Autor: HOSI Linz

  • Unbelehrbar

    Unbelehrbar

    ÖVP und FPÖ marschieren unbeirrbar weiter zurück ins bildungspolitische Mittelalter.

    ÖVP und FPÖ haben noch im Juli im Nationalrat ein Verbot der Einbeziehung externer Fachkräfte an Schulen für die sexualpädagogische Bildung beschlossen. Die Grünen OÖ beantragten daraufhin, der Oö. Landtag solle die Landesregierung auffordern, bei der neuen Bundesregie-rung Druck zu machen, dieses Verbot nicht umzusetzen. Dann könnten weiter externe Fachkräfte und Vereine in den sexualpädagogischen Aufklärungsunterricht an Schulen eingebunden werden. Allerdings wurde der Antrag an einen Ausschuss zugewiesen und dort umgehend und einmütig von ÖVP und FPÖ abgelehnt, ohne jedwede Bereitschaft zu einer inhaltlichen Debatte.

    „Der Ausschluss von externen Fachkräften und Vereinen, wie der HOSI Linz, aus dem Aufklärungsunterricht ist ein enormer pädagogischer Rückschritt. Die Einbeziehung einer externen Expertise ist eine wichtige Säule in einer ganzheitlichen Sexualerziehung und eine wertvolle Ergänzung zur Arbeit im Unterricht, die auch von Pädagoginnen und Pädagogen gefordert wird. Die vielen Anfragen allein an unsere Einrichtung durch Lehrpersonen und Schulen zeigt deutlich, dass diese Arbeit in den Bildungseinrichtungen in hohem Maße geschätzt wird“, so Richard Steinmetz, Vereinssprecher der HOSI Linz, der selbst mehrmals im Jahr sexualpädagogische Aufklärungsworkshops an Schulen durchführt.

    Die HOSI Linz bietet seit über 30 Jahren sexualpädagogische Workshops an und hat sich in dieser Zeit viel Knowhow angeeignet. Dies ist auch von der Stadt Linz anerkannt, wo die HOSI Linz auch in das städtische sexualpädagogische Programm “Linz talks about love and sex” einbezogen ist.

    „Wir fordern, dass auch weiterhin externe Fachkräfte bzw. Vereine in den sexualpädagogischen Aufklärungsunterricht an Schulen eingebunden werden können. Immerhin haben sich bereits zahlreiche Expert*innen, Fachstellen und mehr als 100 Organisationen im Bereich Sexualpädagogik, Kinderschutz und Missbrauchsprävention gegen dieses Verbot ausgesprochen. Alleine bei ÖVP und FPÖ ist diese Erkenntnis noch nicht angelangt – sie marschieren lieber unbeirrbar weiter zurück ins bildungspolitische Mittelalter! Pädagogisch sinnvolle Sexualaufklärung ist mehr als ein anatomisches Schaubild der Geschlechtsorgane, Sexualität ist mehr als ein Vortrag über das Bestäuben der Blumen durch Bienen”, so Steinmetz verärgert.

    gez. Mag. Richard Steinmetz
    Vereinssprecher der HOSI Linz

    Linz, 09.10.2019

  • Queer Voting

    Queer Voting

    Vor den Wahlen zum Nationalrat lud die HOSI Linz Vertreter*innen der bundesweit kandidierenden Parteien zu einem Podiumsgespräch ins HOSI-Zentrum ein – zum ersten Mal in die Schillerstraße 49.

    Der Liste Jetzt (Peter Pilz) war die Einladung anscheinend keine Antwort wert. Die ÖVP ließ sich angesichts der Sondersitzung des Nationalrats kurzfristig entschuldigen; offenbar waren alle ÖVP-Kandidat*innen bereits parlamentarisch beschäftigt und kein*e einzige*r für die Vorwahldiskussion verfügbar. Lena Hinterhölzl von der Liste Wandel, war kurzfristig erkrankt und daher ohne Vertretung geblieben.

