Kategorie: Aktuelles

  • Wir haben die Wahl!

    Wir haben die Wahl!

    Die HOSI Linz erfragte lesbisch/schwule Perspektiven für die nächste Regierungsperiode.

    Angesichts der bevorstehenden Nationalratswahl lud die HOSI Linz am 25. September 2017 die SpitzenkandidatInnen der in Oberösterreich kandidierenden und bereits im Nationalrat vertretenen Parteien zu einer moderierten Podiums- und Publikumsdiskussion ins Alte Linzer Rathaus.

    Allein die Spitzenkandidatinnen der Grünen und der NEOS traten persönlich auf: die Nationalratsabgeordneten Ruperta Lichtenecker (Grüne) und Karin Doppelbauer (NEOS).

    Ruperta Lichtenecker dokumentierte das stete Eintreten der Grünen, angeführt von der Ersten auf ihrer Bundesliste, der offen lesbisch lebenden EU-Parlamentarierin Ulrike Lunacek, für die bedingungslose Gleichstellung von homo- und heterosexuellen Menschen und Paaren. Ruperta Lichtenecker sprach auch konkret an, wie schön und gut ein offenes Leben für Lesben, Schwule und ihr soziales Umfeld sein kann. Das Programm und die Politik der Grünen würden als Ganzes den Aspekt persönlicher Freiheit atmen.

    Karin Doppelbauer legte dar, wie selbstverständlich Lesbisch- oder Schwulsein bei den NEOS sei und wie unverständlich ihnen Diskriminierungen aufgrund sexueller Orientierung seien. Von der Programmatik und Politpraxis der Grünen unterscheide sie fast nichts, der Unterschied zwischen ihnen liege vielmehr in der Auffassung von der Wirtschaftspolitik.

    In Vertretung des oberösterreichischen Spitzenkandidaten, Bundesminister Alois Stöger, diskutierte die Listenzweite, Eva-Maria Holzleitner für die SPÖ. Für sie selbst sei völlige Antidiskriminierung aufgrund sexueller Ausrichtung eine Selbstverständlichkeit, aber auch ein politisches Versäumnis, das es so schnell wie möglich nachzuholen gelte. Dass Christian Kern der erste Kanzler auf einer Regenbogenparade war, sei schön, zeige aber, wie verspätet die Bewusstseinsbildung in der Politik insgesamt erfolge.

    Elisabeth Spitzenberger kam als Kandidatin der ÖVP, sie selbst allerdings ohne reelle Chance auf den Einzug in den Nationalrat. Ihre ehrliche Art sprach sehr für sie, indem sie zugab, in der Thematik nicht sattelfest zu sein. Sie persönlich lehne Diskriminierung aufgrund geschlechtlicher Ausrichtung ab, erkenne aber sehr wohl die katholisch-konservative Haltung in ihrer Partei und könne sich nur, wie sie mehrfach beteuerte, für den Unbill entschuldigen.

    Bundesrat Michael Raml vertrat den Spitzenkandidaten der FPÖ und bekannte sich und seine Partei offenherzig gegen die Ehe für alle, zumal die Ehe der Zeugung von Kindern diene. Ansonsten solle jedeR so leben, wie er oder sie es will. Was Diskriminierung in der Wirtschaft betrifft, solle der Markt das Problem lösen, nicht der Staat. Auch der Subventionierung der Lesben- und Schwulenbewegung stehe er skeptisch gegenüber; die FPÖ sei eher am Durforsten als am Ausweiten.

    Angesprochen auf eine Subventionierung der HOSI Linz für ein geeignetes Vereinszentrum, beteuerten alle ihre politische Unterstützung dafür – mit Ausnahme des FPÖ-Vertreters. Aus dem Publikum kamen ausschließlich kritische Stimmen zur mangelnden finanziellen Unterstützung und rechtlichen Gleichstellung der Community durch die Politik.

    Livestream: http://facebook.com/hosilinz/videos/712191292303024/

    Text: Rainer Bartel
    Foto: Gerhard Niederleuthner
    (Dieser Text erscheint in PRIDE Nr. 160/Oktober 2017)

                   

  • Linz PRIDE 2017: Respekt statt Hass und Hetze

    Linz PRIDE 2017: Respekt statt Hass und Hetze

    24. Juni: 6. Christopher Street Day in Linz

    “In Zeiten von zunehmendem Hass und rechter Hetze wollen wir ein starkes Zeichen der Vielfalt und Solidarität setzen. Alle homosexuellen, transgender und intersexuellen Menschen sind eingeladen, sich stolz gemeinsam mit vielen FreundInnen und UnterstützerInnen zu zeigen und aller Intoleranz und allen reaktionären Kräften zum Trotz der Gesellschaft unsere politische Message zu vermitteln”, so die Einladung der HOSI Linz zum diesjährigen Linz Pride am 24. Juni.

