Kategorie: Presseaussendungen

  • Celebrating 40 Years HOSI Linz

    Celebrating 40 Years HOSI Linz

    Mit einem kurzweiligen Festakt, Büfett und cooler Party beging die HOSI Linz am 12.11.2022 ihr 40. Gründungsjubiläum im Neuen Rathaus der Stadt Linz. Im Beisein von Vizebgm.in Tina Blöchl, LAbg. Renate Heitz (beide SPÖ), Stadträtin Eva Schobesberger, LAbg. Ines Vukajlovic, GRin Ursula Roschger, GRin Abena Twumasi (alle Grüne) und GR Michael Rosenmayer (ÖVP) erinnerten sich rund 300 Mitglieder und Gäst*innen an 40 Jahre LGBTIQ*-Bewegung in Oberösterreich.

    „Nach Wien und Salzburg war es 1982 auch in Linz an der Zeit für die Lesben- und Schwulenbewegung. Leute für Gruppe waren schnell gefunden, aber es war schwierig Leute zu finden, die sich namentlich in die erste Reihe stellen. Der erste Vorstand bestand aus sechs Personen, die alle beruflich abgesichert waren und nichts zu befürchten hatten, weil sie pragmatisiert, selbstständig oder freischaffende Künstler waren. Immerhin gab es damals noch das sogenannte „Vereinsverbot“ und ein öffentliches Outing als Schwuler war für die meisten undenkbar. Schwule kamen maximal auf den Gerichtsseiten der Zeitungen vor – nicht im richtigen Leben“, erinnert sich Ernst Strohmeyer, seinerzeit Gründungsobmann der HOSI Linz.

    Mag. Richard Steinmetz, Vereinssprecher der HOSI Linz, hält dem die heutige Lage entgegen: „In diesen 40 Jahren seither sind nicht nur alle strafrechtlichen Bestimmungen abgeschafft worden, sondern nahezu überall bereits Gleichstellung erreicht worden – manche nicht aus politischer Überzeugung, sondern auf Druck der Höchstgerichte, aber letztlich zählt das Ergebnis. Und ein paar Aufgaben bleiben auch noch für die Zukunft.“ Steinmetz nennt als Beispiel das immer noch ausständige Levelling-Up im Dienstleistungsbereich oder die Lage von Trans- und Inter-Personen.

    War es 1982 schwierig, Leute zu finden, die sich in die erste Reihe stellen, weil sie die Folgen zu fürchten hatten, so ist es heute der gewaltig gestiegene Druck in der Arbeitswelt, aber auch durch die Krisen der letzten Jahre, der viele Menschen erschöpft vor einem dauerhaften ehrenamtlichen Engagement zurückschrecken lässt. „Bisher erbringt die HOSI Linz alle ihre Leistungen und Angebote nahezu ausschließlich ehrenamtlich. Mit der Größe der Organisation und ihrer Leistungen – ich denke da nur an 8.000 Menschen beim diesjährigen linzpride, die mittlerweile eine immense organisatorische Herausforderung darstellen – ist das eigentlich auf dieser Basis kaum noch leistbar“, erklärt Steinmetz.

    Ernst Strohmeyer sieht die Veränderungen dieser 40 Jahre auch noch woanders: „Für das Plakat für unser erstes Faschingsgschnas mit einem gezeichneten, halbnackten Mann haben wir sofort eine Anzeige bekommen. Bücher bei einem Bücherstand am Taubenmarkt durften nach einer Polizeikontrolle nicht offen liegen bleiben. Und noch Jahre später wurde auch Aufklärungsmaterial in der AIDS/HIV-Krise beschlagnahmt. Heute werden wir an Schulen zu Workshops eingeladen und feiern gemeinsam mit der Politik im Rathaus. Da ist ganz viel passiert in diesen 40 Jahren; das ist gewaltig besser geworden.“

    Das Erreichte zu bewahren und abzusichern, steht daher auch für Steinmetz ganz oben auf der Agenda. „Wie schnell es gehen kann, dass einmal Erkämpftes wieder in Frage gestellt wird, sehen wir derzeit in Ungarn, in Polen, in Russland und – ja auch in den USA recht deutlich. Hier heißt es wachsam bleiben und immer bereit zu sein, den Kampf wieder aufzunehmen. Nichts ist in Stein gemeißelt – die Arbeit wird uns nicht ausgehen“, so Steinmetz.

