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  • Nationalratswahl 2024

    Nationalratswahl 2024

     Keine queeren Stimmen für FPÖ und ÖVP!

    Die Nationalratswahl 2024 ist für alle Menschen eine schwierige Entscheidung. Allerdings: FPÖ und ÖVP sind für queere Menschen jedenfalls nicht wählbar.

    [Linz, 23.09.2024] Die Nationalratswahl am kommenden Sonntag bedeutet auch, sich anzusehen, wie sich die wahlwerbenden Parteien gegenüber gesellschaftlichen Minderheiten verhalten. Hinsichtlich der LGBTIQ*-Community fällt diese Überprüfung bescheiden aus. Seitens der ÖVP wird jeder Fortschritt blockiert und die FPÖ fällt nur durch niederträchtige, polemische Hetze auf.

    „Eigentlich gibt es nur vier Parteien, die eine einigermaßen glaubwürdige LGBTIQ*-Position vertreten – nämlich die SPÖ, die Grünen, die NEOS und die KPÖ,“ erläutert Michael Müller, Vereinssprecher der HOSI Linz die Position der HOSI Linz. Die Grünen hätten der ÖVP in den letzten Jahren trotz deren heftigen Widerstand einiges an Verbesserungen abgetrotzt; Baustellen seien aber geblieben: Sogenannte ‚Konversionstherapien‘ sind immer noch nicht verboten, schmerzlich fehlt das Levelling-Up im Diskriminierungsschutz, medizinisch nicht notwendige Operationen an intergeschlechtlichen Kindern sind immer noch erlaubt, der selbstbestimmte Wahl alternativer Geschlechtseinträge für trans-, intergeschlechtliche und nicht-binäre Menschen wird genauso vermisst wie eine Verbesserung der Aufenthaltssituation für queere Flüchtlinge.

    „Es wäre so einfach und es würde auch wenig kosten, diese Verbesserungen einzuführen und Österreich damit gleichstellungspolitisch an die Mehrzahl der EU-Staaten aufschließen zu lassen – und es wäre so wichtig für die Betroffenen, so Müller, der die Blockadehaltung der ÖVP nicht verstehen kann. „Und dann sehen wir uns der Möglichkeit gegenüber, dass die ÖVP mit der FPÖ nach der Wahl eine Regierung bilden könnte. Angesichts der letzten Regierungsbildungen in Niederösterreich und Salzburg schließen wir nicht aus, dass die ÖVP trotz einer klaren Absage vor der Wahl, nach der Wahl nicht dennoch mit der FPÖ koaliert. Die ÖVP ist hier weder glaub- noch vertrauenswürdig.“

    Wofür die FPÖ stehe, habe nicht nur deren Obmann Herbert Kickl schon öfter von sich gegeben, sondern gerade ein aktuelles Video des FPÖ-Landtagsabgeordneten Michael Gruber zeige, was die LGBTIQ*-Community von einer Regierungsbeteiligung der FPÖ zu erwarten hätte. Gruber zerreißt darin eine Regenbogenfahne und wirft sie in den Müll. Gruber steht dabei an einer Haltestelle, im Hintergrund ist “LGBTQ” durchgestrichen. In dem Video wettert er unter dem Titel “Aufräumen für Österreich” gegen eine “linke, degenerierte Politik”, worunter er die Themen “96 Geschlechter und Regenbogen” subsumiert. “Regenbogen dort, Regenbogen da”, das sei “für den Mistkübel”, sagt Gruber in dem Video. Es brauche lediglich “ein Manderl, ein Weiberl, und dann gibt es Kinder”.

     „Wir sind nur noch entsetzt. Dieses Video ist infam und niederträchtig. So sät die FPÖ Hass und ruft zu Gewalt gegenüber der LGBTIQ*-Community auf. Diskriminierung und Hetze sind keine Meinungen. Die FPÖ vermittelt die Botschaft, dass queere Menschen keine Existenzberechtigung haben, verstärkt das Gefühl der Unsicherheit und Ausgrenzung und trägt dazu bei, dass queere Menschen sich unsichtbar und unerwünscht fühlen. Dies ist nicht nur eine politische, sondern vor allem eine menschliche Katastrophe.” erläutert Michael Müller.

    „Alle, die nicht ins Weltbild der FPÖ passen, müssen sich dessen bewusst sein, was es bedeutet, wenn eine Partei, die eine solche Hetze als ‚legitime Kritik‘ bezeichnet, an die Regierung kommt. Wir sehen seit Jahren, wie es der LGBTIQ*-Community in Russland, in Polen unter der PiS-Regierung, in Ungarn und auch jetzt in Bulgarien oder Georgien geht: Unterdrückt, verboten, ausgegrenzt, unsichtbar gemacht. Unsere Botschaft ist klar: In Österreich darf kein Platz für autoritäre Parteien sein, die sich gegen Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Minderheiten und Menschenrechte stellen. Am 29. September daher keine Stimme für die FPÖ und keine Stimme für die Blockadepartei ÖVP, die womöglich diese FPÖ auch noch in die Regierung holt!“, so Müller abschließend.