    Der Christopher Street Day ist der internationale Aktionstag für die Gleichberechtigung für Lesben, Schwule, transGender Personen in Gedenken an die Unruhen rund um die Bar Stonewall in der Christopher Street in New York City. Bereits zum fünf Mal – nämlich 2009-2011 und 2015 und 2016 – veranstaltet die HOSI Linz aus diesem Anlass ein Straßenfest. Fanden die ersten drei in der Fabrikstraße statt ging die Neuauflage 2015 unter dem Titel „Gemeinsam sichtbar – LINZ PRIDE 2015“ am Maindeck des AEC über die Bühne. Dort soll nun am 24.06.2017 auch das 6. Straßenfest bei freiem Eintritt als öffentliche Veranstaltung für alle Interessierte stattfinden, bei der die Vielfalt des lesbisch/schwulen/transGender-Lebens in Ober­österreich zum Ausdruck kommen soll.

    Der „Christopher Street Day“ (CSD) ist für Millionen von LGBTQI-Personen und anderen solidarischen Menschen Anlass, auf die Straße zu gehen. Weltweit wird er nicht nur genutzt, um zu feiern, er ist auch Kampftag gegen homophobe Diskriminierung in welcher Form auch immer. Ob verbal („Schwuchtel“ oder „Lesbe“ als Schimpfwort), rechtlich (die Homo-Ehe ist noch immer nicht legal), am Arbeitsplatz (wer sich outet, wird oft gemobbt), bei der Wohnungssuche oder sogar durch rechtsextreme Gewalttaten (wie in der Linzer Altstadt im Jänner): Fast 50 Jahre nachdem in New York LGBTQI-Personen gegen Polizeigewalt rebellierten, ist Homophobie immer noch allgegenwärtig. „Wir haben daher den diesjährigen Linz PRIDE unter das zentrale Motto ‚Respekt statt Hass und Hetze‘ gestellt“, erklärt Stefan Thuma, Vereinssprecher der HOSI Linz. „Setzen wir gemeinsam ein starkes Zeichen gegen Verhetzung, Intoleranz und Hass! Wir laden alle OberösterreicherInnen ein, an der ersten Linzer Pride-Parade und am anschließenden Straßenfest teilzunehmen. Jede und jeder ist willkommen!“

    Buntes Programm

    Dabei erwartet die BesucherInnen ein buntes wie abwechslungsreiches Programm: Gestartet wird um 13:30 Uhr am Martin-Luther-Platz mit der CSD Parade (in Kooperation von Bündnis „Linz gegen Rechts“) hin zum Straßenfest am Maindeck des Ars Electronica Centers (AEC). Ab 15:00 sorgen dort dann zahlreiche KünstlerInnen & Bands für beste Stimmung: Der diesjährige Hauptact bildet mit Christine Hödl einen gelungen Höhepunkt. NachtschwärmerInnen sind bei der Linz-Pride After-Party ab 22:00 im Club Spielplatz genau richtig. Hier steht kein Tanzbein mehr still. On Turn Tables: DJane S.Stereo und DJ Mart.i sorgen für den passenden Sound.

    Und weil ein solcher Event auch immer etwas Geld kostet, freut sich die HOSI Linz besonders über freiwillige Spenden & Unterstützung. Alle Infos & Möglichkeiten zum Spendenmarathon gibt es direkt auf http://www.test.hosilinz.at/

    Programmablauf Maindeck

    • 15:00 Eröffnung Maindeck
    • Ca.15:15 Künstler Alexander Fabian
    • Ca.16:10 PolitikerInnengespräche
    • Ca.16:20 Band Kran d´ach (Austria/OÖ)Soul
    • Ca.17:35 The Morricones (Austria/OÖ)
    • Ca. 18:45 Band Kaurana Cronin
    • Ca. 19:50 Michael Ammon mit Band
    • Ca. 21:00 Christine Hödl

    Im Anschluss findet die von „gaytic“ unterstützte Linz Pride Afterparty im Club Spielplatz statt

    Für die HOSI Linz
    gez. Stefan Thuma, Vereinssprecher
    Linz, den 16.06.2017

    Pressefoto vom Linz PRIDE 2016 zur honorarfreien Verwendung:

    Fotocredit: HOSI Linz (Gerhard Niederleuthner)

  • „Kinderglück andersrum“

    „Kinderglück andersrum“

    Infoabend zur künstliche Befruchtung für Regenbogenfamilien in spe.

