Geschäftsbericht der HOSI Linz – 2024
hosilinz_bericht_2024_webversion
Autor: HOSI Linz
-

Geschäftsbericht HOSI Linz – 2024
-

Wer Prides verbieten will, greift die Demokratie an!
Das unverhohlene Liebäugeln der FPÖ mit ihren großen Vorbildern Orban, Trump und Putin und deren Abbau der Demokratie darf nicht unbeantwortet bleiben.
Wenn verschiedene FPÖ-Politiker*innen immer wieder mit lautstark geäußerter homophober und queerfeindlicher Rhetorik auffällig werden, ist es aus Sicht der HOSI Linz höchste Zeit, hier über entsprechende politische und gesellschaftliche Konsequenzen nachzudenken.
[Linz, 23. Juni 2025] – „Die von der FPÖ und ihren Vertreter*innen so oft bemühte wie überstrapazierte Meinungsfreiheit darf kein Freibrief dafür sein, ganze Bevölkerungsgruppen in den Bereich des Wahns zu rücken und an den Rand der Gesellschaft drängen zu wollen. Soll einem Verbot von Regenbogenparaden dann die Pflicht zum Volksfestbesuch folgen? Oder gar ein ‘Stolzmonat’ mit Pflichtprogramm in Lederhosen und Leberkäs?”, kommentiert Michael Müller, Vereinssprecher der HOSI Linz. „Die FPÖ-Ansinnen sind mit einer liberalen Gesellschaftsordnung nicht vereinbar.“
Natürlich ist es der rechtsaußen-Szene und deren politischen Auslegern ein Dorn im Auge, wenn wie vergangenen Samstag 13.000 Menschen bunt, fröhlich und vor allem friedlich für ein solidarisches Miteinander demonstrieren und eine freie und offene Gesellschaft propagieren, in der alle selbstbestimmt und offen so leben können, wie sie möchten. „Das ist ein lautes und starkes Signal, dass wir keine Randerscheinung sind, sondern in der Mitte der Gesellschaft stehen. Die Menschen wünschen sich Offenheit und Solidarität – und keinen Rückwärtsgang in eine autoritäre, homophobe Vergangenheit. Dazu würde ein Homophobieverbot besser passen als ein Verbot von Regenbogenparaden“, so Müller weiter.
„Aber auch die ÖVP Oberösterreich und Landeshauptmann Stelzer sollten sich angesichts solcher Ausritte fragen, wie lange sie hier noch schweigend und tatenlos zuschauen wollen“, sieht Müller die Verantwortung auch breiter. „Immerhin hat die ÖVP ja schon einmal eine Auslieferung von FPÖ-Landesparteisekretär Gruber – und damit Konsequenzen für derart grenzüberschreitende, übergriffige Ausritte – verhindert.“, so Müller abschließend.
gez. Dipl.-Ing. Dr. Michael Müller, BSc.
Vereinssprecher -

linzpride2025
„strong together, proud forever“
Die 14. linzpride mit neuem Besucher*innenrekordAm Samstag, den 21.06.2025, fand zum vierzehnten Mal die linzpride als sichtbares Zeichen der LGBTIQA*-Community (LGBTIQ: Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersex, Queer, Asexual) in Oberösterreich statt.
[Linz, 21. Juni 2025] – Rund 13.000 Menschen folgten dem Aufruf der HOSI Linz, um gemeinsam für Gleichberechtigung, Sichtbarkeit und gegen Diskriminierung zu demonstrieren.
„Wir sind überwältigt von der positiven Resonanz – so viele Menschen, die gemeinsam mit uns auf die Straße gehen und zeigen: Wir sind viele, wir sind laut und wir sind stark!“, so Michael Müller, Vereinssprecher der HOSI Linz. „Dass das bewährte neue Konzept, insbesondere die Pride City rund um den OK Platz und den Ursulinenhof, erneut so gut angenommen wurde, freut uns sehr. Unser Dank gilt allen beteiligten Organisationen, Künstler*innen und Besucher*innen, die diesen Tag so besonders gemacht haben.“
Erstmals war auch die Stadt Linz mit einer eigenen Paradegruppe und einem Infostand vertreten – ein klares Zeichen für Solidarität und gelebte Vielfalt. Die HOSI Linz bedankt sich herzlich bei LGBTIQ-Referentin und Vizebürgermeisterin Tina Blöchl für die gute und konstruktive Zusammenarbeit.
Neben zahlreichen Vertreter*innen aus Stadt und Land waren dieses Jahr auch Vertreterinnen der Bundespolitik mit dabei: Leonore Gewessler (Grüne) und Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) zeigten durch ihre Teilnahme klare Unterstützung für die Community. Ein besonderer Dank gilt auch Bürgermeister Dietmar Prammer, der die Teilnehmer*innen der Parade persönlich begrüßte und damit ein starkes Signal für Vielfalt in Linz setzte.
Wie bereits im Vorjahr wurde die linzpride2025 von einer ausgelassenen, respektvollen und friedlichen Stimmung getragen. Die Linzer Polizei sorgte für einen reibungslosen Ablauf und eine sichere Atmosphäre – auch dafür spricht die HOSI Linz ihren ausdrücklichen Dank aus.
„Wir danken allen, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben – den zahlreichen ehrenamtlichen Helfer*innen, unseren Sponsor*innen und Partner*innen, sowie der Stadt Linz und allen Menschen, die mit uns gefeiert, demonstriert und ein Zeichen gesetzt haben. Gemeinsam sind wir stark – und stolz, für immer“, so Müller abschließend.
Der Termin für linzpride2026 wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben.
gez. Dipl.-Ing. Dr. Michael Müller, BSc.
Vereinssprecher HOSI LinzDrucktaugliche Fotos zum honorarfreien Abdruck:
Fotocredit: Jakob Koch/Gerhard Niederleuthner (HOSI Linz)Fotos: Jakob Koch/HOSI Linz