    gez. Dipl.-Ing. Dr. Michael Müller
    Vereinssprecher der HOSI Linz

     Linz, 23.09.2024

  • Keine Existenzberechtigung? Die gefährliche Botschaft hinter Grubers Video

    Keine Existenzberechtigung? Die gefährliche Botschaft hinter Grubers Video

    Statement der HOSI Linz zum aktuellen Wahlkampfvideo von LAbg. Michael Gruber (FPÖ)

    Ein kürzlich veröffentlichtes Video des FPÖ-Landtagsabgeordneten Michael Gruber sorgt für Empörung. Darin zerreißt er eine Regenbogenfahne und hetzt auf unterstem Niveau gegen die LGBTIQ*-Community. Die HOSI Linz ruft zu einem entschiedenen Widerstand gegen solche menschenverachtenden und diskriminierenden Botschaften auf! 

    Ein Video zeigt, wie der FPÖ-Landtagsabgeordnete Michael Gruber eine Regenbogenfahne zerreißt und sie in den Müll schmeißt. Gruber steht dabei an einer Haltestelle, im Hintergrund ist “LGBTQ” durchgestrichen. In dem Video wettert Gruber unter dem Titel “Aufräumen für Österreich” gegen eine “linke, degenerierte Politik”, worunter er die Themen “96 Geschlechter und Regenbogen” subsumiert. “Regenbogen dort, Regenbogen da”, das sei “für den Mistkübel”, sagt Gruber in dem Video. Dort landet dann die von ihm zerrissene Regenbogenfahne. Es brauche lediglich “ein Manderl, ein Weiberl, und dann gibt es Kinder”.

    „Wir sind entsetzt. Dieses Video ist infam und niederträchtig. Herr Gruber sät Hass und ruft zu Gewalt gegenüber der LGBTIQ*-Community auf. Dies ist nicht nur eines Mitgliedes des Oberösterreichischen Landtags unwürdig und nicht nur politisch, sondern vor allem menschlich völlig unangebracht. Diskriminierung ist keine Meinung. Wir fordern Herrn Gruber auf, die Konsequenzen zu ziehen und zurückzutreten,“ so Michael Müller, Vereinssprecher der HOSI Linz.

    Besonders besorgniserregend ist, dass Michael Gruber Mitglied des Ausschusses für Gesellschaft ist, der für Bildung und Gesellschaft, einschließlich der allgemeinen Angelegenheiten der Frauen in der Gesellschaft, der Familienpolitik und der Sozialarbeit der Kinder- und Jugendhilfe an Schulen, verantwortlich ist. Ein Mensch, der für die gesellschaftliche Entwicklung verantwortlich ist und solche hasserfüllten Botschaften in die Welt setzt, ist eindeutig nicht für seinen Beruf qualifiziert. Seine Handlungen und Aussagen stehen im krassen Widerspruch zu den Aufgaben und Verantwortlichkeiten, die er innehat, und untergraben das Vertrauen in die Institutionen, die für den Schutz und die Förderung aller Mitglieder der Gesellschaft zuständig sind.

    Klar ist: Die verstörenden Auswirkungen eines solchen Videos auf queere Menschen sind nicht zu unterschätzen. Es vermittelt die Botschaft, dass sie keine Existenzberechtigung haben und verstärkt das Gefühl der Unsicherheit und Ausgrenzung. “Der Diskurs, wie er von der FPÖ geführt wird, trägt dazu bei, dass queere Menschen sich unsichtbar und unerwünscht fühlen. Dies ist nicht nur eine politische, sondern vor allem eine menschliche Katastrophe.” betont Michael Müller.

    „Zwei Wochen vor der Nationalratswahl zeigt die FPÖ wieder einmal ihr wahres Gesicht. Alle, die nicht ins Weltbild der FPÖ passen, müssen sich dessen bewusst sein, was es bedeutet, wenn eine Partei, die eine solche Hetze als ‚legitime Kritik‘ bezeichnet, an die Regierung kommt. Wir sehen seit Jahren, wie es der LGBTIQ*-Community in Russland, in Polen unter der PiS-Regierung, in Ungarn und auch jetzt in Bulgarien geht: Unterdrückt, verboten, ausgegrenzt, unsichtbar gemacht. Unsere Botschaft ist klar: In Österreich darf kein Platz für autoritäre Parteien sein, die sich gegen Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Minderheiten und Menschenrechte stellen. Am 29. September keine Stimme für die FPÖ!“

  • linzpride2024: Ausgelassene, friedliche und respektvolle Stimmung

    linzpride2024: Ausgelassene, friedliche und respektvolle Stimmung

    Am Samstag, den 06.07.2024, fand zum dreizehnten Mal linzpride als sichtbares Zeichen der LGBTIQ*-Community (LGBTIQ: Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersex, Queer) in Oberösterreich statt. Insgesamt waren etwa 12.000 Personen dem Aufruf der Homosexuellen Initiative (HOSI) Linz gefolgt und haben gemeinsam für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung demonstriert.

