Autor: HOSI Linz

  • Enttäuschend! HOSI Linz bedauert Umfaller der SPÖ beim Blutspenden

    Enttäuschend! HOSI Linz bedauert Umfaller der SPÖ beim Blutspenden

    In der Nationalratssitzung am 09.07.2015 fand ein Antrag auf ein Ende der Diskriminierung schwuler Männer beim Blutspenden keine Mehrheit. Auch die SPÖ war nicht bereit, diese Diskriminierung zu beenden.

    Linz (HOSI). “Ich bin sehr enttäuscht, über die fehlende Bereitschaft diese erwiesene Diskriminierung zu beenden”, reagiert Stefan Thuma, Vereinssprecher der HOSI Linz, darauf, dass ein Antrag zur Änderungen beim Blutspendeverbot für Schwule von den Regierungsparteien abgelehnt wurde. “Obwohl es ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes gibt, nachdem es homosexuellen Männern in Zukunft nur unter bestimmten Bedingungen dauerhaft das Blutspenden verwehrt werden kann, zeigt die ÖVP keinerlei Handlungsbereitschaft für die Thematik”, kritisiert Thuma. Bedauerlich sei vor allem, dass sich die SPÖ einmal mehr von der ÖVP in politische Geiselhaft nehmen hat lassen.

    Ein Ausschluss schwuler Männer sei nur dann gerechtfertigt, so der Europäische Gerichtshof, wenn aktuell ein riskantes Sexualverhalten vorliegt und dementsprechende Testmethoden und eine genaue Befragung der potenziellen Spender dies bestätigen. “Es wäre jetzt ein Leichtes gewesen, die österreichischen Bestimmungen dem EUGH-Urteil anzupassen – weder wären damit Kosten verbunden, noch handelt es sich dabei um ein eklatantes politisches Problem. Man hätte lediglich eine nicht mehr zeitgemäße Diskriminierung beseitigt, denn tatsächliche Risiken müssen die Grundlage von einschränkenden Maßnahmen sein und nicht überkommene Vorurteile. Dass Diskriminierungsschutz bei der ÖVP auf taube Ohren stößt, wissen wir seit dem verhinderten Levelling-Up bei den Antidiskriminierungsbestimmungen. Dass jetzt auch die SPÖ deren Lied singt, ist unverständlich und einfach nur enttäuschend”, so Thuma.

    Für die HOSI Linz gez. Stefan Thuma, Vereinssprecher

    Linz, den 13.07.2015

  • LINZPRIDE 2015 – gemeinsam sichtbar!

    LINZPRIDE 2015 – gemeinsam sichtbar!

    Ein Fest für alle!

    Linz PRIDE 2015 erfolgreich zu Ende gegangen

    Trotz zeitweisem Starkregen ist mit rund 1000 TeilnehmerInnen das vierte Straßenfest zum Christopher Street Day, dem Feiertag der internationalen Lesben- und Schwulenbewegung, am Maindeck des Ars Electronica Centers erfolgreich über die Bühne gegangen.

    Linz (HOSI). Zum vierten Mal nach 2009, 2010 und 2011 organisierte die HOSI Linz am 27.06.2015 aus Anlass des Christopher Street Day (CSD) ein Straßenfest und rund 1000 Menschen jeglicher sexuellen Orientierung ließen es sich trotz anfangs starkem Regen nicht nehmen, gemeinsam mit der HOSI Linz zu feiern. Jede Menge Musik, Getränke- und Grillstände sorgten für richtig gute Feierlaune und an zahlreichen Informationsständen konnten sich Interessierte über alles rund um das Thema Homosexualität informieren.

    VertreterInnen der Stadt- und Landespolitik gingen in ihren Ansprachen auf die Forderung nach  Gleichstellung aller Formen des Zusammenlebens ein. Vizebürgermeisterin Karin Hörzing (SPÖ) betonte die Notwendigkeit von Toleranz, für die auch symbolisch die gleichgeschlechtlichen Ampelpärchen stünden, die rechtzeitig zum CSD auf der Mozartkreuzung installiert werden konnten. Vizebürgermeister Bernhard Baier (ÖVP) wiederum zeigte sich optimistisch, was die Meinungsbildung innerhalb seiner Partei betrifft. Er gehe davon aus, dass der Meinungsbildungsprozess in der ÖVP schon bald abgeschlossen sei. Gemeinderätin Edith Schmied (GRÜNE) kündigte wiederum einen Gemeinderatsantrag an, mit dem der Bundesgesetzgeber aufgefordert werden solle, die Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen.

    Aber auch Stadträtin Eva Schobesberger und Bezirkssprecher Severin Mayr von den GRÜNEN waren gekommen, ebenso Judith Raab, Landessprecherin der NEOS, die ebenfalls forderte, dass jede und jeder seine Lebensmodelle frei wählen können solle.

