Lesung mit Tom Pohl und Stefan Parzer.
Heute Livestream ab 16:00 an dieser Stelle
auf FB:
https://www.facebook.com/FortyNineLinz/live/
Kategorie: Aktuelles
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Besinnliche Lesung – Livestream
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Danke!
Wir sagen Danke für die vielfältige und großzügige Unterstützung in diesem
besonders schwierigen Jahr.Wir danken besonders unseren Mitgliedern, Unterstützer*innen und Freund*innen.
Wir wünschen angenehme Feiertage, einen guten Rutsch und – heuer ganz besonders – Gesundheit für 2021.
Wir freuen uns schon auf persönliche Begegnungen im Neuen Jahr.
Der Vorstand der HOSI Linz
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PRIDE Nr. 179/Dezember 2020
Tempora mutantur, nos et mutamur in illis (Die Zeiten ändern sich, und wir ändern uns in ihnen).
Dies gilt auch für PRIDE. Vor beinahe 21 Jahren haben die RosaLila PantherInnen und die HOSI Linz ihre Zeitschriften fusioniert. Doch in diesen vielen Jahren hat sich manches verändert. Personen sind gekommen und wieder gegangen, manche geblieben. Damals ging es der LGBTIQ*-Bewegung in Österreich zuvorderst noch um die Entkriminalisierung gleichgeschlechtlicher Liebe. Heute steht allen – egal ob Hetero oder Homo – die Ehe und die Eingetragene Partner*innenschaft offen; so viel ändert sich in beinahe 21 Jahren. Und so haben sich auch die Vorstellungen verändert, wie es mit der Zeitschrift PRIDE weitergehen soll. Auch die Ideen darüber und die Vorstellungen, wie Zusammenarbeit ausschauen kann und soll, haben sich in den letzten Jahren zwischen Linz und Graz zunehmend auseinanderentwickelt. Letztendlich war es wohl nur eine Frage der Zeit, dass sich dieser Prozess auch in der Zeitschrift niederschlagen muss. Mit Mitte November 2020 haben die HOSI Linz und die RosaLila PantherInnen ihre Zusammenarbeit bei diesem Projekt beendet. Für die Mitglieder der HOSI Linz und die Abonnent*innen der Zeitschrift PRIDE ändert sich dabei genauso wenig wie die Qualität der Zeitschrift.
Dafür garantiert das Redaktionsteam und das wollen wir mit dieser Ausgabe auch gleich unter Beweis stellen. Viel Spaß beim Lesen in diesen schwierigen Zeiten!
Mit bewegten Grüßen
gez. Gerhard Niederleuthner, Redaktionsleiter -

Tag der Menschenrechte – Gedenken 2020
Alljährlich organisieren wir eine kleine Gedenkfeier rund um den internationalen Tag der Menschenrechte beim Gedenkstein für die homosexuellen Opfer in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Wie aber Gedenken in einem Jahr, in dem alles anders ist? In dem die Befreiungsfeierlichkeiten im Frühjahr nur virtuell stattfinden konnten und auch für die Gedenkfeier im Dezember bis kurz vorher noch nicht klar war, was möglich sein würde? Wir haben uns daher heuer ganz bewusst dafür entschieden, nach Möglichkeit vor Ort zu gedenken, aber ganz bewusst in einem sehr reduzierten und stillen Rahmen, um auch hier entsprechend den notwendigen Vorgaben durch die Pandemie gerecht zu werden.So waren nur Vereinssprecher Richard Steinmetz und Gerhard Niederleuthner für das PRIDE vor Ort zur Niederlegung von einem Blumengebinde und haben die menschenleere Gedenkstätte ganz besonders intensiv erlebt.Im Stillen Gedenken an die LGBTIQ-Opfer des Nationalsozialismus. Nie mehr wieder.HOSI Linz, 12.12.2020 -

Es reicht!
Gesundheitsministerium in Geiselhaft des Roten Kreuzes
Vier von fünf Experten kritisieren homophobe Diskriminierung beim Blutspenden. Das Gesundheitsministerium will weiter nachdenken.
