Autor: HOSI Linz

  • Keine Existenzberechtigung? Die gefährliche Botschaft hinter Grubers Video

    Keine Existenzberechtigung? Die gefährliche Botschaft hinter Grubers Video

    Statement der HOSI Linz zum aktuellen Wahlkampfvideo von LAbg. Michael Gruber (FPÖ)

    Ein kürzlich veröffentlichtes Video des FPÖ-Landtagsabgeordneten Michael Gruber sorgt für Empörung. Darin zerreißt er eine Regenbogenfahne und hetzt auf unterstem Niveau gegen die LGBTIQ*-Community. Die HOSI Linz ruft zu einem entschiedenen Widerstand gegen solche menschenverachtenden und diskriminierenden Botschaften auf! 

    Ein Video zeigt, wie der FPÖ-Landtagsabgeordnete Michael Gruber eine Regenbogenfahne zerreißt und sie in den Müll schmeißt. Gruber steht dabei an einer Haltestelle, im Hintergrund ist “LGBTQ” durchgestrichen. In dem Video wettert Gruber unter dem Titel “Aufräumen für Österreich” gegen eine “linke, degenerierte Politik”, worunter er die Themen “96 Geschlechter und Regenbogen” subsumiert. “Regenbogen dort, Regenbogen da”, das sei “für den Mistkübel”, sagt Gruber in dem Video. Dort landet dann die von ihm zerrissene Regenbogenfahne. Es brauche lediglich “ein Manderl, ein Weiberl, und dann gibt es Kinder”.

    „Wir sind entsetzt. Dieses Video ist infam und niederträchtig. Herr Gruber sät Hass und ruft zu Gewalt gegenüber der LGBTIQ*-Community auf. Dies ist nicht nur eines Mitgliedes des Oberösterreichischen Landtags unwürdig und nicht nur politisch, sondern vor allem menschlich völlig unangebracht. Diskriminierung ist keine Meinung. Wir fordern Herrn Gruber auf, die Konsequenzen zu ziehen und zurückzutreten,“ so Michael Müller, Vereinssprecher der HOSI Linz.

    Besonders besorgniserregend ist, dass Michael Gruber Mitglied des Ausschusses für Gesellschaft ist, der für Bildung und Gesellschaft, einschließlich der allgemeinen Angelegenheiten der Frauen in der Gesellschaft, der Familienpolitik und der Sozialarbeit der Kinder- und Jugendhilfe an Schulen, verantwortlich ist. Ein Mensch, der für die gesellschaftliche Entwicklung verantwortlich ist und solche hasserfüllten Botschaften in die Welt setzt, ist eindeutig nicht für seinen Beruf qualifiziert. Seine Handlungen und Aussagen stehen im krassen Widerspruch zu den Aufgaben und Verantwortlichkeiten, die er innehat, und untergraben das Vertrauen in die Institutionen, die für den Schutz und die Förderung aller Mitglieder der Gesellschaft zuständig sind.

    Klar ist: Die verstörenden Auswirkungen eines solchen Videos auf queere Menschen sind nicht zu unterschätzen. Es vermittelt die Botschaft, dass sie keine Existenzberechtigung haben und verstärkt das Gefühl der Unsicherheit und Ausgrenzung. “Der Diskurs, wie er von der FPÖ geführt wird, trägt dazu bei, dass queere Menschen sich unsichtbar und unerwünscht fühlen. Dies ist nicht nur eine politische, sondern vor allem eine menschliche Katastrophe.” betont Michael Müller.

    „Zwei Wochen vor der Nationalratswahl zeigt die FPÖ wieder einmal ihr wahres Gesicht. Alle, die nicht ins Weltbild der FPÖ passen, müssen sich dessen bewusst sein, was es bedeutet, wenn eine Partei, die eine solche Hetze als ‚legitime Kritik‘ bezeichnet, an die Regierung kommt. Wir sehen seit Jahren, wie es der LGBTIQ*-Community in Russland, in Polen unter der PiS-Regierung, in Ungarn und auch jetzt in Bulgarien geht: Unterdrückt, verboten, ausgegrenzt, unsichtbar gemacht. Unsere Botschaft ist klar: In Österreich darf kein Platz für autoritäre Parteien sein, die sich gegen Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Minderheiten und Menschenrechte stellen. Am 29. September keine Stimme für die FPÖ!“

  • linzpride2024: Ausgelassene, friedliche und respektvolle Stimmung

    linzpride2024: Ausgelassene, friedliche und respektvolle Stimmung

    Am Samstag, den 06.07.2024, fand zum dreizehnten Mal linzpride als sichtbares Zeichen der LGBTIQ*-Community (LGBTIQ: Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersex, Queer) in Oberösterreich statt. Insgesamt waren etwa 12.000 Personen dem Aufruf der Homosexuellen Initiative (HOSI) Linz gefolgt und haben gemeinsam für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung demonstriert.

