Autor: HOSI Linz

  • Verjüngung

    Verjüngung

    Generationenwechsel in der HOSI Linz

    Im Zuge der Ordentlichen 42. Generalversammlung der HOSI Linz wurde am 29. Mai 2023 ein neuer Vorstand gewählt. Deutlich jünger geht der Verein nun in sein 41. Bestandsjahr.

    Zuerst gab der bisherige Vorstand einen kurzen Rückblick auf seine sechsjährige Tätigkeit, die neben der Übersiedlung in die Schillerstraße und der Inbetriebnahme des neuen Vereinslokals forty nine vor allem durch die Pandemie, aber auch den immer größer werdenden linzpride und durch das 40-jährige Gründungsjubiläum im Herbst 2022 geprägt war. Und auch finanziell zeigt sich der Verein gut aufgestellt; ein deutlicher Bilanzgewinn verschönert den Abschied. Der scheidende Vereinssprecher Richard Steinmetz zeigte sich daher auch stolz und zufrieden über die geleistete Arbeit.

    „Um nach sechs Jahren ein solche Bilanz ziehen zu können, muss man sich über eines im Klaren sein: ohne ein hervorragendes Team, das dies alles mitträgt und umsetzt, ginge es nicht. Ich danke allen unseren Aktivist*innen von ganzem Herzen,“ so Steinmetz in seiner Abschiedsrede.

    Nunmehr übernehmen deutlich Jüngere die Führung des Vereins Als Vereinssprecher folgt nun der Chemiker Dipl.-Ing. Dr. Michael Müller (31); als Finanzreferent wurde Thomas Banasik (36), Angestellter in einer kirchennahen Organisation, gewählt. Zur Organisationsreferentin wurde Magdalena Pachinger, BSc. (24), Institutsreferentin an der JKU gewählt. Dieser Generationenwechsel spiegelt auch die aktuelle Mitgliederstruktur wider – der größte Teil der Mitglieder ist  in der Altersgruppe der 20- bis 40-Jährigen – und soll den Verein fit für die Zukunft machen.

    „Es gilt für uns nun, die erfolgreiche Arbeit des vorigen Vorstandes weiterzuführen. Insbesondere wird es unsere erste große Herausforderung, die jährliche linzpride finanziell abzusichern. Immerhin hat die Veranstaltung mittlerweile eine Dimension angenommen, die ehrenamtlich und nur aus Vereinsmitteln kaum mehr gefahrlos zu stemmen sein wird. Und vermehrt wird unser Augenmerk auch auf der immer stärker werdenden Homo- und Trans*feindlichkeit liegen müssen. Wir sehen problematische gesellschaftliche Trends, denen wir als Organisation, aber auch als Community entschlossen entgegentreten müssen,“ skizziert Müller die Arbeitsschwerpunkte seines neuen Teams.

    Zugleich dankte Müller den Mitgliedern für das in den neuen Vorstand gesetzte Vertrauen, wurden doch alle Vorstandsmitglieder einstimmig gewählt.

     gez. Dipl.-Ing. Dr. Michael Müller
    Vereinssprecher der HOSI Linz

    Linz, 30.05.2023

    Foto zur freien Verwendung (Fotocredit: Daniel Teubenbacher):

    https://www.test.hosilinz.at/wp-content/uploads/2023/05/2023_hositeam_002_3c_druck.jpg

    (Von links nach rechts: Magdalena Pachinger, Michael Müller, Thomas Banasik, Richard Steinmetz)

  • Geschäftsbericht der HOSI Linz 2022

    Geschäftsbericht der HOSI Linz 2022

    Geschäftsbericht der HOSI Linz 2022
    Stand: Mai 2023

    Download: hosilinz_bericht_2022_webversion

  • IDAHOBIT Wels: Homo- & Transphobie ist eine gesellschaftliche Herausforderung

    IDAHOBIT Wels: Homo- & Transphobie ist eine gesellschaftliche Herausforderung

    Anlässlich des Tags gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT) riefen HOSI Linz, SoHo OÖ, SJ, Junge Generation, AKS, VSSTÖ und Grüne Andersrum OÖ zu einer Kundgebung am Stadtplatz in Wels auf. Nach transfeindlichen Übergriffen, homophoben Schmierereien und dem politischen Gezänk um einen Regenbogen-Zebrastreifen in Wels im
    letzten Jahr, war die Wahl des Orts der Kundgebung logisch.