Passend zum Welt-AIDS-Tag haben sich am 01.12.2020 die Abgeordneten im Gesundheitsausschuss für ein Expertenhearing zum Thema Diskriminierung homosexueller Männer beim Blutspenden getroffen. So würde etwa homosexuellen Männern allein aufgrund ihrer sexuellen Orientierung sexuelles Risikoverhalten attestiert, vertreten SPÖ und NEOS die Positionen der österreichischen LGBTIQ*-Organisationen. Außerdem fordern sie, dass bei einer Befragung des Spenders zu seinem Gesundheitszustand keine diskriminierenden Formulierungen verwendet werden sollen.
Seit Jahren fordern Österreichs LGBTIQ*-Organisationen ein Ende der homophoben Diskriminierung beim Blutspenden. Trotz des immensen Bedarfs an Blutspenden in Österreich werden noch immer Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), von der Teilnahme ausgeschlossen, so die potenziellen Spender die im Anamnesebogen enthaltene Frage, ob sie innerhalb der letzten zwölf Monate Sex mit Männern hatten, positiv beantworten. Ausgangspunkt des Expertenhearings im Gesundheitsausschuss waren die beiden Entschließungsanträge von NEOS und SPÖ, die im Spätsommer zum Zwecke eines solchen Hearings vertagt wurden.
Als Experten geladen waren:
– Prof. (FH) Dr. Frank Amort, FH Joanneum (nominiert von SPÖ)
– DDr. Igor Grabovac, Med. Uni Wien (nominiert von NEOS)
– RA Dr. Helmut Graupner, Rechtskomitee LAMBDA (RKL), Öst Gesellschaft für Sexualwissenschaften (ÖGS) (nominiert von GRÜNE)
– Dr. Christof Jungbauer, Österreichisches Rotes Kreuz (ÖRK) (nominiert von ÖVP)
– Dr. Günther Koderhold, Allgemeinmediziner, Radiologe/Radioonkologe (nominiert von FPÖ)
Alle Experten waren der Ansicht, dass hier eine ungerechtfertigte Diskriminierung besteht, die leicht behoben werden könnte. Allein Dr. Christof Jungbauer vom Österreichischen Rotes Kreuz (ÖRK) widersprach den anderen Experten – wieder einmal. Alle Bemühungen, hier Diskriminierung zu beseitigen, scheiterten bisher am Roten Kreuz
„Seit über zehn Jahren thematisieren wir dieses Problem. Immer wieder scheitern wir an der diskriminierenden Haltung des Roten Kreuzes“, so Mag. Richard Steinmetz, Vereinssprecher der HOSI Linz. „Das Rote Kreuz nimmt auf Grund seiner Quasi-Monopolstellung und mit scheinheiliger Argumentation den Obersten Sanitätsrat und das Gesundheitsministerium seit Jahren in Geiselhaft. Das ist unehrlich, unethisch und nur noch peinlich!
Gesundheitsminister Rudolf Anschober meinte nun, es gelte, das Thema für ein vollständiges politisches Bild breit zu behandeln und auch die betroffenen Institutionen einzubinden. Daher brauche es jetzt noch etwas Zeit, miteinander zu reden. Die HOSI Linz ist jedoch der Überzeugung, dass in dieser Sache seit Jahren genug geredet wurde. Die Fakten lägen alle am Tisch.
„Es reicht! Genug geredet. Wir wollen endlich Taten sehen. Die Sicherheit der Blutspende wird zu jeder Zeit gewährleistet – auch weil sich ja niemand im Fragebogen als schwul outen muss, will er nicht diskriminiert werden. Das Rote Kreuz muss daher so oder so die Blutspenden testen – das ist nur jahrelang gelebte Homophobie des Roten Kreuzes, die das Ministerium endlich abstellen soll“, so Steinmetz.
Gesundheitsminister Rudolf Anschober sei der Community da im Wort; man werde sich nicht weiter abspeisen lassen. Steinmetz abschließend: „Diskriminierung darf keinen Platz in diesem Land haben. Auch nicht und schon gar nicht bei Gesundheitsdienstleistungseinrichtungen. Das ist sofort abzustellen!“
gez. Mag. Richard Steinmetz
Vereinssprecher der HOSI LinzLinz, 03.12.2020
Link zur Medienaussendung des Österreichischen Parlaments:
