
Linz-Filmpremiere in Kooperation mit HOSI Linz & OÖN
Moviemento & City-Kino
www.moviemento.at
Im repressiven Nachkriegsdeutschland wird Hans wegen seiner Homosexualität immer wieder eingesperrt. Im Gefängnis trifft er auf den verurteilten Mörder Viktor. Aus gegenseitiger Abneigung entsteht über die Jahre eine Liebe.
Auf drei Zeitebenen erzählt über eine Periode von 24 Jahren, beschäftigt sich das deutschösterreichische Drama mit einem dunklen Kapitel der bundesdeutschen Justizgeschichte. Auch wenn das Totalverbot 1969 aufgehoben werden musste, blieb § 175 bis 1994 bestehen.
GROSSE FREIHEIT feierte seine Weltpremiere in Cannes in der Sektion Un Certain Regard, wo er den Großen Preis der Jury erhielt. Zudem wurde er bei der diesjährigen Viennale mit dem Wiener Filmpreis und dem Erste Bank MehrWERT-Filmpreis ausgezeichnet.
In Anwesenheit von Regisseur Sebastian Meise, Drehbuchautor Thomas Reider & Produzentin Sabine Moser
Im Anschluss gibt es ein Gespräch zum Film, moderiert von Gerhard Niederleuthner, Redaktionsleiter PRIDE Magazin und mit Richard Steinmetz, Vereinssprecher der HOSI Linz.
Der WIENER FILMPREIS “Bester österreichischer Film” der VIENNALE 2021 geht an: GROSSE FREIHEIT (R: Sebastian Meise)
Jurybegründung:
Dieser bildgewaltige Film stellt die ganz großen Fragen: die nach der Freiheit und die nach der Liebe. Er scheut sich nicht vor dem großen Pathos und ist zugleich meisterlich zart im Detail. Er zeichnet Kontinuitäten und Bruchlinien sozialer Ausgrenzung und gesellschaftlicher Normierung nach, ohne sich jedoch ausschließlich in den Dienst eines politischen Anliegens zu stellen. Man meint, die Räume riechen zu können, wenn die Luft eng wird. Mit großer Fürsorge und Genauigkeit blicken wir in das Innerste der fantastisch gespielten und inszenierten Figuren, folgen ihnen in jeden Abgrund, sind aber nie verleitet, ihnen zu nahe zu treten oder uns überlegen zu fühlen – und werden sie gerade deshalb nicht mehr los.
Weitere Infos zum Film unter
www.filmladen.at/film/grosse-freiheit