    „Ich bin begeistert“, freut sich Vereinssprecher Stefan Thuma, „so viele Menschen sind unserem Aufruf gefolgt, heute gemeinsam ein Zeichen der Sichtbarkeit zu setzen. Ich hoffe, die Politikerinnen und Politiker haben dieses Zeichen auch wahrgenommen und tragen die Botschaft in ihre Parteien: Die Diskriminierung von Lesben und Schwulen muss auch in Österreich endlich ein Ende haben. Es darf keinen Platz für Homophobie geben, weder in der Gesellschaft noch im Gesetz!“

    Nach Ende des siebenstündigen Festes feierten hunderte Besucherinnen und Besucher in der Stadtwerkstatt bei einer After-PRIDE-Party noch bis zum Morgengrauen weiter. „Ich freue mich schon auf nächstes Jahr, auf den Linz PRIDE 2016!“, so Thuma abschließend.

    Für die HOSI Linz
    gez. Stefan Thuma, Vereinssprecher

    Pressefotos zur honorarfreien Verwendung:
    Fotocredit: Gerhard Niederleuthner/HOSI Linz

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    Programm

  • CSD 2015 – Gemeinsam sichtbar!

    CSD 2015 – Gemeinsam sichtbar!

    HOSI Linz feiert am 27.06. am Maindeck des AEC mit „Gemeinsam sichtbar“ das vierte Straßenfest zum Christopher Street Day.

    Linz (HOSI). „Wir sind stolz, heuer nach drei Jahren Pause zum 4. Mal ein Straßenfest zum Christopher Street Day (CSD) feiern zu können – öffentlich auf dem Main Deck des Ars Electronica Center und mit der Einladung an alle, gleich welcher sexuellen Orientierung, mit uns zu feiern. ‚Gemeinsam sichtbar‘ – unter dieses Motto haben wir den ‚Linz PRIDE‘ heuer gestellt“, freut sich Vereinssprecher Stefan Thuma.

    Termin: Sa., 27.06.2015/15:00 –22:00 Uhr (Afterparty: ab 22:00 Uhr, Stadtwerkstatt)

    AEC Maindeck – Areal zwischen Ars Electronica, Stadtwerkstatt und Freitreppe

    Moderator des Events ist Jürgen Pendl, Schauspieler, Moderator und Kabarettist aus Wien (http://juergen-pendl.eu/). Das Bühnenprogramm bestreiten:

    Dass sich Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kultur und Szene angesagt haben, wie etwa Bürgermeister Luger (SP) und Vizebürgermeister Baier (VP), zeigt, dass auch die Politik Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle nicht mehr länger ignorieren kann. Längst steht der nächste konsequente Schritt an, den, Umfragen zufolge, eine Bevölkerungsmehrheit bereits gutheißt: die völlige rechtliche Gleichstellung der Homosexuellen mit den Heterosexuellen. Doch selbst danach wird es politisch noch viel für eine tatsächliche Gleichstellung in der Gesellschaft zu tun geben. Vorurteile und Ablehnung gibt es immer noch zu viel.

    „Wenn einige von uns zum CSD schräg, eben ‚queer‘ auftreten, ist das freilich nicht Alltag, sondern ein Zeichen des etwas anders Seins, ein Spielen mit den sozialen Geschlechternormen, eine Kultur der Lebensfreude, aber auch eine Art Protest gegen das Konventionelle und ein Training gegen Intoleranz. Es hat aber auch historische Wurzeln in den Stonewall-Unruhen von 1969“, erklärt Stefan Thuma, der neue Vereinssprecher der HOSI Linz.

    „Raus aus dem Kasten und raus auf die Straßen!“

    „Out of the closet and into the streets!“ (“Raus aus dem Kasten und raus auf die Straße!”) war Motto und ‚Schlachtruf‘ der Lesben und Schwulen im New York vom 27. Juni 1969. In den großen „Stonewall-Krawallen“ setzten sich viele der verfemten und drangsalierten Homosexuellen, ausgehend von der Szene-Bar Stonewall Inn in der Christopher Street in Manhattan-Süd, damals zum ersten Mal gegen die übergriffige Polizei zur Wehr. Viele bezahlten ihre Zivilcourage mit schweren Schlagstockverletzungen.

    Es war die Geburtsstunde der US-amerikanischen und bald auch der internationalen Homosexuellenbewegung gegen Intoleranz und Diskriminierung. Es war auch ein Aufschrei gegen die Selbstdiskriminierung, gegen die vermeintliche Notwendigkeit, die eigene Homosexualität und die eigenen Empfindungen im „Kasten“ verstecken zu müssen – ein Druck, dem sich selbst heute noch zahlreiche Lesben und Schwule ausgesetzt fühlen.

    „Seither setzt die LGBT-Community zunehmend auf die Strategie des Sichtbarseins. Das Motto ‚Raus aus dem Kasten und raus auf die Straßen‘ ist selbst heutzutage noch dringend nötig. Mit diesem Straßenfest sind wir ‚gemeinsam sichtbar‘ und in der Gesellschaft präsent“, so Thuma abschließend.