    Im Wesentlichen kamen auch die Parteipositionen klar heraus. Bei den Parteien SPÖ, Neos und Grüne zeigte sich, wie in jüngerer Wahlvergangenheit schon oft, die grundsätzliche Einigkeit in Richtung entschlossener Gleichberechtigung der LGBTIQ* mit den Heteros: mit Priorität auf das gesetzliche Levelling-up (die Gleichberechtigung durch Nachbesserung im Antidiskriminierungsrecht, eben kein unterschiedlicher Diskriminierungsschutz für verschiedene Gesellschaftsgruppen). Dennoch versuchten die Kandidat*innen, jeweils besondere Akzente zu setzen.

    Henrike Brandstötter (Neos), Publizistin und Medienexpertin, sah sich, von der allzu konservativen ÖVP kommend, bei den Neos bestens angekommen, weil sie Intoleranz und Ungerechtigkeiten nicht mag. Sie verriet gleich im ersten Satz charmant, sie sei das B in LGBTIQ*. Ihren ersten Schwerpunkt im Nationalrat würde sie damit setzen wollen, das rigide Blutspendeverbot speziell für schwule Männer zu Fall zu bringen.

    Als Vertreterin des sondersitzungsbedingt entschuldigten Nationalrats Mario Lindner repräsentierte Camila Garfias die SPÖ. Die ehemalige ÖH-Vorsitzende der Uni Wien ist immerhin die erste österreichische Präsidentin des europaweiten LGBTIQ*-Dachverbands „Rainbow Rose“. Ja, es brauche und gebe schon role models (gesellschaftliche Vorbilder), welche die Vielfalt zur Normalität machen und auch ihr, ihrer Freundin und allen LGBTIQ* das Leben wie selbstverständlich noch schöner machen.

    Bundesrat Michael Schilchegger ist Rechtsanwalt und vertrat die FPÖ für die Landtagsabgeordnete Anita Neubauer. Er argumentierte ruhig, räumte ein, die eine oder andere LGBTIQ*-Materie nicht im Detail zu kennen. Grundsätzlich tue er sich wie seine Partei mit Antidiskriminierungsgesetzen nicht leicht, da er auch die andere Seite sieht: Diese dürfe insofern nicht gesetzlich diskriminiert werden, als sie beweisen müsste, nicht diskriminiert zu haben. Und die Privatsphäre sei durch das Strafgesetz relativ streng geschützt, das man aber verschärfen könne.

    Die Alternative Listen, KPÖ Plus, Linke und Unabhängige – kurz die KPÖ – vertrat der oö. Spitzenkandidat Daniel Steiner selbst, Sozialbetreuer und gestandener Betriebsrat, sehr authentisch. Er hätte zwar noch keine eingespielten Kontakte in die LGBTIQ*-Community, könne aber Ungleichbehandlungen nach sexuellen Merkmalen (mit Blick auch auf die NS-Vergangenheit) nicht aushalten. So wird er sich bei einem Einzug ins Parlament selbstverständlich solidarisch zeigen und netzwerken.

    David Stögmüller, Bundesrat der Grünen, Ex-Sanitäter des ÖRK OÖ und Student der Politikwissenschaften, hielt es für gut, wenn Politiker*innen auch einmal einen „Zivilberuf“ ausüben, sich nicht zeitlebens der Berufspolitik verschreiben. Er will das Levelling-up endlich verwirklichen, damit es seinem Freund und ihm nicht mehr passieren könne, wegen sexueller Orientierung aus dem Taxi geworfen zu werden. Sein erster Schwerpunkt im Nationalrat soll dem Ziel gelten, dass Transfrauen* in allen Frauenhäusern Zuflucht finden können.

    Die große Abschlussfrage, was gegen die LGBTIQ*-Phobie, die trotz einer mit deutlicher Mehrheit sich grundsätzlich als akzeptant zeigenden Bevölkerung immer wieder aufflackert, unternommen werden könne und solle, bescherte – bis auf die FPÖ (es solle keine Werbung für bestimmte Lebensentwürfe gemacht werden) die Einigkeit, dass sachgerechte Bildung das Schlüsselwort dazu sei. In der Publikumsdiskussion richtete sich eine sehr authentische Wortmeldung an den FPÖ-Politiker: Haben Sie vor uns Angst? Was nehmen Ihnen die LGBTIQ*s denn weg? (Nichts, natürlich, war die Antwort).