    Für die HOSI ist daher die Stadt Linz als Teil des Rainbow Cities Networks auch eine wichtige Verbündete in Zukunft. Auch Vizebürgermeisterin Tina Blöchl betont die Selbstverpflichtung der Stadt Linz zur Sichtbarkeit und nachhaltigen Verbesserung der Situation der Linzer LGBTIQ*-Community. Der Festakt in den Räumen der Stadt Linz sei der auch Ausdruck dieser Unterstützung und der Wertschätzung der Arbeit der HOSI Linz in den letzten vierzig Jahren.

    Die beiden Landtagsabgeordneten Renate Heitz (SPÖ) und Ines Vukajlovic (Grüne) zeigen sich zuversichtlich betreffend eine bessere Unterstützung durch das Land Oberösterreich. „Das ist das Mindeste, dass das Land die HOSI unterstützt“, so Vukajlovic.

    Die HOSI Linz konnte jedenfalls rund 300 Gäst*innen zu ihrer Jubiläumsfeier begrüßen, die nach dem unterhaltsamen „offiziellen“ Teil bei Büfett und Getränken noch bis ein Uhr früh mit der Band „PAUL!“ feierten.

     gez. Mag. Richard Steinmetz
    Vereinssprecher der HOSI Linz

    Linz, 13.11.2022

    Pressefotos:

    Politik: Tina Blöchl, LGBTIQ*-Koordinatorin Patricia Kurz-Khattab, Richard Steinmetz (Vereinssprecher), Eva Schobesberger und LAbg. Renate Heitz:
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    Vizebürgermeisterin Tina Blöchl
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    Festsaal Neues Rathaus Linz:

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    Quizteam Selina Loibner und Dominik Klinger:

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    Richard Steinmetz (Vereinssprecher HOSI Linz und Ernst Strohmeyer (Gründungsobmann):

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    Tortenanschnitt mit Richard Steinmetz, Ernst Strohmeyer und LGBTIQ*-Koordinatorin Patricia Kurz-Khattab:

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    Grüne Gratulant*innen:

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    Fotos: Wolfgang Zehetmayer/HOSI Linz

  • YOUnited wird selbstständig

    YOUnited wird selbstständig

    HOSI-Jugendgruppe ist erwachsen geworden.

    Nach über einem Jahrzehnt erfolgreicher Arbeit ist die Zeit gekommen, dem beidseitigen Wunsch Rechnung zu tragen, künftig eigenständiger zu wirken. „Es freut uns sehr, dass unsere Jugendgruppe mittlerweile ‚erwachsen‘ geworden ist und jetzt selbstständig wird“, sagt Mag. Richard Steinmetz, Vereinssprecher der HOSI Linz.

    Die HOSI Linz wird selbstverständlich weiterhin mit YOUnited kooperieren und die Zusammenarbeit insbesondere im Bereich der Jugendarbeit fortsetzen. „Die HOSI Linz freut sich über jede neue Organisation, die sich für die Rechte und Belange queerer Menschen einsetzt. Je stärker wir vertreten sind, desto mehr können wir gemeinsam erreichen“, ist Steinmetz überzeugt.

    „Im kommenden Jahr wird die HOSI Linz daran arbeiten, ein eigenes neues Jugendformat aufzubauen, das sich explizit nicht als Konkurrenzangebot versteht, sondern alters- und angebotsmäßig an das Angebot von YOUnited anschließt“, so Steinmetz abschließend.

    gez. Mag. Richard Steinmetz
    Vereinssprecher der HOSI Linz

    Linz, 31.10.2022

    Ihr findet YOUnited jetzt unter https://younited.cc/

  • Neues Schuljahr – alte Probleme!

    Neues Schuljahr – alte Probleme!

    TeenSTAR immer noch an Schulen aktiv!

    Zumindest seit 2018 ist bekannt, dass die von TeenSTAR angebotene Sexualaufklärung nicht dem „Grundsatzerlass Sexualpädagogik“ entspricht. Dennoch ist der umstrittene Verein auch im neuen Schuljahr wieder in Österreichs Schulen aktiv. Das vom Bildungsministerium 2019 angekündigte Akkreditierungsverfahren ist hingegen immer noch ausständig.

    Der “Grundsatzerlass Sexualpädagogik” gibt vor, dass sexuelle Bildung an Schulen „wissenschaftlich gestützte, realistische und nicht verurteilende Informationen weitergeben“ und sich am „Prinzip der Gleichstellung der Geschlechter sowie der Vielfalt der Lebensformen (z.B. sexuelle Orientierung, Geschlechteridentitäten) orientieren“ soll. Eine Kommission des Bildungs-ministeriums stellte schon 2018 fest, dass die vom Verein TeenSTAR angebotenen Workshops und Kurse den gesetzlichen Rahmenbedingungen widersprechen. Der Verein verstoße gegen das Indoktrinationsverbot, die Kinderrechtskonvention und die Grundsatzerlasse Sexualpädagogik und Reflexive Geschlechterpädagogik und Gleichstellung.

