Autor: HOSI Linz

  • Beratungszeiten

    Beratungszeiten

    Beratungszeiten während der Feiertage 2016/2017:

    Letzter Beratungstermin:
    Do, 22.12.2016
    Erster Beratungstermin:
    Mo, 09.01.2017

    Im persönlichen Gespräch nach telefonischer oder E-Mail-Vereinbarung / Telefonisch unter (0732) 60 98 98-4:
    Montag und Donnerstag (außer Feiertagen), 20 bis 22 Uhr /
    Per E-Mail unter [email protected] (die E-Mails werden wöchentlich gecheckt und beantwortet)

  • Gegen Verdrängen und Nichtwissen: #checkit!

    Gegen Verdrängen und Nichtwissen: #checkit!

    Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember

    Die HOSI Linz freut sich über die gute Zusammenarbeit mit der AIDSHILFE OBERÖSTERREICH, besonders über die jüngste gemeinsame Kampagne „#checkit. Kennst du deinen HIV-Status?“ HIV und AIDS sind immer noch Tabus und viel zu sehr dem psychologischen Verdrängen preisgegeben. Das steht einer wirksamen Prävention, Behandlung und sozialen Integration im Weg.

    Linz (HOSI). „Mit der AIDSHILFE OBERÖSTERREICH verbindet die HOSI Linz eine gute Zusammenarbeit, die bis zu den Anfängen der AIDSHILFE zurückreicht. Dieses Jahr lancierten AIDSHILFE und HOSI die gemeinsame Kampagne ‚#checkit. Kennst du deinen HIV-Status?‘. Ziel ist es zu vermitteln, wie wichtig es ist, seinen Virusstatus zu kennen und ggf. die medizinische Behandlung so bald wie möglich zu beginnen. Das ist für den Behandlungserfolg maßgeblich“, erklärt Stefan Thuma, Vereinssprecher der HOSI Linz.

    „Auf Videos und Fotos, die vor allem in den sozialen Netzwerken kursieren, zeigen sich Promis wie auch Alltagsmenschen mit der #checkit-Botschaft und drücken damit aus, dass und warum es für sie persönlich wichtig ist, über ihren HIV-Status Bescheid zu wissen. Die Kampagne war ein großer Erfolg, wurde sie doch auch für den renommierten oberösterreichischen Werbepreis ‚caesar‘ 2016 nominiert (https://caesar-werbepreis.at/). Wir gratulieren dem Projektteam, bestehend aus AIDSHILFE OBERÖSTERREICH und der für die HOSI Linz arbeitenden agentur g+ niederleuthner & wartner og, ganz herzlich, wir sind stolz!“, freut sich Stefan Thuma für die HOSI Linz.

    „Nur wenn offen und ehrlich über die Problematik von HIV und AIDS gesprochen wird, können wir befriedigende Lösungen erzielen. Hysterie gegenüber mit HIV Infizierten und an AIDS Erkrankten ist keineswegs am Platz. Vielmehr ist es nötig, Safer Sex wiederholt zu thematisieren, beim Sex stets zu berücksichtigen und sich bei Infektion rasch einer Behandlung zu unterziehen“, erklärt Thuma.

    „Der nunmehr 29. Welt-AIDS-Tag steht zugleich im Zeichen von Erfolgen und Herausforderungen. HIV-Infektionen sind medizinisch gut behandelbar, wenn sie und AIDS auch nicht heilbar sind. Früherkennung ist entscheidend. Andererseits werden wir weiterhin gegen das Verdrängen, das Verschweigen und die Ausgrenzung – das soziale AIDS – kämpfen“, resümiert HOSI-Vereins-sprecher Stefan Thuma.

    Für die HOSI Linz
    gez. Stefan Thuma, Vereinssprecher
    Linz, den 30.11.2016

    Pressefoto:

    caesar_nominee_gplus_aidshilfe_3c
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  • HOSI Linz spricht von klarer Entscheidungslage: für Van der Bellen!

    HOSI Linz spricht von klarer Entscheidungslage: für Van der Bellen!

    Lesben und Schwule wissen schon, was und wen sie wollen

    Nie war sie so einfach wie heute: die Bundespräsidentenwahl. Noch nie ist so viel auf dem Spiel gestanden für die homosexuellen BürgerInnen, und noch nie war die Entscheidungssituation eine so klare wie heute. Noch dazu kann diesmal jede Stimme entscheiden; es lohnt sich daher allemal, am 4. Dezember die Stimme abzugeben und Demokratie zu üben, unsere Gesellschaft zu gestalten.

    Politik ist keine Sache persönlicher Sympathie – Politik ist unsere Entscheidung, wie wir unser Miteinander gestaltet sehen wollen. Dabei ist es für gesellschaftliche Minderheiten wie Lesben und Schwule ganz besonders wichtig, ihren politischen Willen zum Ausdruck zu bringen: Wir brauchen „Raum“ zum Leben, für ein gutes, akzeptiertes Leben in unserer Heimat. Wir brauchen eine wertschätzende, integrative, minderheitenfreundliche Politik der Mehrheit! Dafür steht Van der Bellen.

    Es wird eine richtungweisende Entscheidung werden, nämlich ob gleichgeschlechtliche sexuelle Orientierung weiterhin als normal anerkannt bleibt oder zurück in die Außenseiterrolle gedrängt wird, wo Lesben und Schwule ganz klar wieder einen Rechtfertigungsbedarf für ihre Lebensweise empfinden werden und sich wieder viel eher werden verstecken müssen als bislang. Denn ihre PartnerInnenschaften werden von Norbert Hofer und seiner FPÖ nicht wertgeschätzt, Schritte zur gesellschaftlichen Gleichberechtigung der Homosexuellen mit den Heterosexuellen abgelehnt.

    In einem intoleranten Klima stehen Verschlechterungen, wie etwa für die Eingetragene Partnerschaft, oder die Verschleppung fortschrittlicher Gesetze, vor allem die Gleichberechtigung von Homosexuellen und Heterosexuellen beim Zugang zu Dienstleistungen auf den Märkten, auf dem Spiel und hängen nicht zuletzt von der moralischen und politischen Einflussnahme des Bundespräsidenten ab.

    Der Bundespräsident ist ein gewisses Korrektiv für die Alltagspolitik der Koalitionsparteien, gerade hinsichtlich der Orientierung der Politik auf wichtige Grundwerte der Gesellschaft wie Freiheit, Menschenwürde und Solidarität. Also oberstes, noch dazu direkt vom Volk gewähltes Organ lässt der Bundespräsident die Regierung merken, was in der Politik tatsächlich geht und was nicht.

    Die Bundespräsidentenwahl ist eine wichtige staatsbürgerliche Angelegenheit, die für Wählerinnen und Wähler umso bedeutsamer ist, je geringer ihr Anteil an der Bevölkerung und desto geringer ihr politisches Gewicht in der Gesellschaft ist. Bei dieser Wahl jetzt können Lesben und Schwule auf viele Verbündete im Namen der Menschlichkeit zählen, und die Chancen auf einen Wahlerfolg sind damit hoch. Denn Politik hat ganz allgemein sehr viel mit Antidiskriminierung und Gleichberechtigung – oder eben mit Diskriminierung und Ungerechtigkeit – zu tun. Es geht uns daher um Respekt vor dem Menschen und um Akzeptanz des Menschlichen.

    Wir wissen schon, wie unsere Entscheidung aussehen soll: Alexander Van der Bellen.