    „Es ist mir unverständlich, wie ein bisschen Farbe zu so viel Aufregung führen kann. Und dass, wo sich doch die FPÖ in Wels, auf die Fahnen schreibt, Wels wäre bunt und vielfältig und zeigt das auch mit ihrem Logo. Meiner Meinung nach ein Grund mehr für einen Regenbogen-Zebrastreifen,“ so die SPÖ-Gemeinderätin Gloria-Maria Umlauf in ihrem Statement.

    Für Richard Steinmetz, Vereinssprecher der HOSI Linz, kommt das nicht überraschend: „Von der FPÖ sind Hass und Hetze als Programm bekannt und erwartbar.“ Für ihn ist die ÖVP das eigentliche Problem. „Von ÖVP, die sich selbst als ‚staatstragende‘ Partei begreift, erwarten wir mehr als schweigsames Wegducken von Landeshauptmann Stelzer, geschweige denn das salonfähig machen der Rechtspopulisten durch Mikl-Leitner und Haslauer.“

    Übergriffe auf Trans-Personen nach der linzpride2022, beschädigte Regenbogenbänke, homophobe Schmierereien würden zeigen, dass die Saat des Hasses aufzugehen beginnt. Es sei nun Zeit für jene 70% der Österreicher*innen, die diesen Weg von Hass und Hetze nicht gewählt
    haben und ihn nicht wollen, aufzustehen und laut zu werden.

    „Wir alle sind die Community, egal zu welchem Buchstaben des Regenbogens mensch* sich zugehörig fühlt. Wer ein Mitglied unserer Community angreift, greift uns alle an. Und wir werden das nicht stillschweigend hinnehmen“, so Steinmetz.

    Dem pflichtet auch Gemeinderat Alessandro Schatzmann (Grüne) bei. „Der Zusammenhalt der Community und aller Menschen, die an eine inklusive, demokratische und rechtsstaatliche Gesellschaft glauben, ist heute wichtiger denn je.“

    An der Kundgebung nahmen zudem auch Landtagsabgeordnete Renate Heitz (SPÖ), Frauensprecherin, Sprecherin der LGBTIQ*-Community, sowie Stadtrat Stefan Ganzert (SPÖ), Stadtrat Thomas Rammerstorfer (Grüne) und Gemeinderätin Hannah Stögermüller (SPÖ) teil.

    gez. Mag. Richard Steinmetz
    Vereinssprecher der HOSI Linz

  • IDAHOBIT 2023 – 17. Mai

    IDAHOBIT 2023 – 17. Mai

    Homo- & Transphobieproblem an Österreichs Unis?
    Zwei „Ausrutscher“ sind zwei zu viel.

    Zum morgigen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT) zeigt sich die HOSI Linz besorgt. Nach transfeindlichen Übergriffen und homophoben Schmierereien im letzten Jahr sind nun bereits zwei universitäre Umfragen publik geworden, die auf ein problematisches Verständnis nicht heterosexueller Lebensweisen an Österreichs Universitäten schließen lassen.

    Nach dem Skandal um die Jugendumfrage in Ansfelden im April, die von der Johannes-Kepler-Universität in Linz erstellt wurde, folgte vor wenigen Tagen eine Umfrage der Universität Wien, die muslimischen Jugendlichen tendenziöse Fragen zum Thema Homosexualität stellte.

    Auch wenn sich Bildungsminister Polaschek von dieser Studie distanziert hat, stellt sich trotzdem die Frage, ob sich hier nicht schön langsam ein Muster zeigt, das den Diskurs Stück um Stück wieder dorthin verschieben soll, dass es wieder „salonfähig“ wird, küssende Männer „eklig“ zu finden.

    „Ein Ausrutscher kann passieren, zwei sind zwei zu viel“, meint Richard Steinmetz, Vereinssprecher der HOSI Linz, „So erfreulich es ist, dass Bildungsminister Polaschek klarstellt, dass er ethische Standards für solche Studien einfordert, ist er letztlich dafür verantwortlich, dass das auch in der Praxis entsprechend umgesetzt wird.“

     „Es stellt sich die Frage, ob hier zufällig zwei Mal eine fast identische Formulierung verwendet wurde, die insbesondere schwule Männer als ‚ekelhaft‘ abwertet, oder ob hier eine systematische Diskursverschiebung dahintersteckt, die einer überwunden geglaubten plakativen Homophobie ein Comeback verschaffen soll. Hier ist der Minister gefordert, solche Ansinnen zu unterbinden und dafür zu sorgen, dass die Universitäten Stätten weltoffener Forschung bleiben und nicht zum Nährboden ewiggestriger Umtriebe werden“, so Steinmetz abschließend.

    gez. Mag. Richard Steinmetz
    Vereinssprecher der HOSI Linz

    Linz, 16.05.2023

  • Queere Filme bei CROSSING EUROPE-Filmfestival Linz

    Queere Filme bei CROSSING EUROPE-Filmfestival Linz

    Auf nach Europa!