    „Wir sind glücklich, dass sich so viele Personen unserem Aufruf angeschlossen haben und auch, dass der Paradentag ohne Störaktionen oder Übergriffe gegenüber Mitgliedern der LGBTIQ*-Community vorbeigegangen ist.“, zeigt sich Michael Müller, Vereinssprecher der Homosexuellen Initiative (HOSI) Linz erleichtert und erfreut. „Wir sind auch stolz darauf, dass das neue Angebot “Pride City” am OK Platz und dem Ursulinenhof so gut aufgenommen wurde.“

    Zwölf Organisationen und Einrichtungen aus dem queeren Spektrum hatten Gelegenheit, ihre Tätigkeiten und Anliegen einem breiten und interessierten Publikum zu präsentieren. Parallel wurden im Moviemento Kurzfilme von queeren lokalen Künstler*innen gezeigt und bei der “Pride Night” sorgten DJ Caruso und Metamorkid für eine ausgelassene Stimmung im ausverkauften Haus.

    Die Vertreter*innen der Politik aus Stadt, Land und Bund versicherten bei ihren Ansprachen unisono, dass sie die LGBTIQ-Community in Oberösterreich auch weiterhin tatkräftig unterstützen würden. Die HOSI Linz als Veranstalterin der Parade zum linzpride2024 dankt in diesem Zusammenhang der Stadt Linz zu dieser wohl wichtigsten und größten LGBTIQ*-Veranstaltung in Oberösterreich.

    „Wir bedanken uns daher ganz herzlich bei der für LGBTIQ*-Angelegenheiten zuständige Vizebürgermeisterin Tina Blöchl, sowie dem Bürgermeister Klaus Luger und der Kulturstadträtin Doris Lang-Mayrhofer für die gewährte Unterstützung“ freut sich Michael Müller. „Weiters bedanken wir uns herzlichst bei unseren Sponsor*innen und Partner*innen für die Unterstützung und gute Kooperation. Ein besonderer Dank geht an LIWEST als Hauptsponsor des linzpride2024.“

    Die HOSI Linz dankt aber auch der Linzer Polizei, die sowohl Parade als auch das Pride City vorbildlich begleitet und allen Teilnehmer*innen und Besucher*innen auch ein sicheres Gefühl gegeben hat. „Dies hat wesentlich dazu beigetragen, dass sowohl Parade als auch das anschließende Fest am OK Platz bzw. im OK Mediendeck in entspannter, freudiger und vor allem friedvoller Atmosphäre über die Bühne gehen konnte. Uns freut es dann besonders, dass sich die vielen tausend Besucher*innen der linzpride2024 wohl und willkommen gefühlt haben,“ so Müller abschließend, der auch betonte, dass nicht einmal der kurzzeitige Wolkenbruch zu Ende der „Pride City“ der entspannten Stimmung etwas anhaben konnte. Die Besucher*innen wechselten einfach zur „Pride Night“…

    Der Termin für die linzpride2025 wird zu gegebener Zeit bekannt gemacht.

    Fotocredit: Jakob Koch/HOSI Linz

  • PRIDE Magazin: 200. Ausgabe

    PRIDE Magazin: 200. Ausgabe

    In den 33,33 Jahren, seitdem das PRIDE Magazin jetzt alle zwei Monate erscheint, ist wahrlich viel passiert. Die Anfänge waren noch ohne Internet und Handys. Oft kamen damals schwule Männer auf den lokalen Seiten von Tageszeitungen nur im Zusammenhang von Verbrechen vor, lesbisches Leben war fast nicht sichtbar – von anderen Identitätsformen ganz zu schweigen. Den Macher*innen dieses Magazins war immer wichtig, ein eigenes Bild von queerem Leben aufzuzeigen, nicht wie in klassischen Medien über eine sexuelle Minderheit zu schreiben, sondern aus dem eigenen Erlebten neue Utopien anzuschreiben. Wir haben eine Sondernummer bei der Abschaffung des §209 Strafgesetzbuchs in kürzester Zeit publiziert, wir haben immer wieder gesellschaftspolitische Titel­geschichten ins Parlament hineingetragen. Wir haben vielen Menschen mit unseren Geschichten beim Coming-Out geholfen.

    Wir haben bei Menschen aus Politik, Kultur und der Community um Grußworte zum Jubiläum gebeten. Mit den anerkennenden Statements wollen wir unseren Dank ausdrücken, an all die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen des PRIDE Teams und stellvertretend ein Zitat dazu auswählen: „PRIDE ist eine superwichtige Stimme in der österreichischen Presselandschaft, weil sie Räume offen hält, Verbindungen schafft und Haltung beweist.“ (Wiebke Melle)

    Feiern wir gemeinsam am 06.07.2024 ab 21:00 im OK Linz die linzpride night – presented by PRIDE – das queere* Österreichmagazin.

    Gerhard Niederleuthner

    pride.at15

  • Geschäftsbericht der HOSI Linz 2023

    Geschäftsbericht der HOSI Linz 2023

    Geschäftsbericht der HOSI Linz 2023
    Stand: Mai 2024

    Download: hosilinz_bericht_2023_webversion

  • Neuerungen und erweitertes Programm bei linzpride2024

    Neuerungen und erweitertes Programm bei linzpride2024

    Die HOSI Linz ist stolz, die Neukonzeptionierung der linzpride für das Jahr 2024 bekanntzugeben.