    Auch das Bundeszentrum für Sexualpädagogik kam damals zu einem vernichtenden Urteil: „Aus Sicht des Bundeszentrums für Sexualpädagogik stellen die Tatsache, dass im Programm von TeenSTAR falsche, massiv tendenziöse und teilweise auch menschenrechtlich bedenkliche Aussagen gemacht werden, den Grund dafür dar, dass TeenSTAR in der vorliegenden Ausrichtung nicht für die schulische Sexualerziehung geeignet erscheint”.

    Dennoch ist der Verein auch im neuen Schuljahr immer noch an österreichischen Schulen aktiv; seine angeblich überarbeiteten Unterlagen entsprechen weiterhin nicht den Grundsatzerlässen. Und auch das von Bildungsminister Heinz Faßmann angekündigte Akkreditierungsverfahren für Vereine, die an Schulen tätig sind, ist weiter ausständig.

    „Vier Jahre seit der TeenSTAR-Affäre ist diesem Verein noch immer kein Riegel vorgeschoben. Wir sehen einen Kniefall des ÖVP-geführten Bildungsministeriums vor den rechtskatholischen Hardliner*innen in der eigenen Partei! Zwei Regierungen und zwei Bildungsminister waren vier Jahre mit dieser Angelegenheit befasst – alleine das Ministerium ist noch immer säumig“, ärgert sich Mag. Richard Steinmetz, Vereinssprecher der HOSI Linz.

    „Wir wollen endlich Ergebnisse sehen. Wenn Minister Martin Polaschek mit seiner Aufgabe überfordert ist, möge er zur Seite treten und den Platz für eine Person frei machen, die der Aufgabe gewachsen ist“, meint Steinmetz. Österreichs Schüler*innen müssten jedenfalls vor dieser tendenziösen und diskriminierenden Sexualaufklärung und diesem rechtskatholischen Verein geschützt werden.

    gez. Mag. Richard Steinmetz
    Vereinssprecher der HOSI Linz

    Foto: Screenshot/Website Teenstar

  • Diskriminierungsfreies Blutspenden erreicht!

    Diskriminierungsfreies Blutspenden erreicht!

     Mit 1. September gehört das de facto Blutspendeverbot für homosexuelle Männer und trans*-Personen per Verordnung der Vergangenheit an. Die HOSI Linz begrüßt dieses Ende einer gesundheitspolitisch völlig irrelevanten Diskriminierung ebenso, wie die Möglichkeit für schwule Männer, sich gegen „Affenpocken“ impfen zu lassen.

    Mit Inkrafttreten der Verordnung am 1. September wird statt des pauschalen Ausschlusses eine sogenannte 3×3-Regel für alle Blutspendewilligen gelten. Wer innerhalb der letzten 3 Monate vor dem Blutspendetermin mit 3 oder mehr wechselnden Partner*innen Sex hatte, darf dann für 3 Monate kein Blut spenden.

    „Seit mehr als 15 Jahren haben wir Gesundheitsminister*innen aller Coleur bekniet, den Ausschluss homosexueller Männer vom Blutspenden als wissenschaftlich und gesundheitspolitisch unnötige Diskriminierung zu beenden. Andrea Kdolsky, Alois Stöger, Sabine Oberhauser, Pamela Rendi-Wagner, Beate Hartinger-Klein, Walter Pöltner, Brigitte Zarfl, Rudolf Anschober und Wolfgang Mückstein: Das Ergebnis waren immer nur leere Versprechungen, nette Worte, kein Ergebnis. Wir freuen uns, dass Minister Johannes Rauch endlich die Initiative ergriffen hat“, schildert Mag. Richard Steinmetz, Vereinssprecher der HOSI Linz, die Situation.

