Autor: HOSI Linz

  • Große LGBTIQ*-Umfrage der Stadt Linz

    Große LGBTIQ*-Umfrage der Stadt Linz

    Im Herbst 2021 hat der Gemeinderat den Beitritt der Stadt Linz zum Rainbow Cities Network beschlossen. Ziel ist, die LGBTIQ*-Community in den Fokus der Gesellschaft zu rücken und Berührungspunkte zu schaffen, um Vorurteile abzubauen und ein Miteinander zu fördern.

    Um die künftige Arbeit der Stadt Linz noch gezielter ausrichten zu können, bedarf es der Eruierung der gegenwärtigen Lebenssituation der LGBTIQ*-Community in Linz. Dazu würden wir gerne mehr zu Ihren Lebensbedingungen sowie möglicherweise bestehenden Diskriminierungen in verschiedenen Lebensbereichen wie Familie, Wohnen, Schule, Arbeit, Freizeit etc. erfahren. Wir möchten deshalb alle LGBTIQ*-Personen in Linz einladen, uns Ihre persönlichen Erfahrungen, Wünsche und Bedürfnisse anhand dieser Umfrage mitzuteilen.

    Die Umfrage wurde von der Koordinationsstelle LGBTIQ* der Stadt Linz und der Abteilung Stadtforschung in Zusammenarbeit den Vereinen der Arbeitsgruppe Queer Linz entwickelt und erstellt.

    Mit der Teilnahme an der Umfrage unterstützt ihr nicht nur die Stadt, sondern auch unseren Verein bei seiner Arbeit.

  • Let’s get loud! EU-weite LGBTIQ-Umfrage

    Let’s get loud! EU-weite LGBTIQ-Umfrage

    EU-weite LGBTIQ-Umfrage startet jetzt!

    Sind Sie lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter* oder queer (LGBTIQ) und leben in Europa? Bitte lassen Sie von sich hören! Die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (EU Agency for Fundamental Rights, FRA) startet eine EU-weite Umfrage, welche die Erfahrungen, Ansichten und Bedenken von LGBTIQ-Personen erfassen soll. Die Ergebnisse werden zum Vorantreiben der politischen Maßnahmen zum weiteren Schutz und zur Förderung der Rechte von LGBTIQ-Personen beitragen.

    https://www.lgbtiqsurvey.eu/lgbtiq/?campaign_id=1&lang=de_DE

     

  • Vorurteile verstärken und Diskriminierung fördern!

    Vorurteile verstärken und Diskriminierung fördern!

    HOSI Linz sieht die Pläne der FPÖ Niederösterreich zur Einschränkung von
    gendergerechter Sprache in Landesbehörden als Versuch, Vorurteile und
    Diskriminierung zu befördern.

     Die Homosexuelle Initiative Linz (HOSI) verfolgt mit großer Besorgnis den aktuellen Vorschlag der FPÖ Niederösterreich, gendergerechte Sprache in den Landesbehörden einzuschränken. Die HOSI Linz kritisiert diese geplante Maßnahme auf das Schärfste und ruft die Oberösterreichische Landesregierung dazu auf, ähnliche Pläne abzulehnen.

    Gendergerechte Sprache ist ein wichtiger Schritt in Richtung Gleichstellung und Inklusion. Indem geschlechtsneutrale Formulierungen verwendet werden, werden alle Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht oder ihrer Geschlechtsidentität, gleichermaßen angesprochen und sichtbar gemacht. Es geht nicht darum, Sprache zu verkomplizieren oder zu verfälschen, sondern darum, diskriminierende Strukturen aufzubrechen und eine inklusive Gesellschaft zu fördern.

    Behördliche Stellen spielen eine entscheidende Rolle bei der Förderung von Gleichberechtigung und Chancengleichheit. Sie sollten als Vorbilder fungieren und die Prinzipien der Menschenrechte und der Gleichstellung in ihrem Handeln widerspiegeln. Durch die Verwendung von gendergerechter Sprache zeigen Behörden ihre Wertschätzung für Vielfalt und signalisieren, dass sie für alle Bürger*innen gleichermaßen da sind.