    Das CROSSING EUROPE-Filmfestival Linz findet heuer zum 20. Mal statt. Das Festival positioniert Linz von 26. April bis 1. Mai einmal mehr als cinephilen Treffpunkt für zeitgenössisches Autor*innenkino aus Europa. Hier stellen wir alle Filme mit queerem Bezug vor.

    CAPTAIN FAGGOTRON SAVES THE UNIVERSE
    Harvey Rabbit, DE 2023, 72 min, Englisch, OmdU
    European Panorama Fiction
    Father Gaylord versucht, als Priester seine Homosexualität zu unterdrücken – und scheitert kläglich. Währenddessen hat sein außerirdischer Ex-Lover Queen Bitch den kühnen Plan, die Erde mit kosmischem Zauber in einen queeren Planeten zu verwandeln. Superheld Captain Faggotron eilt zu Hilfe. Der große Knall, inklusive intergalaktischer Dämonenorgie, steht kurz bevor! Harvey Rabbits herrlich trashiger Fantasy-Film über die Angst vor einem queeren Planeten ist eine direkte Antwort auf den Anschlag von Orlando, das Erstarken des Rechtspopulismus in den USA, die Verfolgung von queeren Menschen in Russland und die noch immer allgegenwärtige queer-feindliche Gewalt. „Captain Faggotron Saves the Universe“ folgt dabei einer Strategie, die tief in der Geschichte queeren Überlebens verwurzelt ist: Camp ist eine Waffe des freudigen Widerstands und ein Werkzeug zur Dekonstruktion der hetero­normativen Ödnis! (Salzgeber)

    BĚŽNÁ SELHÁNÍ / ORDINARY FAILURES
    Cristina Groşan, CZ/HU/IT/SK 2022, 84 min, Tschechisch, OmeU / Competition Fiction
    Eine Witwe, die in den Ruhestand gezwungen wird, ein einsamer Teenager, der sich mit seiner Sexualität auseinandersetzt, und eine fürsorgliche Mutter, die der Alltag überfordert, treffen aufeinander, als ein mysteriöses Naturphänomen ihre Stadt zum Stillstand bringt. In diesem visuell fesselnden Drama, angesiedelt in der sehr nahen Zukunft, scheint die Zeit für die Menschheit abzulaufen. Alle sind gezwungen innezuhalten und den Blick gen Himmel zu richten. (Sabine Gebetsroither)

    CHEMI OTAKHI / A ROOM OF MY OWN
    Ioseb „Soso“ Bliadze, GE/DE 2022, 107 min, Georgisch, OmeU / Competition Fiction
    Die beiden jungen Frauen könnten kaum unterschiedlicher sein: Megi feiert gern, ist extrovertiert und würde Tiflis am liebsten schon gestern Richtung USA verlassen haben. Tina dagegen ist gerade erst in die georgische Hauptstadt gezogen und eher verschlossen. Die beiden teilen sich eine Zweck-WG – aus der Tina eigentlich bald ausziehen will. Nach anfänglichen Konflikten nähern sich die beiden Frauen einander an. Die Geschichte einer inneren Emanzipation vor dem Hintergrund einer patriarchalen Gesellschaft – mit zwei herausragenden Hauptdarstellerinnen.
    (Film Festival Cologne)

    CHLEB I SÓL / BREAD AND SALT
    Damian Kocur, PL 2022, 100 min, Polnisch/Englisch, OmeU / Competition Fiction
    Tymek, ein angehender Pianist aus Warschau, kehrt über die Ferien in seine Heimatstadt zurück, einen kleinen Ort in der polnischen Provinz. Gemeinsam mit seinem Bruder und dessen Freunden verbringt der junge Student viel Zeit in einem Kebabladen, der Schmelztiegel der dortigen Jugend ist. Doch die Luft zwischen den arabischstämmigen Angestellten und der polnischen Kundschaft wird immer dicker. Zwischen unterschwelligem Rassismus und falschem Stolz kommt es schließlich zu einer Wendung, die niemand zu antizipieren vermochte. (Ania Gleich)

