Autor: HOSI Linz

  • #linzpride2020

    #linzpride2020

    Mitmachen und Vielfalt zeigen

    Der diesjährige linzpride mußte ja leider aufgrund der Coronakrise abgesagt worden. Damit wir in diesem Jahr dennoch den Christopher Street Day gebührend zelebrieren und feiern können, hat sich das linzpride Organisationsteam, das auch während der COVID-19 Krise regelmäßig via ZOOM Meetings in Kontakt war, etwas Besonderes einfallen lassen.

    Digital: #linzpride2020 – Challenge

    Jede*r wird eingeladen bei der „linzpride 2020 Challenge“ mitzumachen. Egal ob Video- oder Fotobeitrag – alles ist möglich! Die Regenbogen- oder Transfahne muss sich im Beitrag wiederfinden – es kann natürlich auch eine Nasen-Mund-Schutzmaske in Regenbogenfarben verwendet werden. Die kreativen Beiträge, die die Vielfalt und auch unterschiedliche Themen aufzeigen können soll auf der eigenen Facebook Seite oder auf Instagram mit dem Hashtag #linzpride2020 gepostet werden.

    Für alle Privatpersonen gilt, die drei Beiträge, die am meisten von Freund*innen auf facebook geteilt, gelikt oder kommentiert worden sind, gewinnen jeweils einen Gutscheinen in der Höhe von 49 Euro für die Queerbar forty nine.

    Aktion „Regenbogenland Oberösterreich“

    Anlässlich des internationalen Global Prides soll am Samstag, den 27.06.2020 auch in Oberösterreich ein buntes Zeichen für eine tolerante und weltoffene Gesellschaft gesetzt werden. Es wird aufgerufen, zum queeren internationalen Feiertag – dem Christopher Street Day –  die eigenen Wohnung, das Haus, eine Organisation, ein Verein oder auch ein Unternehmen mit einer sichtbaren Regenbogen-/Transfahne zu schmücken. Auch davon ein Foto posten mit dem Hashtag #linzpride2020.

    Am Abend wird natürlich auch in der Queer Bar forty nine gefeiert, je nach gesetzlichen Vorgaben gibt es beschränkte Teilnehmer*innenanzahl, daher wird um Anmeldung gebeten. Für Alle, die nicht direkt teilnehmen können wird ein Livestream angeboten. Für guten Sound sorgen DJane VanIce, Mr. Flock und DJ Kana

    Webtipps

    linzpride.at
    facebook.com/linzpride
    instagram.com/linzpride

  • Polens LGBTIQ*-freie Zonen und das laute Schweigen in Pettenbach

    Polens LGBTIQ*-freie Zonen und das laute Schweigen in Pettenbach

    International Day Against Homophobia, Biphobia, Transphobia and Interphobia (IDAHOBIT) 2020

    In Polen haben sich die Angriffe von staatlicher Seite gegenüber LGBTIQ*-Personen seit dem Wahlsieg der rechtspopulistischen Partei PiS im Oktober 2019 verstärkt.

    Die Partei von Jaroslaw Kaczynski hatte im Wahlkampf Homosexuellenfeindlichkeit zu einem ihrer zentralen Themen gemacht. Insbesondere die in Polen mächtige katholische Kirche hat die Stimmung gegen sexuelle und geschlechtliche Minderheiten angeheizt – die Bischofskonferenz hatte Homosexuelle vor den Wahlen etwa als “Gefahr für die Zukunft” gebrandmarkt.

    Eine Folge ist die Ausrufung von quasi “LGBTI-freien Zonen” auf kommunaler Ebene in Polen. Rund 100 Regionen, Landkreise und Gemeinden haben inzwischen einen derartigen Entschluss gefasst. In den von OKO.press auf Englisch veröffentlichten Resolutionen verpflichten sich die Städte etwa, keine “Homo-Propaganda” zu akzeptieren, keine Sexualaufklärung an Schulen durchzuführen und sich zum “Schutz der Familie” und der Kinder der “Ideologie der LGBT-Bewegung” zu widersetzen, die christlichen Werten entgegenstehe.

    „In der Folge hat die Europäische Kommission die Resolutionen der polnischen Gemeinden und Kreise am 4. Februar bereits entschieden verurteilt. Kommissionspräsidentin Van der Leyen verwies  auf die Antidiskriminierungsbestimmungen der EU-Verträge, die EU-Grundrechtecharta, viele Empfehlungen des Europarates und anderer EU-Gremien“, erklärt Richard Steinmetz, Vereinssprecher der HOSI Linz.