    Für die HOSI Linz
    gez. Stefan Thuma, Vereinssprecher

    >> Mehr Infos zu LINZPRIDE 2015

  • Ehrenamtliche Mitarbeit- Bundesländertruck Regenbogenparade

    Ehrenamtliche Mitarbeit- Bundesländertruck Regenbogenparade

    Sei Dabei! – Bundesländertruck Regenbogenparade Wien

    Sei dabei, und unterstütze uns als Radstandsecurity beim Bundesländertruck der 20. Regenbogenparade am 20. Juni in Wien!

    Was du machen musst:

    • Du marschierst neben dem Truck mit, und achtest darauf, dass keine Leute in die Räder geraten
    • Dauer: ½ Parade

    Als Dankeschön erhältst du einen garantierten Platz vor/nach deinem Einsatz auf dem Truck, und einen 20€-Gutschein für die HOSI Linz.

    Infos & Anmeldung unter: [email protected]

  • Gratulation an Irland

    Gratulation an Irland

    ÖVP könnte sich an Irland ein Beispiel nehmen Volksentscheid auch in Österreich!

    Linz (HOSI). Nach dem klaren Ja beim irischen Volksentscheid will die Regierung in Berlin homosexuelle Paare in Deutschland rasch besserstellen. Das Bundeskabinett will schon am Mittwoch über einen Gesetzentwurf von Justizminister Heiko Maas beraten, durch den eingetragene Lebenspartnerschaften rechtlich stärker an die Ehe herangeführt werden sollen. Auch der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi will jetzt Lebenspartnerschaften legalisieren und versprach, das Gesetz, das bereits in der Justizkommission des römischen Senats eingebracht wurde, noch im Sommer zu verabschieden. Nur in Österreich hintertreibt die ÖVP jegliche Besserstellung – zuletzt im Ministerrat am letzten Dienstag, bei dem die ÖVP einmal mehr das Levelling-up im Diskriminierungsschutz blockiert hat.

    “Wir gratulieren dem irischen Volk zu diesem richtungsweisenden Volksentscheid und unseren irischen Freundinnen und Freunden zu deren großartigem Erfolg,” kommentiert Stefan Thuma, Vereinssprecher der HOSI Linz, das Ergebnis des irischen Referendums. “Einmal mehr zeigt sich, dass die Völker Europas viel weiter sind, als ihre Regierungen.”

    Am 8. Februar 2015 scheiterte in der Slowakei ein Referendum, das die Rechte Homosexueller dauerhaft beschneiden sollte. Auch eine jüngst erschienene Schweizer Umfrage, zeigt dass sogar 70% der CVP-Wählerinnen und 60% der SVP-Wählerinnen für die Aufhebung des Eheverbots für homosexuelle Paare sind. In Österreich hat das Market-Institut im letzten Jahr eine Umfrage veröffentlicht, die ergab, dass 73% der Österreicherinnen die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare befürworten (48% “auf jeden Fall”, 25% “eher doch”). Nur 15% sind absolut dagegen. Selbst bei den über 50jährigen (66%), bei Menschen mit nur Pflicht-schulabschluss (81%) und in Gemeinden unter 5.000 Einwohnern (67%) ist eine überwältigende Mehrheit für die Aufhebung des Eheverbots. Allein bei der ÖVP ist diese Botschaft bislang nicht angekommen.

    “Es fällt auf, dass immer die Katholische Kirche vehement hinter den GegenerInnen der Gleichstellungsintiativen stand – materiell wie ideell. Das war in der Slowakei so, in Spanien und Frankreich und zuletzt eben auch in Irland. Doch die Bevölkerung ist nicht mehr länger bereit, sich von der Kirche vorschreiben zu lassen, wie sie leben soll. So stand sogar der konservative Premierminister Enda Kenny hinter der Gleichstellungsinitiative. Und 2012 meinte der britische Premierminister David Cameron ‘Ich trete nicht für die gleichgeschlechtliche Ehe ein, obwohl ich ein Konservativer bin. Ich trete für sie ein, gerade weil ich ein Konservativer bin.’ Geschadet hat es ihm, wie man am Wahlergebnis von vor drei Wochen sehen kann, offenbar nicht.  Diese Haltung würde ich mir, das würden sich die Lesben und Schwulen in Österreich von der ÖVP erwarten und nicht deren ewige Blockadepolitik. Wenn die ÖVP schon nicht den Mut hat, sich von sich aus auf die modernen Zeiten einzulassen, dann sollte sie vielleicht wenigstens das Volk darüber abstimmen lassen. Diskriminierung ist schließlich keine Meinung, sondern ein unhaltbarer und umgehend zu beseitigender Zustand, was die Mehrheit der Bevölkerung offenbar längst erkannt hat,” so Thuma abschließend.

    Für die HOSI Linz

    gez. Stefan Thuma, Vereinssprecher

    Linz, den 24.05.2015

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