Kategorie: pride

  • PRIDE Nr. 209 – Titelgeschichte: „Fucking Old – Alte Liebe“

    PRIDE Nr. 209 – Titelgeschichte: „Fucking Old – Alte Liebe“

    „Fucking Old – Alte Liebe“

    Ein provokanter Titel steht für ein gut recherchiertes Theaterstück über Liebe, Beziehungen und Sex im Alter. Das Linzer Landestheater hat mit Wenzel und Patrick Winzer zwei feinfühlige Erforscher von Lebensrealitäten älterer Menschen engagiert, die aus realen Lebenserfahrungen ein Theaterstück geformt haben. Aus ihren Interviews mit Menschen aus Oberösterreich ist ein Kaleidoskop von 21 Szenen entstanden, das noch bis Ende März 2026 in Linz zu sehen ist.

    Viele Tabus scheinen sich in dem Moment aufzulösen, in denen wir über sie sprechen. Neben vielen anderen Themen, wie Awareness, Gewaltschutz, populistische Kampagnen gegen queere* Menschen oder internationale Zusammenarbeit, wollen wir mit der Dezemberausgabe des PRIDE Magazins auch Platz für positive Erzählungen über geglücktes Leben queerer Menschen geben.

    Wir bedanken uns bei unseren Leser*innen, Unterstützer*innen und Förder*innen und freuen uns auf ein aktionsvolles, positives Neues Jahr 2026. Denn nur mit Fakten statt Stimmungsmache wird das Zusammenleben unterschiedlicher Lebensmodelle möglich. Als PRIDE wollen wir auch 2026 dazu beitragen.

    Landestheater Linz / Tickets:

    https://www.landestheater-linz.at/stuecke/detail?ref=202520261824&spielzeit=2025/26

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  • Volkskultur – PRIDE Nr. 208

    Volkskultur – PRIDE Nr. 208

    Die aktuelle Ausgabe des PRIDE Magazins hat als Titelgeschichte: “Volkskultur”

    Was ist eigentlich Brauchtum, was ist Volkskultur – und wem gehört sie? Wer gehört dazu? Solche scheinbar einfachen Fragen führen oft zu heftigen Emotionen. Wer prägt die Kultur eines Landes, und wann entsteht ein Brauchtum? Oft wird schlicht Gelebtes zum Brauch – und manches Verhalten wird von neuen Gruppen übernommen, selbstbewusst gelebt. Doch diejenigen, die es „immer schon so gemacht haben“, wollen dann bestimmen, wer das darf und wer nicht.

    In meiner Kindheit gab es noch die „Sonntagshose“, die man nach dem Kirchgang sofort wieder ausziehen musste. Heute trägt man zum Anzug schon mal Turnschuhe. Auch beim Dirndl galt früher strenge Ordnung: Wie die Schürze gebunden war, zeigte den Beziehungsstatus einer Frau. Und wenn nun eine Drag-Person ein Dirndl trägt oder ein queerer Stand auf einem Volksfest vertreten ist, scheint für manche die Welt unterzugehen – zumindest für konservative Politiker*innen, die öffentliche Gelder lieber dort investieren, wo sie „echte“ Kultur vermuten.

    Der britische Schriftsteller Gilbert Keith Chesterton hat dazu treffend gesagt: „Traditionen gleichen Straßenlaternen, die den Weg ausleuchten sollen. Nur Betrunkene klammern sich an sie.“

    Wenn dann Politiker (ja hier nur Männer) der FPÖ queere Menschenrechtsvereine als „Sektierer“ bezeichnen, ist eine Grenze überschritten, die nicht unbeantwortet bleiben darf. Diese Rhetorik trägt dazu bei, dass sprachliche und körperliche Gewalt gegen Menschen zunimmt – eine gefährliche Entwicklung. Wir greifen diese Themen auf und werfen – wie immer – einen queeren Blick auf die Welt.

    Gerhard Niederleuthner, Redaktionsleiter PRIDE Magazin

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  • PRIDE Nr. 202 / Oktober

    PRIDE Nr. 202 / Oktober

    Befreiter Regenbogen

    Die Oktoberausgabe des PRIDE Magazins seht ganz im Zeichen von Toleranz:

    Zuerst einmal die gute Nachricht: Mit dem Gedenk­projekt „diskriminiert+“ gedenkt die österreichische Justiz erstmals der queerer Opfern der Verfolgung in der Zweiten Republik. Gemeinsam mit Vertreter*innen der LGBTIQ* Community wurden eine sichtbare Gedenkmöglichkeit und eine digitale Gedenkplattform entwickelt und umgesetzt. Ein wahrlich einzigartiges Projekt, initiiert von Noch- Justizministerin Alma Zadić, ein Projekt das zeigt, wie wichtige weltoffene Politiker*innen in Entscheidungspositionen sind.