    Wenn man sich nicht darauf verlassen will, dass der Storch ein Baby bringt, muss man als lesbisches Paar mit Kinderwunsch Pläne schmieden.
    Wege zum Kind gibt es mehrere und dank rechtlicher Neuerungen sind diese Wege in Österreich seit 2015 um vieles weniger steinig als davor. Trotzdem tun sich viele Fragen rund um das wie, wann und wo auf, die wir an diesem Abend zu beantworten versuchen.
    Drei FortpflanzungsmedizinerInnen aus drei verschiedenen Kinderwunschkliniken sind zu Gast und beleuchten Chancen und Möglichkeiten der Fortpflanzungsmedizin in Österreich, schildern Abläufe der verschiedenen Behandlungen, berichten über die Herkunft der Samenspenden und beantworten eure Fragen so detailliert, wie möglich.

    Wir freuen uns
    Dr. Katharina Taucher von der Kinderwunschklinik Tiny Feet in Wiener Neustadt
    Dr. Omar Shebl vom Kinderwunschzentrum der Kepler Universitätsklinik Linz
    und
    Dr. Leonhart Loimer von der Kinderwunschklinik Dr. Loimer in Wien, Wels und Linz
    begrüssen zu dürfen.

    Moderation: Barbara Schlachter und Cornelia Traunfellner (FAmOs)

    Am Dienstag, den 21. März 2017 um 19.00 im EKIZ Linz, Figulystr. 30, 4020 Linz

    Um unverbindliche Anmeldung wird gebeten!

    Der Eintritt ist frei!

    Mit Unterstützung der HOSI Linz

  • „Weil ich schwul/lesbisch/queer bin.“ – Wir protestieren gegen homophobe Gewalt!

    „Weil ich schwul/lesbisch/queer bin.“ – Wir protestieren gegen homophobe Gewalt!

    Protestkundgebung:
    Mittwoch, 11. Jänner 2017 – 17:00
    Taubenmarkt, Linz

    https://www.facebook.com/events/441329592657869/

    „Weil ich schwul bin.“ – so erklärt sich der 26-jährige offen Homosexuelle den brutalen Angriff auf ihn am Neujahrsmorgen in der Altstadt. Nach dem ihm einer der Täter angepöbelt hatte, lauerte ihm eine Gruppe später auf und prügelte so stark auf ihn ein, dass er im Krankenhaus behandelt werden musste, vom unvorstellbaren psychischen Trauma ganz zu schweigen.

    Durch den Mut des Opfers, der damit an die Öffentlichkeit ging, bekam dieser schockierende Vorfall einige Medienaufmerksamkeit. Ein persönliches Facebook-Posting, ein Bericht auf dem Community-Protal „GGG.at“ (http://bit.ly/2hQw4Dt) und die aktive Pressearbeit der Homosexuellen Initiative (HOSI) Linz erfuhr viel Resonanz.

    Doch dieser Vorfall ist nur die tragische Spitze eines Eisbergs. Homophobe Gewalt häuft sich in letzter Zeit wieder, vor allem seit der Bundespräsidentschaftswahl, wie Betroffene berichten (siehe Interview in OÖNachrichten: http://bit.ly/2iDEh2j).

    Wir sehen wieder einmal, Homophobie und Hassverbrechen gehören nicht etwa der Vergangenheit an, sondern sind die alltäglichen Begleiter so vieler LGBTQI+-Menschen. Insgesamt sind Homophobie, Sexismus und Rassismus aktueller den je. Wir sehen aber auch, dass ein Erfolg und der aktuelle Aufstieg der FPÖ immer auch mit einer gesellschaftlichen Stimmung einhergeht, die Schwulenhassern und Rechtsextremen mehr Selbstbewusstsein geben ihren Hass in die Tat umzusetzen. So erreichte vor kurzem ja auch rassistische Gewalt einen traurigen Höhepunkt in Oberösterreich (Brandanschläge auf Flüchtlingsheim und Roma-Zelte). Auch bekannte AntifaschistInnen wurden vor kurzem in der Altstadt angegriffen. Das Wiedererstarken der Naziszene, die sich gerade aufbaut, ist eine Gefahr für uns alle!

    Dagegen müssen wir uns stellen, sichtbar, laut und stark! Zeigen wir weiteren Betroffenen, dass sie nicht alleine sind und geben wir ihnen Mut sich zu wehren. Zeigen wir den homophoben und rechten Schlägern, dass sie nicht toleriert werden! Zeigen wir der Öffentlichkeit, dass Solidarität und eine aktive Bewegung den Aufstieg rechter und rückschrittlicher Ideologien aufhalten kann!

    Schließen wir uns zusammen, ob AktivistInnen für LGBTQI+-Rechte, im Kampf gegen Rechts, von sozialen Bewegungen, Gewerkschaften, feministischen Initiativen, linken Organisationen oder einfach solidarische Menschen! Beteilige auch du dich!

    Aktionsbündnis:

    Homosexuelle Initiative (HOSI) Linz
    Sozialistische LinksPartei (SLP)
    Sozialdemokratie & Homosexualität (SoHo) Oberösterreich
    Die Grünen Andersrum OÖ

  • HOSI Linz empört und kämpferisch

    HOSI Linz empört und kämpferisch

    Wir sind Alex!

    „Das war absolut dumm, niederträchtig und letztklassig: Einen Schwulen absichtlich schwer zu verletzen, um sein Mütchen zu kühlen, seine Langeweile zu übertünchen oder seinen Frust abzubauen, so etwas ist völlig abzulehnen und strikt in die Schranken des Gesetzes und seiner Strafen zu weisen, mit allen legalen Mittel, denn das Gewaltmonopol liegt beim Staat“, ist Stefan Thuma, Vereinssprecher der HOSI Linz, empört und kämpferisch.

    „Wir brauchen jetzt die Solidarität und Stimme all jener, denen an einem friedlichen Zusammenleben gelegen ist. Sagen wir nein zur  Barbarei! Wir alle müssen klarmachen, dass wir Gewaltakte wie den feigen Hinterhalt auf Alex absolut und kategorisch ablehnen und gemeinsam eine Mauer der Menschlichkeit gegen Hass und Hassverbrechen bilden“, ruft Thuma namens der HOSI Linz auf.

    „Die Zeiten, als Überfälle und Übergriffe auf Schwule zuweilen noch vorkamen, sind viele Jahre her und wurden schon als Relikt der Geschichte angesehen. Es darf daher keine Wiederholungen eines solchen Hassverbrechens mehr geben. Die HOSI Linz hat vorbeugend längst die strengere Bestrafung von Hassverbrechen in ihren Forderungskatalog aufgenommen. Das bekräftigen wir hiermit aus dem traurigen Anlass heraus ganz entschieden. Zudem: Aufklärung tut not, das ist seit 34 Jahren unser Credo – und das wird es so lange bleiben, solange es nötig ist“, erklärt der HOSI-Vereinssprecher.

    „Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind derweil bei Alex, wir sind für ihn jederzeit da. Noch mehr: Wir sind Alex! Und wir bedanken uns schon jetzt recht herzlich für die Ermittlungsanstrengungen der Polizei. Wir werden die Zusammenarbeit mit der Landespolizeidirektion wohl wieder aufleben lassen“, schließt Stefan Thuma betroffen, aber auch entschlossen.

    Bildquelle: Privat

Wir verwenden Cookies, um Ihnen die beste Online-Erfahrung zu bieten. Mit Ihrer Zustimmung akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies in Übereinstimmung mit unseren Cookie-Richtlinien.

Privacy Settings saved!
Datenschutz-Einstellungen

Wenn Sie eine Website besuchen, kann sie Informationen über Ihren Browser speichern oder abrufen, meist in Form von Cookies. Steuern Sie hier Ihre persönlichen Cookie-Dienste.

Diese Cookies sind für das Funktionieren der Website notwendig und können in unseren Systemen nicht abgeschaltet werden.

Zur Nutzung dieser Website verwenden wir die folgenden technisch notwendigen Cookies
  • wordpress_test_cookie
  • wordpress_logged_in_
  • wordpress_sec

Alle Cookies ablehnen
Alle Cookies akzeptieren