    SILENT LOVE
    Marek Kozakiewicz, DE/PL 2022, 72 min, Polnisch, OmeU / Competition
    Documentary
    Nach dem Tod ihrer Mutter zieht Aga aus Deutschland zurück in die heimatliche polnische Provinz, um für ihren 14-jährigen Bruder Miłosz zu sorgen. Im neuen, erzkonservativen Umfeld scheint die Möglichkeit, mit ihrer Partnerin Majka ein gemeinsames Leben zu gestalten und ein alternatives Familienmodell zu etablieren, weit weg – aber nicht unmöglich. Mit einer Kamera, die still beobachtend nah an den Hauptcharakteren bleibt, übermittelt dieser sensible und genau deshalb so eindringliche Dokumentarfilm gerade in seiner Subtilität die wichtigste Botschaft: Immer noch müssen Menschen ihre Liebe heimlich leben, sind wir nicht frei und losgelöst von Zwängen und Normen. (Ines Ingerle)

    SYNDROM HAMLETA / THE HAMLET SYNDROME
    Elwira Niewiera, Piotr Rosołowski, PL/DE 2022, 85 min, Ukrainisch/Russisch, OmeU / Competition Documentary
    Sein oder Nichtsein – mit dieser existenziellen Frage aus Shakespeares „Hamlet“ beschäftigen sich fünf junge Menschen aus der Ukraine, die nach der Maidan-Revolution 2014 ihrer Lebensträume beraubt wurden. Während der Proben zur Neuinszenierung des Klassikers erzählen sie sich gegenseitig aus ihren Leben, wobei Traumata ganz persönlicher Natur zutage kommen. Alte Wunden und schmerzliche Erinnerungen betreten so die Theaterbühne: Das Drama wird zum Reflexionspunkt virulenter Konflikte. (Ania Gleich)

    LE LYCÉEN / WINTER BOY
    Christophe Honoré, FR 2022, 122 min, Französisch, OmdU/OmeU /
    YAAAS! Competition
    Unerwartet wird Lucas aus dem Internat abgeholt und erhält eine erschütternde Nachricht: Der Vater hat bei einem Unfall die Kontrolle über seinen Wagen verloren und war sofort tot. Der 17-Jährige versucht, mit dem Verlust erst zu Hause im Kreis der Familie umzugehen und begleitet dann seinen älteren Bruder Quentin nach Paris, um für einige Wochen bei ihm und seinem Mitbewohner Lilio zu wohnen. Dort versucht Lucas, die Trauer auf seine eigene Art zu bewältigen, bis schließlich alles
    eskaliert. (Lilia Obermüller, YAAAS!
    Young Programmer)

    MI VACÍO Y YO / MY EMPTINESS AND I
    Adrián Silvestre, ES 2022, 98 min, Spanisch/Französisch, OmeU / YAAAS! Competition
    Raphi träumt von einer liebevollen Beziehung und einer traditionellen Familienplanung. Ihre Realität sieht jedoch anders aus: Sie arbeitet in einem Callcenter und ihr Datingleben verläuft enttäuschend. Sie wird mit Geschlechtsdysphorie diagnostiziert, was ihr zwar Klarheit, aber auch neue Unsicherheiten bringt. Sie tauscht sich mit Kolleg*innen, queeren Freund*innen und Männern, die sie online kennenlernt, über dieses Thema aus. Der Film gibt Einblick in die Gefühlswelt einer Transperson und begleitet Raphi, die trotz Hilfe und Unterstützung ihren Weg alleine gehen und große Entscheidungen selbst treffen muss. (Laura Marceta, YAAAS! Young Programmer)

    20.000 ESPECIES DE ABEJAS / 20,000 SPECIES OF BEES
    Estibaliz Urresola Solaguren, ES 2023, 129 min, Spanisch/Baskisch, OmeU /
    European Panorama Fiction
    Ein achtjähriges Kind leidet darunter, dass die Leute es hartnäckig bei seinem Geburtsnamen Aitor nennen, der bei ihm Unbehagen auslöst. Sein Spitzname Cocó fühlt sich nicht ganz so eindeutig verkehrt, aber auch nicht richtig an. Im Sommerurlaub im Baskenland vertraut das Kind seinen Kummer Verwandten und Freund*innen an. Doch wie geht eine Mutter, die selbst noch mit ambivalenten elterlichen Altlasten ringt, mit der Identitäts­suche ihres Kindes um? (Berlinale)

    LES CINQ DIABLES / THE FIVE DEVILS
    Léa Mysius, FR 2022, 95 min, Französisch, OmeU/OmdU /
    European Panorama Fiction