    Das leitet jetzt folgerichtig zum weiteren Schwerpunkt dieser PRIDE-Ausgabe weiter, den Auswirkungen der Nationalratswahlen – besonders für die queere Community. Nach dem Motto „Keine Toleranz für Intoleranz!“ warnen wir vor den demokratiefeindlichen Kräften, die viele der bisherigen Errungenschaften wieder rückgängig machen könnten. Dass damit die jetzt schon bestehenden Übergriffe auf queere Organisationen und Menschen stärken zunehmen werden, ist dann eine weitere Folge.

    Es gibt aber auch positive Ereignisse, wie das 45. Jubiläum der HOSI Wien, oder neue Beratungsangebote in Linz, aber auch spannende und themenübergreifende Ausstellungen in Salzburg und Wien.

    Es bleiben spannende Zeiten, wir berichten weiterhin.

    Mehr Infos zum PRIDE Magazin: www.pride.at

  • PRIDE Magazin: 200. Ausgabe

    PRIDE Magazin: 200. Ausgabe

    In den 33,33 Jahren, seitdem das PRIDE Magazin jetzt alle zwei Monate erscheint, ist wahrlich viel passiert. Die Anfänge waren noch ohne Internet und Handys. Oft kamen damals schwule Männer auf den lokalen Seiten von Tageszeitungen nur im Zusammenhang von Verbrechen vor, lesbisches Leben war fast nicht sichtbar – von anderen Identitätsformen ganz zu schweigen. Den Macher*innen dieses Magazins war immer wichtig, ein eigenes Bild von queerem Leben aufzuzeigen, nicht wie in klassischen Medien über eine sexuelle Minderheit zu schreiben, sondern aus dem eigenen Erlebten neue Utopien anzuschreiben. Wir haben eine Sondernummer bei der Abschaffung des §209 Strafgesetzbuchs in kürzester Zeit publiziert, wir haben immer wieder gesellschaftspolitische Titel­geschichten ins Parlament hineingetragen. Wir haben vielen Menschen mit unseren Geschichten beim Coming-Out geholfen.

    Wir haben bei Menschen aus Politik, Kultur und der Community um Grußworte zum Jubiläum gebeten. Mit den anerkennenden Statements wollen wir unseren Dank ausdrücken, an all die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen des PRIDE Teams und stellvertretend ein Zitat dazu auswählen: „PRIDE ist eine superwichtige Stimme in der österreichischen Presselandschaft, weil sie Räume offen hält, Verbindungen schafft und Haltung beweist.“ (Wiebke Melle)

    Feiern wir gemeinsam am 06.07.2024 ab 21:00 im OK Linz die linzpride night – presented by PRIDE – das queere* Österreichmagazin.

    Gerhard Niederleuthner

    pride.at15

  • PRIDE Nr. 198 / Feb. 2024

    PRIDE Nr. 198 / Feb. 2024

    Die Februarausgabe des PRIDE Magazins steht unter dem Titel: “Kleine Segnung – großer Schritt? – Katholische Kirche segnet queere Paare.”

    Große Schritte

    Für die katholische Kirche ist es ein großer Schritt, für queere Gläubige ein kleiner? Was bedeutet es, wenn queere Beziehungen jetzt gesegnet werden können? Wo fängt echte Akzeptanz an, und wie kann eine symbolische Geste auch wirklich Veränderungen bringen (Seite 18 – 25). Diese PRIDE Ausgabe hat viele komplexe Themen zusammengetragen, die zeigen, dass sich auch einiges geändert hat. Wie wichtig geschlechtergerechte Sprache ist wird analysiert (Seite 10 – 13), aber auch wo konkret bei Diskriminierungserfahrungen Hilfe und Unterstützung zum Beispiel über die Gleichbehandlungsanwaltschaft gefunden werden kann (Seite 6 – 8). Viele politische Entscheidungen werden immer noch aus emotionalen Gefühlsüberlegungen getroffen, die Stadt Linz hat die LGBTIQ* Community befragt – jetzt liegen Fakten auf –, wo queeres Leben gut funktioniert, aber auch wo noch reichlich Handlungsbedarf ist. Als Magazin wollen wir dazu auch einen Beitrag leisten (Seite 14 – 15).

    Beim Blick über die Grenzen ins Ausland zeigt sich leider auch sehr deutlich, wie extrem unterschiedlich Entwicklungen verlaufen: Öffnung der Ehe in Estland und lebensbedrohliche Situation in vielen afrikanischen Ländern (Seite 26 – 35).

    Wie queeres Leben am Land auch kreativ umgesetzt werden kann zeigt unser Porträt über das Projekt Salzkammerqueer im Rahmen der Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024 (Seite 40 – 43).

    Um die Situation zu verbessern, muss mensch es einfach selber machen – ab 14. März 2024 startet die HOSI Linz ein neues Angebot für Frauen mit dem Arbeitstitel Ladies*Night. Wir wünschen viel Erfolg.

    Bleiben wir stark!
    Gerhard Niederleuthner, Redaktionsleiter

    Mehr zu PRIDE – das lesbisch/schwule Österreichmagazin: www.pride.at

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