    Auch die Stadt Tuchów im Powiat Tarnowski der Województwo Małopolskie hat einen solchen Beschluss gegen die LGBTIQ*-Community der Stadt gefasst.

    In Illingen an der Saar hält Bürgermeister Armin König (CDU) das Verhalten in Tuchów für einen “Skandal” und ersuchte seine Amtskollegin um eine Stellungnahme. Sollte Tuchów von seinem LGBT-Beschluss nicht abrücken, will auch er seinem Gemeinderat einen Auflösungs-Beschluss empfehlen. Mit Tuchów hatte zuvor die französische Gemeinde Saint-Jean-de-Braye ihre Partnerschaft nach 25 Jahren beendet, die erste entsprechende Kündigung nach Ausrufung einer “LGBTI-freien Zone”.

    In diesem Sinn ist auch die HOSI Linz Anfang April an die oberösterreichische Marktgemeinde Pettenbach herangetreten, die ebenfalls eine Partnerschaft mit der Stadt Tuchów unterhält.

    Die Reaktion auf diesen Brief an die Marktgemeinde Pettenbach ist bislang nur ohrenbetäubendes Schweigen. Die türkis-blaue Gemeinderatsmehrheit unter ÖVP-Bürgermeister Leopold Bimminger findet, scheints, in der üppigen Fülle an kommunalen Aufgaben keine Zeit, um sich für Menschenrechte zu engagieren.

    Dabei zeigt das Beispiel der Stadt Kobyłka, dass der Druck auch Erfolg bringen kann: Die Verwaltung der rund 23.000 Einwohner*innen zählenden Stadt Kobyłka versucht inzwischen laut polnischen Medienberichten, ihren homo- und transphoben Beschluss wieder zurückzunehmen. Bürgermeisterin Edyta Zbieć bedauerte vor wenigen Tagen, dass ihre Stadt “ein Schandfleck der Schande auf der polnischen Landkarte” geworden sei.

    „Das Schweigen der Gemeinde Pettenbach ist peinlich und eine Schande für die Wertegemeinschaft Europas!“, zeigt sich Steinmetz empört. Die HOSI Linz fordert anlässlich des Internationelaen Tags gegen Homophobie, Biphobie, Transphobie und Interphobie (IDAHOBIT) alle Bundes- und Landespolitiker*innen auf, sich bei ihren polnischen Amtskolleg*innen gegen die Diskriminierung und Verfolgung von sexuellen Minderheiten in Polen einzusetzen.

    gez. Mag. Richard Steinmetz
    Vereinssprecher der HOSI Linz
    Linz, 15.05.2020

    RESOLUTION NO. 2/2019 OF THE TUCHÓW TOWN COUNCIL

    of 29 May 2019

    on the adoption of a resolution regarding the suppression of the “LGBT+” ideology by the local government community

    Pursuant to the ideological war incited by certain politicians, the Tuchów Town Council is making an “LGBT+ ideology-free Tuchów Municipality” declaration. Radicals intending to conduct a cultural revolution in Poland are attacking freedom of speech, the innocence of children, the authority of the family and the school and the freedom of enterprise. Therefore, we shall consistently defend our local government community! LGBT+ (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender and others) ideology-free Tuchów Municipality. In accordance with our centuries-old culture of social life, for the good of life, the family and freedom, we declare that the local government we represent will not interfere with the private lives of Polish men and women. We shall not allow the exaggerated problems and artificial conflicts that the LGBT+ ideology brings to be imposed on us.

    1. We shall not agree to the illegal installation of political correctness officers at schools (so-called “lighthouse keepers”). We shall protect the right to bring up children in accordance with the convictions of their parents!
    2. We shall do everything to prevent shockers interested in early sexualisation of Polish children from entering the schools according to the so-called World Health Organization (WHO) standards. We shall protect pupils, ensuring that their parents, with the help of educators, are able to responsibly convey the beauty of human love to them!
    3. We shall not allow administrative pressure to be applied in favour of political correctness (sometimes simply called homopropaganda) in selected professions. We shall protect, among others, teachers and entrepreneurs from the imposition of unprofessional criteria on them, e.g. in educational work, in the choice of employees or trading partners! We declare that the Municipality of Tuchów will be faithful to national and state traditions while performing its public tasks, remembering the 1053 years since the Baptism of Poland, 100 years after Poland regained its independence.
    4. The Chairman of the Tuchów Town Council is obliged to distribute this resolution in the educational institutions of the Tuchów municipality and among the residents of the Tuchów municipality.