    Der vorgeschlagene Erlass der FPÖ zur Einschränkung von gendergerechter Sprache in Niederösterreichs Landesbehörden ist ein bedenklicher Schritt zurück. Er stellt die Fortschritte in Bezug auf Gleichstellung und Vielfalt infrage und trägt zur Unsichtbarkeit von Geschlechtervielfalt bei. „Anstatt eine inklusive Gesellschaft zu fördern, würden Vorurteile verstärkt und Diskriminierung gefördert“, kritisiert Michael Müller, Vereinssprecher der HOSI Linz, die Pläne der FPÖ in Niederösterreich.

    Die HOSI Linz kritisiert die ÖVP NÖ für ihre Beteiligung daran und hinterfragt, wie sie ihrer Selbstbezeichnung als staatstragende Partei gerecht werden kann, wenn sie Maßnahmen unterstützt, die die Gleichstellung und Inklusion gefährden. „Eine staatstragende Partei sollte sich für die Grundsätze von Gleichberechtigung und Chancengleichheit einsetzen und Vorreiter in der Förderung einer inklusiven Gesellschaft sein. Die geplante Einschränkung von gendergerechter Sprache steht jedoch im klaren Widerspruch zu diesen Grundsätzen. Indem die ÖVP ihre Unterstützung für solche Maßnahmen zeigt, sendet sie das falsche Signal aus und trägt zur Aufrechterhaltung diskriminierender Strukturen bei.“, so Müller.

    Die HOSI Linz ruft die Oberösterreichische Landesregierung dazu auf ähnliche Pläne zur Einschränkung von gendergerechter Sprache abzulehnen. Oberösterreich hat die Chance, eine Vorreiterrolle einzunehmen und deutlich zu machen, dass Vielfalt und Gleichstellung in unserer Gesellschaft unverhandelbar sind. „Wir fordern die Landesregierung – insbesondere die ÖVP-OÖ – auf, sich aktiv für eine inklusive und gerechte Sprache einzusetzen und damit ein Zeichen für Toleranz und Respekt zu setzen“, so Müller weiter.

    Die HOSI Linz appelliert an alle politischen Entscheidungsträger*innen, den Wert gendergerechter Sprache zu erkennen und zu fördern. Michael Müller anschließend: „Gemeinsam können wir eine Gesellschaft schaffen, in der jede Person unabhängig von ihrem Geschlecht oder ihrer Geschlechtsidentität gleichberechtigt ist und ihre Rechte gewahrt werden.“

    gez. Dipl.-Ing. Dr. Michael Müller
    Vereinssprecher der HOSI Linz

    Linz, 28.06.2023

  • linzpride2023: Ein Tag der Vielfalt in Linz

    linzpride2023: Ein Tag der Vielfalt in Linz

    Ausgelassene, friedliche und respektvolle Stimmung bei der linzpride2023!

    Am Samstag, den 24.06.2022, fand anlässlich des Christopher Street Day (CSD) zum zwölften Mal linzpride als sichtbares Zeichen der LGBTIQ*-Community (LGBTIQ: Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersexuell, Queer) in Oberösterreich statt. Laut Polizeiangaben waren etwa 9.500 Personen dem Aufruf der HOSI Linz gefolgt und haben gemeinsam für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung demonstriert.

    Am Jahrmarktgelände in Urfahr erwartete die Teilnehmer*innen der Parade und einige tausend andere Besucher*innen ein regenbogenbuntes OpenAir mit opulentem Programm. Nach einem DJ-LineUp mit DJane S.Stereo und DJ Ray Azuma begeisterten Johann Rosenhammer, die Sängerin AYGYUL und das Musicalensemble des Linzer Musiktheater die Menge. Schlusspunkt war der Auftritt des Electric Beat Club, den die tanzwütige Menge fast nicht mehr von der Bühne lassen wollte.

    Den Preis für die beste an der Parade teilnehmende Gruppe ging dieses Jahr an Radio FRO.

