz”, so Steinmetz weiter.

    Dass die HOSI Linz ihren Teil dazu beiträgt, dass Linz dieses moderne und internationale Image bekommt, sollte auch ein Grund für die FPÖ sein, auf Linz stolz zu sein, statt das ehrenamtliche Engagement zahlreicher Menschen und die öffentliche Unterstützung der Anliegen der LGBTIQ-Personen durch tausende Linzer*innen madig zu machen.

    Geschlechterdiskriminierende Werbung (sexistische Werbung) liege laut österreichischem Werberat insbesondere dann vor, wenn die Person auf ihre Geschlechtsmerkmale reduziert und dies in den Mittelpunkt der Werbegestaltung gerückt wird. “Selbst wenn die FPÖ neuerdings international beachtete Bademode herstellt und vertreibt – was ja an sich keine schlechte Idee ist -, wäre die bildfüllende Darstellung beinahe nackter Oberkörper ohne inhaltlichen Zusammenhang zum beworbenen Produkt sexistisch. Das gilt natürlich auch bei gleicher Darstellung auch für Shampooprodukte für Brusthaar aus FPÖ-Produktion”, so Steinmetz abschließend.

     gez. Mag. Richard Steinmetz
    Vereinssprecher der HOSI Linz

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