https://www.test.hosilinz.at/wp-content/uploads/2025/06/20250621_linzpride_presse001-foto_jakob-koch.jpgFotos: Gerhard Niederleuthner/HOSI Linz
-

RENT spendet an HOSI
Die HOSI Linz freut sich über großzügige Spende vom RENT-Team des Landestheaters Linz
Einen Monat lang sammelte das Team des Musicals RENT im Schauspielhaus des Landestheaters Linz nach jeder Vorstellung Spenden für die HOSI Linz – mit beeindruckendem Ergebnis: Gezählte 10.612,09 Euro konnten so für die Arbeit der ältesten LGBTIQA+-Organisation Oberösterreichs gesammelt werden.

[Linz, 02. Juni 2025] – RENT, ein moderner Klassiker des Broadway-Musicals, erzählt vom Leben, Lieben und Überleben in der queeren New Yorker Boheme der späten 1980er-Jahre – mit Themen wie HIV/AIDS, Ausgrenzung und Solidarität. Damit schlägt das Stück eine direkte Brücke zur Arbeit der HOSI Linz: Sichtbarkeit schaffen, Community stärken und queere Lebensrealitäten unterstützen.Die Spende wurde im Rahmen der Dernière von Silke Weiland, Vorstandsmitglied der HOSI Linz, persönlich entgegengenommen.
„Es ist überwältigend, wie viel Herzblut und Engagement in dieser Aktion steckt. Diese Spende bedeutet nicht nur eine finanzielle Unterstützung, sondern ist auch ein starkes Zeichen der Solidarität mit der queeren Community“, so Weiland.
Ein besonderer Dank gilt Arne Beeker, Dramaturg und Produktionsleiter der Inszenierung, sowie Lukas Sandmann, der in der Rolle des Angel berührte und begeisterte – stellvertretend für den gesamten Cast und alle Mitarbeiter*innen des Landestheaters Linz, die diese Spendenaktion mitgetragen haben.
Arne Beeker: „Es war uns eine Ehre, diese Spendenaktion zu organisieren. Die ehrenamtliche Arbeit von HOSI ist gerade heute wichtig, in einer politisch angespannten Situation, in der es manche Menschen wieder für opportun halten, die queere Community anzugreifen und Rechte von Minderheiten einzuschränken.“
Lukas Sandmann: „Die Unterstützung der HOSI als Interessenvertretung der LGBTQIA+ Community ist ein wichtiges Zeichen! Wir dürfen nicht vergessen, dass jede Person das Recht auf Selbstbestimmung hat und so sein darf, wie sie ist!“
Wir sind überglücklich und zutiefst dankbar – für diese Geste der Verbundenheit und die anhaltende Unterstützung unserer Arbeit!
gez. Dipl.-Ing. Dr. Michael Müller
Vereinssprecher der HOSI Linzhttps://www.test.hosilinz.at/wp-content/uploads/2025/06/rent_spenden01.jpg
Foto: Landestheater Linzhttps://www.test.hosilinz.at/wp-content/uploads/2025/06/rent_spenden02.jpg
Foto: Iris Panholzerhttps://www.test.hosilinz.at/wp-content/uploads/2025/06/rent_spenden03.jpg
Foto: Landestheater Linz -

Statuten – 2025
DIE STATUTEN DES VEREINS HOSI LINZ
Fassung vom 29.05.2025
Geändert durch Beschluss der Ordentlichen 45. Generalversammlung der HOSI Linz am 29. Mai 2025
(Änderung des Vereinsnamens, Erweiterung der Wiederwahlmöglichkeit für Vorstandsmitglieder um eine Funktionsperiode)