    Linz [18.03.2024] –Ergebnis dieser Überarbeitung ist die Umgestaltung des Pride Open Air zur “Pride City”. Die Pride Parade wird eine neue Route bekommen und auch die Pride Night übersiedelt in eine neue Location – das OK-Mediendeck.

    linzpride findet dieses Jahr am 6. Juli 2024 statt und startet wie gewohnt ab 12:00 mit einem Warm-up im Volksgarten. Start der Demonstration ist um 14:00 Uhr. Neu ist, dass nicht mehr das Urfahraner Jahrmarktgelände Ziel der Demo sein wird, sondern der Paradenzug im Kreis durch die Stadt verläuft, um wieder im Volksgarten zu enden. Das ebenfalls überarbeitete Programm im Anschluss sieht ein Nachmittagsevent rund um das Offene Kulturhaus vor. Hier wird im Rahmen der neuen „Pride City“ am OK-Platz und im Ursulinenhof ein Markt entstehen, der als Präsentationsplattform für Communityvereine und Kooperationspartner*innen dient. Die Afterparty der linzpride findet im OK-Mediendeck statt und bietet ab 21:00 Uhr ein buntes Programm mit queeren Künstler*innen aus Oberösterreich und darüber hinaus.

    „Durch die engere Zusammenarbeit ermöglichen wir vielen queeren Einrichtungen und Künstler*innen in Linz bzw. Oberösterreich eine Plattform zur Präsentation unter einem Dach“, so Michael Müller, Vereinssprecher der HOSI Linz. „Wir stellen auf diesem Weg den Community-Gedanken mehr in den Vordergrund und legen damit eine starke und breite Basis für die kommenden herausfordernden Jahre.“

    Zusätzlich zur Neugestaltung der linzpride wird auch das Angebot für die lokale Community über den gesamten Pride-Monat Juni deutlich ausgeweitet. Neben einer Vielzahl an Unterhaltungs- und Infoabenden im fortynine, dem Vereinslokal der HOSI Linz, sind auch weitere Veranstaltungen mit Kooperationspartner*innen in Planung.

    Die Gründe für die Neukonzeptionierung liegen überwiegend in dem durch die immer stärker steigenden Besucher*innen-Anzahl resultierenden organisatorischen Aufwand sowie den damit verbundenen Kosten. Trotz finanzieller Unterstützung der Stadt Linz stellte das Pride Open Air in seiner bisherigen Form ein zu großes finanzielles Risiko dar. Ergänzend hierzu kamen Planungsunsicherheiten durch das neu entstandene LIDO Sounds Musikfestival im gleichen Zeitraum (mehr: linzpride2024 verschoben – HOSI Linz.at).

    „Im letzten Jahr wurde deutlich, dass die linzpride eine Größe erreicht hat, die ehrenamtlich in ihrer aktuellen Ausgestaltung nicht mehr zu bewältigen ist“, so Michael Müller. „Mit dem Wegfall des Pride Open Airs verringert sich auch die Notwendigkeit, den größten Teil unserer Ressourcen in eine intensive Sponsor*innen-Suche zu investieren. Damit wird auch einer Kommerzialisierung der Pride vorgebeugt. Wir setzen uns dafür ein, die Authentizität und Integrität der Community generell und der linzpride im Speziellen zu bewahren. Die linzpride ist und bleibt eine Demonstration für die Rechte und die Sichtbarkeit der queeren Community in Linz und Oberösterreich.“

    Seit November finden monatlich öffentliche Infotreffen zur linzpride statt, zu denen die Organisator*innen einladen: „Wir freuen uns über alle Interessierten, die vorbeikommen. Diese Treffen bieten eine hervorragende Gelegenheit, um mehr über die linzpride zu erfahren, Fragen zu stellen und sich aktiv einzubringen. Teilnahme und Engagement sind für uns als ehrenamtliche Einrichtung, die sich selbst der Community verpflichtet sieht, sehr wichtig und wir freuen uns darauf, neue Gesichter und engagierte Personen bei diesen Treffen begrüßen zu können“, so Mag. Gerhard Niederleuthner, der Organisationsleiter für linzpride2024. Das nächste Infotreffen findet am 19. April ab 19:00 in der Queer Bar forty nine statt (Schillerstraße 49, 4020 Linz).

    Aktuelle Informationen gibt es unter https://www.linzpride.at sowie auf Social Media auf Facebook (HOSI Linz und linzpride) und Instagram (@hosilinz und @linzpride).

    Die HOSI Linz freut sich auf die linzpride2024 und dankt allen, die diesen Tag ermöglichen, von der Politik, über unsere Partner*innen sowie der oberösterreichischen LGBTIQA*-Community. Unser größter Dank gilt allen Helfer*innen für ihre treue Unterstützung.

    gez. Dipl.-Ing. Dr. Michael Müller
    Vereinssprecher der HOSI Linz

    gez. Mag. Gerhard Niederleuthner
    Gesamtleiter linzpride2024

    Linz, 18.03.2024

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