    Dass der an diesem Tag von der FPÖ-Fraktion im Nationalrat eingebrachte Antrag auf Wiederabschaffung der Ehe für alle nicht Thema wurde, lag daran, dass dies erst am späten Abend bekannt wurde. Bundesrat Schilchegger hätte aber auch dafür sicher eine gelassene Antwort parat gehabt.

    Angesichts dessen resümiert der Vereinssprecher der HOSI Linz, Richard Steinmetz: „Neben all den vielen Gründen, eine Partei zu wählen oder nicht zu wählen – seien es nun gesundheits-politische Ansichten oder bildungspolitische -, sind für mich als schwulen Mann auch die Haltungen der Parteien zu LGBTIQ*-Themen wichtig und teilweise auch ausschlaggebend. Nach dem unglaublichen Vorstoß der FPÖ, die Ehe für alle wieder abschaffen zu wollen, ist meiner Ansicht nach die FPÖ für die LGBTIQ*-Community jedenfalls nicht wählbar. Und die ÖVP, neu oder nicht, hat die Anliegen der LGBTIQ*-Community seit jeher blockiert und die politische Arbeit den Höchstgerichten überlassen – auch hier kann ich persönlich kein Kreuz am Wahlzettel machen.“

    Alle anderen Parteien seien für Steinmetz jedenfalls grundsätzlich wählbar – da sollen die Wähler*innen nach den jeweiligen Beweggründen frei ihre Auswahl treffen können. „Als Sprecher einer – auch – politisch aktiven NGO kann, ja muss ich vor allem eines festhalten: am Sonntag einfach wählen gehen oder die Möglichkeit der Briefwahl nutzen. Das Recht auf freie Wahlen, auf politische Mitbestimmung ist ein zu hohes Gut, um es nicht zu nutzen“, so Steinmetz abschließend.

     gez. Mag. Richard Steinmetz
    Vereinssprecher der HOSI Linz

    Linz, 25.09.2019

    Diskussion mit Politiker*innen zur Nationalratswahl 2019
    am 19.09.2019/19:00 in der Queer Bar forty nine

    * Henrike Brandstötter (NEOS)
    * Camila Garfias in Vertretung von Mario Lindner (SPÖ)
    * Michael Schilchegger in Vertretung von Anita Neubauer (FPÖ)
    * Daniel Steiner (Alternative Listen, KPÖ Plus, Linke und Unabhängige/KPÖ)
    * David Stögmüller (Die Grünen)

    * Lena Hinterhölzl (Der WANDEL) – wegen Krankheit kuzrfristig entschuldigt
    * angefragt: (ÖVP)
    * angefragt: (JETZT – Liste Pilz)

    19.09.2019: Queer Voting?

    Drucktaugliche Fotos:
    (Fotocredit: G. Niederleuthner/HOSI Linz):

    Foto: https://www.test.hosilinz.at/wp-content/uploads/2019/09/presse_20190919_queervoting_059-nige.jpg

    Foto: https://www.test.hosilinz.at/wp-content/uploads/2019/09/presse_20190919_queervoting_031-nige.jpg


    Foto: https://www.test.hosilinz.at/wp-content/uploads/2019/09/presse_20190919_queervoting_024-nige.jpg

    Titelgeschichte PRIDE Magazin:
    PDF Datei (3,2 MB): http://www.pride.at/wp-content/uploads/172_pride_queervoting.pdf

  • NEVRLAND von Gregor Schmidinger

    NEVRLAND von Gregor Schmidinger

    Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Film NEVRLAND des Oberösterreichers Gregor Schmidinger mit Simon Frühwirth, Paul Forman, Josef Hader ist ab 13. September, in Österreich im Kino.