    „Ganz besonders freut uns, dass sich die ÖVP, an der bisher jede Regelung gescheitert ist, hier endlich bewegt und sich aus der Geiselhaft des Roten Kreuzes gelöst hat. Das ist jedenfalls ein gesellschafts- und gesundheitspolitischer Fortschritt, den wir sehr begrüßen. Wie es in der Umsetzung durch das Rote Kreuz dann wirklich ausschaut, werden wir uns jedoch ganz genau anschauen. Da sind wir vorerst einmal skeptisch.“

    Steinmetz begrüßt auch, dass Gesundheitsminister Rauch Männern, die Sex mit anderen Männern haben, die Möglichkeit einer Impfung gegen die sogenannten „Affenpocken“ eingeräumt hat. „Die HOSI Linz begrüßt, dass man offenbar aus der Stigmatisierung HIV-Positiver vor gut 40 Jahren gelernt hat und die Impfung für diese Personengruppe öffnet. Diese Bevölkerungsgruppe rasch und bevorzugt zu impfen, ist gesundheitspolitisches Gebot der Stunde, zumal alle nach dem Ende der Pockenimpfpflicht geborenen keinen Impfschutz aufweisen“, zeigt sich Steinmetz erfreut.

    Die HOSI Linz verweist dazu an die Dermatologische Abteilung am Kepler Uni-Klinikum, wo gegen Terminvereinbarung einmal wöchentlich geimpft wird. Dafür soll es im September auch eine Informationskampagne innerhalb der LGBTIQ-Community in Oberösterreich geben.

    gez. Mag. Richard Steinmetz
    Vereinssprecher der HOSI Linz

  • Ungeheuerlicher Vorfall muss lückenlos aufgeklärt werden!

    Ungeheuerlicher Vorfall muss lückenlos aufgeklärt werden!

    Nachdem gut 8.000 Menschen beim linzpride2022 für Gleichstellung und gegen Hass und Gewalt gegen LGBTIQ*-Personen auf der ganzen Welt demonstrierten und anschließend friedvoll feierten, ereignete sich ein brutaler Überfall auf Trans-Personen am Linzer Taubenmarkt. Die HOSI Linz zeigt sich entsetzt über das Verhalten der Schaulustigen und fordert eine rasche und lückenlose Aufklärung des Vorfalls durch die Behörden.

    “Ich bin fassungslos, kann gar nicht in Worte fassen, wie entsetzlich ich es finde, dass junge Menschen, die für Toleranz werben angegriffen, verletzt, gedemütigt und traumatisiert werden. So ein Vorfall darf einfach nicht passieren. So etwas ist nicht zu entschuldigen und kann nur kompromisslos verurteilt werden.

    Gerade an dem Tag, wo in Oslo queere Menschen verletzt und getötet werden kann so etwas nicht einfach so hingenommen werden. Wir gehen jetzt einmal davon aus, dass Polizei und Staatsanwaltschaft die Täter festnehmen und vor Gericht bringen werden.

    Wir sind alle erschüttert, dass so etwas nach diesem wunderbaren, friedvollen Tag passieren kann. Das zeigt aber auch, wie wichtig Veranstaltungen wie der linzpride sind und wie notwendig die gesellschaftspolitische Arbeit der HOSI und anderer LGBTIQ*-Organisationen noch immer ist. Es reicht nicht Gesetze zu ändern, es gilt das Bewusstsein der Menschen zu ändern“, zeigt sich Richard Steinmetz, Vereinssprecher der HOSI Linz, entsetzt.

    „Hass und Gewalt gegen die LGBTIQ*-Community müssen endlich aufhören – überall auf der Welt! Auch dafür steht unser linzpride. Unter dem Regenbogen ist für alle Platz ist, nicht aber für Hass und Gewalt. Wir werden weiter dafür kämpfen, dass Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt gegen LGBTIQ*-Personen, aber auch gegen andere Minderheiten in unserer Gesellschaft so rasch als möglich ein Ende findet.

    Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien und Freund*innen, die wir im Rahmen unserer Möglichkeiten umfassend unterstützen werden. Die Lokalinhaber*innen sind jetzt aufgefordert, zu überprüfen, ob das geschilderte Verhalten der Angestellt*innen mit der Firmenphilosophie übereinstimmt, und öffentlich dazu Stellung zu nehmen.”

    Die HOSI Linz sei erschüttert über die Tatsache, dass niemand von den zahlreichen Umstehenden eingegriffen und den Opfern geholfen habe. Sie fordert nun eine umgehende und lückenlose Aufklärung des Vorfalls und eine entsprechende Bestrafung der Täter*innen.

    So etwas darf es in Linz nie wieder geben, nicht am Tag des linzpride, noch an anderen Tagen“, so Steinmetz abschließend.

    gez. Mag. Richard Steinmetz
    Vereinssprecher der HOSI Linz

     

    Linz, 27.06.2022

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