    Die Vertreter*innen der Politik aus Stadt, Land und Bund versicherten unisono, dass sie die LGBTIQ*-Community in Oberösterreich auch weiterhin tatkräftig unterstützen würden. Die HOSI Linz als Veranstalterin der linzpride2023 dankt in diesem Zusammenhang der Stadt Linz für die finanzielle Unterstützung dieser wohl wichtigsten und größten LGBTIQ*-Veranstaltung in Oberösterreich.

    „Erst die Unterstützung durch die für LGBTIQ*-Angelegenheiten zuständige Vizebürgermeisterin Tina Blöchl hat es uns heuer überhaupt ermöglicht, diese Veranstaltung auf die Beine zu stellen,“ freut sich Michael Müller, Vereinssprecher der HOSI Linz. „Dazu kommt dann noch die Unterstützung durch Umwelt- und Frauenstadträtin Eva Schobesberger und die durch Kulturstadträtin Doris Lang-Mayrhofer. Insofern ist es ein starkes Zeichen der Stadt Linz in Richtung der LGBTIQ*-Community der Stadt. Für 2024 hoffen wir auf ein ähnlich starkes Zeichen durch das Land Oberösterreich.“

    Die HOSI Linz dankt aber auch der Linzer Polizei, die sowohl Parade als auch OpenAir vorbildlich begleitet und allen Teilnehmer*innen und Besucher*innen auch ein sicheres Gefühl gegeben hat. „Dies hat wesentlich dazu beigetragen, dass sowohl Parade als auch das anschließende Fest in entspannter, freudiger und vor allem friedvoller Atmosphäre über die Bühne gehen konnte. Uns freut es dann besonders, dass sich die vielen tausend Besucher*innen der linzpride2023 wohl und willkommen gefühlt haben,“ so Müller abschließend.

    Die linzpride2024 wird am 29.06.2024 über die Bühne gehen.

    Pressefotos:

    Pride Parade Nibelungenbrücke:
    https://www.test.hosilinz.at/wp-content/uploads/2023/06/20230624_linzpride_001_parade_foto_markus-pichler-scheder.jpg

    Pride Parade Regenbogenzebrastreifen:
    https://www.test.hosilinz.at/wp-content/uploads/2023/06/20230624_linzpride_002_paradefoto_markus-pichler-scheder.jpg

    Pride OpenAir Aygyul und Publikum:
    https://www.test.hosilinz.at/wp-content/uploads/2023/06/20230624_linzpride_003_openair_aygyul_foto_markus-pichler-scheder.jpg

    Pride Openair Stadtpolitik:
    https://www.test.hosilinz.at/wp-content/uploads/2023/06/20230624_linzpride_004_stadtpolitik_foto_markus-pichler-scheder.jpg

    Pride Openair Musicalensemble Musiktheater Linz:
    https://www.test.hosilinz.at/wp-content/uploads/2023/06/20230624_linzpride_005_musicalensemble_musiktheaterfoto_markus-pichler-scheder.jpg

    Alle Fotos: Markus Pichler-Scheder

  • linzpride2023: Level up your pride!

    linzpride2023: Level up your pride!

    Heuer ist das Hauptthema der linzpride2023 das “Levelling Up” – eine politische Forderung, die den Zweck hat, die Rechte und den Schutz von LGBTIQ*-Personen in der Gesellschaft zu stärken.

    Am Samstag, den 24. Juni 2023, findet in Linz die größte Parade für die Rechte und Sichtbarkeit der LGBTIQ*-Community in Oberösterreich statt. Unter dem Motto “Level up your pride” wollen wir ein Zeichen für Vielfalt, Akzeptanz und Gleichstellung setzen.

    „Letztes Jahr zogen 8000 Menschen mit uns über die Landstraße, heuer rechnen wir bereits mit 10.000.“ so Gerhard Niederleuthner, Gesamtleiter der linzpride. „Wir freuen uns über alle die sich uns anschließen und gemeinsam mit uns für mehr Sichtbarkeit und Anerkennung der LGBTIQ*-Community kämpfen.“

    Die Parade startet um 13:30 Uhr beim Volksgarten und zieht über die Landstraße zum Urfahranermarkt Gelände, wo der Demonstrationszug in ein buntes Open-Air mit Musik, Kunst und Kultur übergeht. Das dort gebotene Programm reicht über zahlreiche Infostände hin zu kulinarische Köstlichkeiten und einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm.