    Coming-of-Age im Post-Gay-Zeitalter: der 17-jährige Jakob (Simon Frühwirt) lebt zusammen mit Vater und Großvater in Wien, arbeitet im selben Schlachthof wie sein Vater und kämpft mit einer lähmenden Angststörung. Als er im Sex-Cam-Chat den 26-jährigen Künstler Kristjan (Paul Format) kennen lernt, entwickelt sich zunächst eine virtuelle Freundschaft. Erst durch einen schweren Schicksalsschlag bringt Jakob den Mut auf sich auch real mit Kristjan zu treffen.

    Gregor Schmidinger Film ist gespickt voll autobiographischer Elemente. Neben seiner Liebe zum Techno und Undergroundclubs, litt auch der Regisseur jahrelang an Angststörungen, die er geschickt in seinem Film verarbeitet. Nicht umsonst wurde der Film im Frühjahr auf der Diagonale mit dem Thomas-Pluch-Drehbuchpreis für Schmidinger und dem Schauspielpreis für Simon Frühwirth ausgezeichnet

    Spielstätten und Spielzeiten unter: www.nevrland.at > Tickets

    City-Kino, Graben 30, 4020 Linz
    Cineplexx, Prinz-Eugen-Straße 22, 4020 Linz

    Filmladen: http://www.filmladen.at/
    Nevrland FB: https://www.facebook.com/nevrlandfilm/
    Nevrland Instagram: https://www.instagram.com/nevrlandfilm/

     

  • ÖVP und FPÖ fahren Sexualpädagogik an die Wand

    ÖVP und FPÖ fahren Sexualpädagogik an die Wand

    Österreichweites Netzwerk von LGBTIQ*-Initiativen ist hochbesorgt um die psychosoziale Gesundheit von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, intergeschlechtlichen und queeren Kindern und Jugendlichen

    Professionelle Sexualpädagogik auf Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen, dem Grundsatzerlass Sexualpädagogik sowie den sexuellen und reproduktiven Menschenrechten ist eine wichtige Säule der schulischen Sexualerziehung in Österreich. Gerade lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, intergeschlechtliche und queere Jugendliche profitieren von Erwachsenen, die professionell und diskriminierungsfrei mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt umgehen (können). Sexualpädagogik-Workshops durch externe Fachkräfte eröffnen Räume, um tabuisierte Themen besprechbar zu machen. Genau diesen Fachkräften wollen ÖVP und FPÖ den Zugang zu Schulen verbieten. Jugendliche sollen also mit Fragen zur Sexualität zu ihren Lehrer*innen gehen – offenbar erinnern sich manche in der Politik nicht daran, wie es ist, jung zu sein.

    Unter Federführung der religiösen Hardlinerin Gudrun Kugler (ÖVP) sind ÖVP und FPÖ drauf und dran, eine wichtige Säule der Sexualpädagogik zu zerstören. Ein Ausschluss von externen Fachkräften wäre ein dramatischer Rückschritt für die Sexualpädagogik in Österreich. Nach dem TeenSTAR-Skandal gilt offenbar das Motto: Wenn keine christlich-fundamentalistischen Inhalte gelehrt werden dürfen, dann darf es auch keine Sexualaufklärung geben. Das trifft gerade LGBTIQ*-Jugendliche hart, die ohnehin schon besonders verletzlich sind und eine deutlich höhere Suizidrate haben als andere Jugendliche.

    Wir unterstützen die Petition #redmadrüber und das bundesweite Statement für qualitätsvolle Sexualpädagogik! Deswegen protestieren wir morgen, Mittwoch, um 08:30 Uhr am Josefsplatz gegen diesen Rückschritt!