    „Wir sind glücklich, dass sich so viele Personen unserem Aufruf angeschlossen haben und auch, dass der Paradentag ohne Störaktionen oder Übergriffe gegenüber Mitgliedern der LGBTIQ*-Community vorbeigegangen ist.“, zeigt sich Michael Müller, Vereinssprecher der Homosexuellen Initiative (HOSI) Linz erleichtert und erfreut. „Wir sind auch stolz darauf, dass das neue Angebot “Pride City” am OK Platz und dem Ursulinenhof so gut aufgenommen wurde.“

    Zwölf Organisationen und Einrichtungen aus dem queeren Spektrum hatten Gelegenheit, ihre Tätigkeiten und Anliegen einem breiten und interessierten Publikum zu präsentieren. Parallel wurden im Moviemento Kurzfilme von queeren lokalen Künstler*innen gezeigt und bei der “Pride Night” sorgten DJ Caruso und Metamorkid für eine ausgelassene Stimmung im ausverkauften Haus.

    Die Vertreter*innen der Politik aus Stadt, Land und Bund versicherten bei ihren Ansprachen unisono, dass sie die LGBTIQ-Community in Oberösterreich auch weiterhin tatkräftig unterstützen würden. Die HOSI Linz als Veranstalterin der Parade zum linzpride2024 dankt in diesem Zusammenhang der Stadt Linz zu dieser wohl wichtigsten und größten LGBTIQ*-Veranstaltung in Oberösterreich.

    „Wir bedanken uns daher ganz herzlich bei der für LGBTIQ*-Angelegenheiten zuständige Vizebürgermeisterin Tina Blöchl, sowie dem Bürgermeister Klaus Luger und der Kulturstadträtin Doris Lang-Mayrhofer für die gewährte Unterstützung“ freut sich Michael Müller. „Weiters bedanken wir uns herzlichst bei unseren Sponsor*innen und Partner*innen für die Unterstützung und gute Kooperation. Ein besonderer Dank geht an LIWEST als Hauptsponsor des linzpride2024.“

    Die HOSI Linz dankt aber auch der Linzer Polizei, die sowohl Parade als auch das Pride City vorbildlich begleitet und allen Teilnehmer*innen und Besucher*innen auch ein sicheres Gefühl gegeben hat. „Dies hat wesentlich dazu beigetragen, dass sowohl Parade als auch das anschließende Fest am OK Platz bzw. im OK Mediendeck in entspannter, freudiger und vor allem friedvoller Atmosphäre über die Bühne gehen konnte. Uns freut es dann besonders, dass sich die vielen tausend Besucher*innen der linzpride2024 wohl und willkommen gefühlt haben,“ so Müller abschließend, der auch betonte, dass nicht einmal der kurzzeitige Wolkenbruch zu Ende der „Pride City“ der entspannten Stimmung etwas anhaben konnte. Die Besucher*innen wechselten einfach zur „Pride Night“…

    Der Termin für die linzpride2025 wird zu gegebener Zeit bekannt gemacht.

    Fotocredit: Jakob Koch/HOSI Linz

  • PRIDE Magazin: 200. Ausgabe

    PRIDE Magazin: 200. Ausgabe

    In den 33,33 Jahren, seitdem das PRIDE Magazin jetzt alle zwei Monate erscheint, ist wahrlich viel passiert. Die Anfänge waren noch ohne Internet und Handys. Oft kamen damals schwule Männer auf den lokalen Seiten von Tageszeitungen nur im Zusammenhang von Verbrechen vor, lesbisches Leben war fast nicht sichtbar – von anderen Identitätsformen ganz zu schweigen. Den Macher*innen dieses Magazins war immer wichtig, ein eigenes Bild von queerem Leben aufzuzeigen, nicht wie in klassischen Medien über eine sexuelle Minderheit zu schreiben, sondern aus dem eigenen Erlebten neue Utopien anzuschreiben. Wir haben eine Sondernummer bei der Abschaffung des §209 Strafgesetzbuchs in kürzester Zeit publiziert, wir haben immer wieder gesellschaftspolitische Titel­geschichten ins Parlament hineingetragen. Wir haben vielen Menschen mit unseren Geschichten beim Coming-Out geholfen.

    Wir haben bei Menschen aus Politik, Kultur und der Community um Grußworte zum Jubiläum gebeten. Mit den anerkennenden Statements wollen wir unseren Dank ausdrücken, an all die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen des PRIDE Teams und stellvertretend ein Zitat dazu auswählen: „PRIDE ist eine superwichtige Stimme in der österreichischen Presselandschaft, weil sie Räume offen hält, Verbindungen schafft und Haltung beweist.“ (Wiebke Melle)

    Feiern wir gemeinsam am 06.07.2024 ab 21:00 im OK Linz die linzpride night – presented by PRIDE – das queere* Österreichmagazin.

    Gerhard Niederleuthner

    pride.at15

  • Geschäftsbericht der HOSI Linz 2023

    Geschäftsbericht der HOSI Linz 2023

    Geschäftsbericht der HOSI Linz 2023
    Stand: Mai 2024

    Download: hosilinz_bericht_2023_webversion

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