    Chairperson of the Tuchów Town Council

    Stanisław Obrzut, MA

  • Das forty nine sperrt wieder auf!

    Das forty nine sperrt wieder auf!

    Gute Nachricht, ihr Lieben da draußen: Wir sperren wieder auf!

    Ab 15.05.2020 sind wir wieder für euch da! Und zwar jeden Freitag und Samstag (und vor Feiertagen) geändert von 18:00 bis 23:00 Uhr. Es gelten aber vorerst ein paar Regeln, die einzuhalten wir euch nachdrücklich bitten:

    1. Bitte meldet euch vorab an. Wir haben 5 Tische zu je 4 Personen und einen Tisch für 2 Personen (Lounge). Wir werden dazu ein Online-Reservierungstool zur Verfügung stellen – bis dahin schickt bitte eine e-Mail an [email protected]. Wir benötigen die Namen der Gäst*innen und den Zeitraum der Reservierung. Achtung: Die Reservierung ist nur gültig, wenn sie von uns per e-Mail bestätigt wurde.

    2. Spontane Besucher*innen müssen vor dem Lokal warten, bis sie von unserem Personal bei Freiwerden eines Tisches eingelassen werden.

    3. Zutritt zum Lokal, Verlassen des Lokals (auch zum Gang auf die Toilette) ist nur mit Mund-Nasen-Schutz und nach Desinfektion der Hände möglich.

    4. Abstand halten zu anderen Gäst*innen (zumindest ein Meter) und auf körperlichen Kontakt verzichten.

    5. Bestellungen an der Bar sind nicht erlaubt – unser Barteam kommt an die Tische!

    Vielen Dank für euer Verständnis. Wir freuen uns schon darauf, euch ab 15.05. wiederzusehen!

  • Hoch der 1. Mai!

    Hoch der 1. Mai!

    Unser Dank gilt allen, die in den letzten, so schwierigen Wochen unter Hintanstellung eigener Sorgen und unter Risiko für die eigene Gesundheit täglich unsere Gesellschaft am Laufen gehalten haben. Unsere Solidarität gilt allen, die täglich wichtige, ja unersetzliche Arbeit zu unfairen Bedingungen und vielfach schlechter Entlohnung leisten. Wir fordern zum 1. Mai gleiches Gehalt für gleiche Leistung, faire und gerechte Entlohnung für alle und ein Ende jeder Diskriminierung in der Arbeitswelt!

  • PRIDE Nr. 175/April 2020

    PRIDE Nr. 175/April 2020

    “Stay at home”

    Die PRIDE Redaktion hat sich gründlich überlegt, wie sie mit der COVID-19 Pan­demie umgehen soll. Denn die queere Community ist wie alle anderen auch von den Einschränkungen betroffen. Für viele, die als Single leben, ist die Einsamkeit und das Fehlen von sozialen Kontakten eine echte Herausforderung. Und die Ungewissheit, wie lange dieser Zustand noch anhalten und wie sich ein Leben nach dem Lockdown gestalten wird, das kann jetzt noch kein Mensch sagen.

    Wir haben daher verschiedene Zugänge gewählt: Humor – mit Moment­aufnahmen aus dem Leben von Konrad und Paul; Information über Dating-Plattformen, homophobe Kirchenvertreter (ohne *) oder der Zusammenhang von Corona und HIV; Persönliches – Teile des Redaktionsteam bringen persönliche Eindrücke; Kultur – auch ohne Live Acts kann Musik und Film konsumiert werden.

    Heuer wird es keine Paraden und CSDs in gewohnter Form geben – es liegt an jedem/r einzelnen* neue Formen des Protests und des mit­einander Feierns zu finden.

    Nachtrag: Wir trauern um Mario Krenn der im Alter von 45 Jahren gestorben ist (Seite 26).

    Mit bewegten Grüßen
    Gerhard Niederleuthner
    Redaktionsleiter PRIDE Magazin

    www.pride.at

    PRIDE online bestellen:
    Leser*innen, die PRIDE erhalten wollen, müssen vorher ihr Abo bezahlt haben. Dieses beträgt für ein Jahr (sechs Ausgaben  zu je 2,50 Euro) 15,00 Euro. Für alle Leute, die in der Steiermark wohnen werden die 15 Euro von den  RosaLila PantherInnen getragen! Mitglieder der HOSI Linz erhalten das PRIDE Magazin kostenlos.

    www.pride.at/pride-bestellen/

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