    Vorstand der HOSI Linz, 29.11.2016

  • Inter*Trans*Themenabend Linz

    Inter*Trans*Themenabend Linz

    3. Dezember 2016 ab 17:00 Uhr, MOVIEMENTO Kino
    Was oft schon vor der Geburt beginnt, ist die Frage nach unserem Geschlecht. Wir
    entscheiden ständig zwischen männlich und weiblich, egal ob wir eine Kundenkarte
    beantragen, eine Pizza bestellen oder einfach nur aufs Klo gehen. Was ist, wenn das mit
    dem Geschlecht nicht so eindeutig ist?
    Der Inter*Trans*Themenabend Linz widmet sich in Form von Impulsreferaten und Filmen
    den Lebensrealitäten von Inter* und Trans*-Personen.
    Intergeschlechtlichkeit und Transidentität sind nach wie vor Tabuthemen in unserer
    Gesellschaft – mit all den negativen Konsequenzen für die Betroffenen und ihre
    Angehörigen. Es gibt nur unzureichende professionelle Betreuung und im medizinischen
    Bereich gelten beide Themen mehrheitlich immer noch als zu behandelnde Krankheit oder
    Störung.
    Der Inter*Trans*Themenabend bietet die Gelegenheit, sich zu informieren, Fragen zu
    stellen und über aktuelle Entwicklungen Auskunft zu bekommen. Ziel der Veranstaltung ist
    es, Vorurteile abzubauen, Begegnungen zu ermöglichen und Diskriminierung zu
    verringern.
    Ablauf:
    Um 17 Uhr beginnen die Vorträge von Tobias Humer (Verein Intergeschlechtlicher
    Menschen Österreich VIMÖ) und Michaela Lindmoser (Trans*Beratung HOSI Linz).
    Ab 19 Uhr werden Filme gezeigt: „Herma XXY – intersex“ (CAN/DE) bietet berührende
    Einblicke in Leben und Aktivismus von intergeschlechtlichen Menschen, „Mathias“ (AT) ist
    eine österreichische Vorpremiere, die den Weg der Transition einfühlsam und hautnah
    porträtiert.
    Die Veranstaltung findet am 3.12.2016 ab 17:00 im MOVIEMENTO Kino, OK Platz 1, 4020
    Linz, statt. Der Eintritt ist kostenfrei.
    Dieser Themenabend wird in Kooperation mit FIFTITU% – Vernetzungsstelle für Frauen in
    Kunst und Kultur in OÖ, VIMÖ – Verein Intergeschlechtlicher Menschen Österreich und
    der HOSI LINZ – Homosexuellen Initiative Linz und dem Programmkino MOVIEMENTO
    veranstaltet.
    Informationen unter: vimoe.at/termine
    Kontakt: Michaela Schoissengeier 0664 3210918
    Basis-Information:
    Intergeschlechtliche Menschen zeigen von Geburt auf biologische Merkmale, die es nicht
    ermöglichen, sie in die gewohnten Kategorien „Mann“ und „Frau“ einzuordnen. Von
    Transidentität sprechen wir, wenn die Geschlechtsidentität vom biologischen
    Geburtsgeschlecht abweicht.

  • Und sie bewegt sich doch?

    Und sie bewegt sich doch?

    HOSI Linz vorsichtig optimistisch: Familienministerin Karmasin kündigt bevorstehende Antidiskriminierungsmaßnahmen für Lesben und Schwule an.

    Linz (HOSI). „Über die Ankündigung der Familienministerin im heutigen Morgenjournal sind wir freilich sehr erfreut. Das Standesamtverbot für die Eintragung einer PartnerInnenschaft und das Verbot der Führung eines Familiennamens von verpartnerten Lesben- und Schwulenpaaren soll heuer noch beschlossen werden. Allein, da ist noch Skepsis angebracht, denn wir kennen aus der ÖVP das Phänomen, dass eine fortschrittliche Maßnahme angekündigt und dann von den ultrakonservativen Kräften hinter den Parteikulissen doch noch verschleppt oder gar verhindert wird. Doch vielleicht klappt es diesmal, im Jahr 17 des dritten Jahrtausends“, gibt sich der Vereinssprecher der HOSI Linz, Stefan Thuma, vorsichtig optimistisch.

    „Die Aufhebung der beiden diskriminierenden Verbote wäre zweifellos ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung der Gleichbehandlung von Homosexuellen mit Heterosexuellen. Symbole wie Standesamt und Familienname transportieren ja gesellschaftliche Akzeptanz und Inklusion. Allerdings wird damit für Bundesministerin Karmasin die gesetzliche Diskriminierung bereits vollkommen aufgehoben sein. Da widersprechen wir laut und deutlich! Nichtdiskriminierung ist nur im Zusammenhang mit Akzeptanz und Inklusion eine echte, inhaltliche Gleichberechtigung, statt bloß gnädiger Toleranz. Sexuelle Orientierung oder Identität sind heute aus menschen-rechtlicher Sicht längst keine sachliche Rechtfertigung mehr für Ungleichbehandlung! Das hat soeben UNU-Generalsekretär Ban Ki Moon in NYC klargestellt“, macht HOSI-Vereinssprecher Thuma deutlich.

    „Frau Ministerin Karmasin und noch mehr die ÖVP können unserer Auffassung von Diskriminierungsfreiheit, nämlich nicht die Freiheit zu diskriminieren, sondern frei von Diskriminierung zu sein, offenbar nicht folgen – sonst wären sie ja Sozialminister Stöger bzw. die SPÖ, die Grünen oder die Neos. Alois Stöger fordert jetzt gerade wieder die völlige Antidiskriminierung ein. Es wird Zeit, dass sich die fortschrittlichen Kräfte in allen Parteien in dieser Hinsicht zusammen-finden und über Parteigrenzen hinweg wirksam werden“, ruft Stefan Thuma namens der HOSI Linz auf.

    Für die HOSI Linz
    gez. Stefan Thuma, Vereinssprecher

    Linz, den 22.09.2016

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