    Unterzeichnet:
    Ausgesprochen – LGBTIQ* Lehrer*innen, Es wird besser Österreich, Go West (Vorarlberg), HOSI Linz, HOSI Salzburg, HOSI Tirol, HOSI Wien, Rosa Lila PantherInnen (Steiermark) und Queeriosity (Niederösterreich)

    gez. Mag. Richard Steinmetz
    Vereinssprecher der HOSI Linz

    Linz, 02.07.2019

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    Petition:
    #redmadrüber

    Terminhinweis:
    Mittwoch 3. Juli, 08:30
    Protestaktion auf: Gegen das Verbot von Sexualpädagogik an Schulen.
    Ort: Josefsplatz, 1010 Wien
    (Zugang zum Plenarsaal, gegenüber von der Augustinerkirche)

    Am Mittwoch, den 3. Juli kann im Parlament das Verbot der Sexualpädagogik an den Schulen mit einer FPÖVP-Mehrheit beschlossen werden – so ist es geplant. Daher rufen wir zu einer Protestaktion auf: Gegen das Verbot von Sexualpädagogik an Schulen.

    Wir sagen Keinen Schritt zurück. #Redmadrüber

     

  • “Ehe für alle” – jetzt wirklich für alle

    “Ehe für alle” – jetzt wirklich für alle

    Good News: “Ehe für alle” wird entsprechend des Entscheids des Verfassungsgerichtshofs auch jenen Paaren rechtssicher und diskriminierungsfrei zugänglich gemacht, bei denen ein Teil aus einem Staat kommt, der die gleichgeschlechtliche Ehe nicht anerkennt:

    Nationalrat beseitigt letzte Hürden bei der “Ehe für alle”

    NEOS, ÖVP, SPÖ und Liste JETZT für entsprechende Änderungen im internationalen Privatrecht

    Wien (PK) – Auf die Initiative der NEOS gehen Änderungen des Gesetzes über das internationale Privatrecht zurück, durch die eine letzte Lücke bei der Ehe für alle geschlossen wird und heute vom Nationalrat mit den Stimmen von NEOS, ÖVP, SPÖ und Liste JETZT beschlossen wurde. Damit wird die “Ehe für alle” entsprechend des Entscheids des Verfassungsgerichtshofs auch jenen Paaren rechtssicher und diskriminierungsfrei zugänglich gemacht, bei denen ein Teil aus einem Staat kommt, der die gleichgeschlechtliche Ehe nicht anerkennt.

    Abgeordneter Josef Moser (ÖVP) sagte, dass mit dem Beschluss eine weitere Diskriminierung beseitigt werde. Die Politik habe die Aufgabe, Verantwortung zu übernehmen und nicht zu warten, bis Gerichte ihre Aufgabe erfüllen. Mit der “Ehe für alle” könnte Österreich im internationalen Vergleich sehr stolz sein.

    Mario Lindner (SPÖ) brachte seine Freude zum Ausdruck, dass die “Ehe für alle” in Österreich nun auch binationalen Paaren ermöglicht wird. Dennoch ortet der Abgeordnete in diesem Bereich noch Herausforderungen, etwa wenn es um die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare geht, die vor 1.1.2019 im Ausland geheiratet haben. “Das bekommen wir auch noch hin. Es lebe die Liebe”, so Lindner.

    Ein Grund, warum es die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs gebraucht habe, sei das jahrelange Nein der ÖVP, so Nikolaus Scherak. Für ihn ist das Thema allerdings ebenfalls nicht abgeschlossen. Diskriminierungen in einem vereinten Europa bzw. einem Europa ohne Grenzen müssten so rasch wie möglich abgebaut werden.

    Vonseiten der SPÖ sagte Harald Troch (SPÖ), dass der Staat die Freiheiten von Menschen im Bereich Beziehung, Ehe und Liebe nicht einschränken dürfe. Auch seine Fraktionskollegin Sabine Schatz (SPÖ) wertete den heutigen Beschluss positiv, da ein Missstand beendet werde. Damit würden Hürden beseitig, die Menschen jahrelang in den Weg gelegt worden seien, weil sie sich für die Liebe entschieden haben. (Fortsetzung Nationalrat) keg

    Link:
    https://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2019/PK0764/index.shtml?fbclid=IwAR3oL-GBHVZ6j5TbA40SWb4MlvvBxImZYhsHsutwy-HsBaxEr_NqiHPGDGY

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