    Die achtjährige Vicky hat eine besondere Gabe: Sie sammelt Gerüche, in Gläsern und in ihrer Erinnerung, sogar den ihrer Mutter Joanne. Als eines Tages die entfremdete Tante Julia auftaucht, versetzt deren Duft das junge Mädchen jedoch in eine seltsame Ohnmacht, die sie unmittelbar in die Jugendjahre ihrer Eltern katapultiert. Mit großer Sensibilität inszeniert Léa Mysius ein magisch-realistisches modernes Märchen über die Liebe und verdrängte Familiengeheimnisse, Homophobie und die Art und Weise, wie uns unsere Vergangenheit bisweilen ungewollt in der Gegenwart einholt. (Pamela Jahn)

    SILVER HAZE
    Sacha Polak, NL/GB 2023, 102 min, Englisch, OmeU / European Panorama Fiction
    Franky ist Anfang zwanzig, arbeitet als Krankenschwester und ist voller Wut über ihre Vergangenheit und die Gegenwart, die daraus hervorgegangen ist. Sie hat emotionale und körperliche Narben davongetragen, die sie seit fünfzehn Jahren mit sich herum trägt und die nicht heilen wollen. Eine mit faszinierendem Feingefühl erzählte Geschichte über Identität, Sexualität und Wege, Traumata zu bewältigen. (Ines Ingerle)

    LE FAVOLOSE / THE FABULOUS ONES
    Roberta Torre, IT 2022, 75 min, Italienisch, OmeU / European Panorama Documentary
    Transgender-Personen werden im Moment des Todes häufig ihrer Identität beraubt. Ihre Familien schämen sich, die Beerdigung findet im Geheimen statt, und auf dem Grab steht der Name, den die Person vor ihrer Transition trug, womit der gesamte Lebensweg, den sie gewählt hatte, mit einem Schlag zunichte gemacht wird. So geschieht es auch bei Antonia. Ihre Freundinnen versammeln sich, um ihr Andenken zu ehren und ihr ihre verweigerte Identität zurückzugeben. (Giornate degli Autori – Internationale Filmfestspiele von Venedig)

    REI DOOR ONZE WERELD / JOURNEY THROUGH OUR WORLD
    Petra Lataster-Czisch, Peter Lataster, NL 2022, 114 min, Niederländisch/Deutsch/Russisch, OmeU / KURZFILM
    Das niederländische Regie-Ehepaar Petra Lataster-Czisch und Peter Lataster dokumentiert seine Erfahrungen im Lockdown während der Corona-Pandemie. In Zeiten von Social Distancing erkundet die Kamera die Tier- und Insektenwelt im Garten des Amsterdamer Apartmentkomplexes, gewährt Einblicke in das Leben von Nachbarn, Freunden, Familie. (Philip Waldner)

    LA PIEDAD / LA PIETÀ
    Eduardo Casanova, ES/AR 2022, 84 min, Spanisch/Koreanisch, OmeU
    Nachtsicht | Night Sight
    Übermutter Libertad und Sohn Mateo stehen in einem pathologischen Abhängigkeitsverhältnis zueinander. Als beim jungen Mann ein Gehirntumor diagnostiziert wird, droht ihre vergiftete Welt endgültig aus den Fugen zu geraten …

    IRGENDWANN WIRST DU VERSTEHEN / SOMEDAY YOU WILL UNDERSTAND
    Patricia Göckert, AT 2023, 90 min, Deutsch, OmeU / Local Artists
    Interviews mit Personen aus der LGBTIQA+ Community, die ihren oft schwierigen
    Weg zur Selbstakzeptanz emotional und zugleich analytisch schildern

    POOL
    Sophia Hochedlinger, AT 2023, 27 min, Deutsch, OmeU / KURZFILM
    In einem Billard-Pub stoßen zwei un­gleiche Freundesgruppen aufeinander, die gut miteinander auszukommen scheinen …

    PINNED INTO A DRESS
    Gianluca Matarrese, Guillaume Thomas, FR 2022, 20 min, Englisch, OmeU
    Im Stillen als queere Person in einer zerrütteten und dysfunktionalen Familie aufgewachsen, wurde Kurtis mit Missbrauch, Traumata und Sucht konfrontiert. Als Ausweg flieht er in die ständige Suche nach Schönheit. Seine Obsession führt ihn schließlich dazu, sein Alter Ego Miss Fame zu erschaffen, eines der ikonischsten Drag-Supermodels seiner Generation, die ihm die Tür zu Welten öffnet, die seine kühnsten Träume übertreffen.
    www.instagram.com/missfamenyc/

    Text und Fotos Crossing Europe
    https://www.crossingeurope.at/programm/filme

     

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