    „Mit unserer Parade wollen wir nicht nur feiern, sondern auch politisch Druck machen. Wir rufen alle politischen Parteien und Entscheidungsträger*innen auf, sich für unsere Anliegen einzusetzen und sich klar gegen Homophobie, Transphobie und jede Form von Ausgrenzung zu positionieren“, erklärt Michael Müller, Vereinssprecher der Homosexuellen Initiative (HOSI) Linz. „Wir haben noch viel zu tun: Trotz einiger Fortschritte in den letzten Jahren sind wir noch weit entfernt von einer echten Gleichstellung. Das Antidiskriminierungsgesetz muss dringend an die spezifischen Rechte der LGBTIQ*-Community angepasst werden.“ Die HOSI Linz fordert ein „Levelling Up“ der rechtlichen Situation, das vor Diskriminierung und Hass schützt und auch Menschen aus der LGBTIQ*-Community die gleichen Chancen und Möglichkeiten wie allen anderen Menschen garantiert. Denn bis heute ist es möglich einer queeren Person eine Taxifahrt oder sogar eine Wohnung zu verweigern“.

     „Unter ‚Levelling Up‘ verstehen wir die Angleichung der rechtlichen und sozialen Situation von LGBTIQ*-Personen in der gesamten Europäischen Union an die höchsten Standards, die in einigen Mitgliedsstaaten bereits erreicht wurden“, erklärt Müller. Dies beinhaltet unter anderem die Anerkennung und den Schutz von gleichgeschlechtlichen Partner*innenschaften und Ehen, die rechtliche Anerkennung der Geschlechtsidentität von transidenten und intergeschlechtlichen Personen, die Abschaffung von diskriminierenden Gesetzen und Praktiken, die Bekämpfung von Hassverbrechen und Hassrede sowie die Förderung von Vielfalt und Inklusion in allen Bereichen der Gesellschaft.

    „Die oberösterreichische LGBTIQ*-Community und ihre Unterstützer*innen werden am Samstag auf die Straße gehen, um für Gleichberechtigung und Schutz vor Diskriminierung zu demonstrieren. Wir werden unsere Stimmen erheben und deutlich machen, dass wir nicht länger bereit sind, Diskriminierung und Hass zu tolerieren“, so Müller weiter. Die linzpride2023 werde eine starke Botschaft an die Bundesregierung senden und zeigen, dass die LGBTIQ*-Community entschlossen ist, für ihre Rechte und ihre Würde zu kämpfen.

    „Wir sind stolz auf unsere Identitäten und unsere Gemeinschaft. Wir sind Teil dieser Gesellschaft und wollen gleichberechtigt und respektvoll behandelt werden. Wir erwarten von unserer Bundesregierung, dass sie unsere Würde und unsere Menschenrechte schützt und fördert. Wir hoffen, dass sie unsere Forderung ernst nimmt und sich für das ‚Levelling Up‘ stark macht“, so Müller.

    Die HOSI Linz ist daher auch Teil jenes österreichweiten Netzwerks unterschiedlicher NGOs, die eine diesbezügliche Petition an die Bundesregierung gestartet haben:

    https://mein.aufstehn.at/petitions/schutzfuralle-jetzt?source=rawlink&utm_source=rawlink&share=cd5ac68b-92ad-4f4b-b602-0939933219ff

    Das gemeinsame Positionspapier dazu ist hier zu finden:

    https://www.test.hosilinz.at/linzpride2023/wp-content/uploads/2023/06/Positionspapier-Diskriminierungsschutz_final-1.pdf

    Level up your pride – wir sehen uns am 24. Juni in Linz!
    gez. Dipl.-Ing. Dr. Michael Müller

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